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Terra Quantum plant Nasdaq-Börsengang via SPAC für 3,25 Milliarden Dollar

Das Schweizer Quantentechnologie-Unternehmen Terra Quantum strebt noch 2025 die Notierung an der US-Technologiebörse Nasdaq an.

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Terra Quantum plant Nasdaq-Börsengang via SPAC für 3,25 Milliarden Dollar

Das Schweizer Unternehmen Terra Quantum plant einen Börsengang an der Nasdaq über eine SPAC-Transaktion (Special Purpose Acquisition Company) zu einer Bewertung von 3,25 Milliarden US-Dollar. Das 2019 gegründete Unternehmen mit Sitz in St. Gallen hat dazu eine unverbindliche Absichtserklärung mit der Mountain Lake Acquisition Corp. II unterzeichnet. Die Börsennotierung soll noch in diesem Jahr erfolgen.

Gründer, Chairman und CEO Markus Pflitsch begründete die Entscheidung für einen US-Börsengang gegenüber Reuters mit der zentralen Rolle der Vereinigten Staaten in der Quantentechnologie-Branche. „Die USA sind hier das Kraftzentrum und der Maßstab. Und wir wollen in der Champions League mitspielen", sagte Pflitsch, der sich selbst als „halb Quantenphysiker, halb Banker" beschreibt. Er nahm zudem an der zweiten Amtseinführung von US-Präsident Donald Trump teil.

SPAC als strategische Wahl

Die Entscheidung für einen SPAC-Börsengang ist laut Pflitsch bewusst getroffen worden. Ein solches Vorgehen sorge für eine geringere Anfälligkeit gegenüber Marktturbulenzen und dem Wettbewerb um Investoren durch konventionelle Börsengänge in diesem Sektor. SPAC-Transaktionen ermöglichen es Unternehmen, über eine bereits börsennotierte Mantelgesellschaft an die Börse zu gehen – ein Weg, der in der Technologiebranche zunehmend genutzt wird, um den aufwendigen klassischen IPO-Prozess zu umgehen.

Pflitsch betonte zudem, dass er ein bedeutender Aktionär bleiben werde und sowohl der Name als auch das Management von Terra Quantum unverändert bestehen bleiben. Die aus dem Börsengang gewonnenen Mittel sollen das Wachstum des Unternehmens unterstützen – darunter Produktentwicklung und mögliche Akquisitionen.

Renommierte Kunden aus Industrie und Verteidigung

Terra Quantum hat sich seit seiner Gründung ein beachtliches Kundenportfolio aufgebaut. Zu den Partnern zählen globale Konzerne wie der deutsche Industrieriese Siemens, der Konsumgüterhersteller Unilever sowie die Banken HSBC und BBVA. Darüber hinaus zählt auch die U.S. Air Force zu den Kunden des Unternehmens – ein Hinweis auf die strategische Bedeutung der entwickelten Technologien im Verteidigungsbereich.

In gemeinsamen Projekten wurde die Anwendung von Quantentechnologie in Bereichen wie dem Drohnendesign und der Preisgestaltung von Derivaten untersucht. Das Unternehmen sieht seine Algorithmen, Software- und Sicherheitsprodukte als attraktiv für Branchen wie Verteidigung, Finanzen, Pharmazie und Logistik.

Quantentechnologie: Zukunftsmarkt mit großem Potenzial

Quantentechnologien nutzen die Gesetze der Quantenmechanik, um Aufgaben zu bewältigen, die über das hinausgehen, was mit klassischen Technologien realistisch erreichbar ist. Terra Quantum verfügt nach eigenen Angaben über eine umfangreiche Bibliothek an IP-geschützten Algorithmen, aus deren Lizenzierung das Unternehmen Zugang zu wiederkehrenden Einnahmen hat.

Konkrete Betriebszahlen hat Terra Quantum bislang nicht veröffentlicht. CEO Pflitsch bezeichnete die Umsätze jedoch als „signifikant". Einen genauen Zeitpunkt für den Börsengang nannte er noch nicht – es sei dafür laut eigener Aussage noch zu früh.

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