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Telix Pharmaceuticals fällt nach milliardenschwerer ITM-Übernahme

Kursrutsch um 6,7 Prozent nach Bekanntgabe der Übernahme des deutschen Radioisotopenherstellers ITM.

2 Min
Telix Pharmaceuticals fällt nach milliardenschwerer ITM-Übernahme

Die Aktie des australischen Biotech-Unternehmens Telix Pharmaceuticals ist am Montag um 6,7 Prozent auf 16,66 australische Dollar gefallen. Auslöser war die Bekanntgabe einer verbindlichen Vereinbarung zur Übernahme der deutschen ITM Isotope Technologies Munich SE. Der Kaufpreis für das privat gehaltene Unternehmen aus München beträgt 1,65 Milliarden US-Dollar unter Ausschluss von Cash und Schulden.

Zusätzlich sind bedingte Zahlungen in Höhe von 700 Millionen US-Dollar vorgesehen, die an regulatorische und kommerzielle Meilensteine für den führenden Wirkstoffkandidaten von ITM gekoppelt sind. Die Transaktion stellt einen bedeutenden Schritt in der Konsolidierung der Radiopharmabranche dar, bringt jedoch für die Aktionäre von Telix zunächst einmal spürbare Belastungen mit sich.

Verdünnungseffekte belasten den Aktienkurs

Der zentrale Druckpunkt für die Aktie ist die stark auf Eigenkapital ausgerichtete Finanzierungsstruktur der Übernahme. Der upfront-Consideration besteht zu großen Teilen aus rund 1,25 Milliarden US-Dollar neu ausgegebenen Telix-Aktien. Diese wurden zum 30-Tage-volumengewichteten Durchschnittskurs von 16,65 australischen Dollar bewertet. Hinzu kommt die Übernahme von etwa 302 Millionen US-Dollar an netto ITM-Schulden und Transaktionskosten.

Durch die Ausgabe von 105,8 Millionen neuen Aktien erhöht sich die Anzahl der Telix-Aktien um rund 31 Prozent. Bestehende Aktionäre werden künftig noch über etwa 76,3 Prozent des vergrößerten Unternehmens verfügen, während die ehemaligen Inhaber von ITM rund 23,7 Prozent erhalten. Diese deutliche Verwässerung hat bei Anlegern unmittelbar Besorgnis ausgelöst und den Verkaufsdruck verstärkt.

Bewertungsbedenken und Gewinnmitnahmen

Einige Marktbeobachter wiesen zudem darauf hin, dass Telix mit erhöhten Bewertungsmultiplikatoren operiert und weiterhin cashflow-negativ ist. Die Akquisition in diesem Umfang, die etwa dem Sechsfachen des ITM-Umsatzes für 2025 entspricht, stellt eine erhebliche finanzielle Belastung dar. Zwar wurde das profitable Isotopengeschäft von ITM als Beitrag zur Generierung von Liquidität hervorgehoben, doch die schiere Größe der Transaktion wiegt schwerer.

Hinzu kamen Gewinnmitnahmen, nachdem die Telix-Aktie in der Vorwoche infolge von Optimismus bezüglich der Zulassung durch die US-Arzneimittelbehörde FDA für das Screening-Verfahren bei Hirntumoren deutlich angezogen hatte. Der breitere australische Aktienmarkt bot keinen Schutz gegen den Rückgang; der S&P/ASX 200 notierte am Tag lediglich leicht im Plus.

Hintergrund für deutsche Anleger

Für deutsche Anleger ist die Übernahme von besonderem Interesse, da es sich bei ITM Isotope Technologies Munich SE um ein deutsches Unternehmen handelt. ITM ist auf die Herstellung von Radioisotopen spezialisiert, die in der nuklearmedizinischen Diagnostik und Therapie eingesetzt werden. Die Kombination der beiden Unternehmen könnte langfristig Synergien im Bereich der Radiopharmazeutika erschließen, auch wenn die kurzfristigen Kurseffekte zunächst negativ ausfallen.

Dieser Artikel wurde mit Unterstützung von KI erstellt und von einem Redakteur überprüft. Weitere Informationen finden Sie in unseren AGBs.

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