Teleflex-Aktie bricht nach schwachen Q4-Zahlen um 8,8% ein
Der Medizintechnikhersteller Teleflex verfehlt die Erwartungen der Wall Street bei Umsatz und Gewinn deutlich.

Die Aktie von Teleflex (NYSE: TFX) ist am Donnerstag im vorbörslichen Handel um 8,8 Prozent auf 102 US-Dollar eingebrochen. Auslöser war ein enttäuschender Quartalsbericht für das vierte Quartal, der die Erwartungen der Analysten in allen wesentlichen Kennzahlen verfehlte.
Beim Umsatz meldete das Unternehmen lediglich 569 Millionen US-Dollar – weit entfernt von der durchschnittlichen Analystenschätzung von 919,3 Millionen US-Dollar, wie Daten des Finanzdienstleisters LSEG zeigen. Auch beim bereinigten Gewinn je Aktie blieb Teleflex mit 1,91 US-Dollar deutlich hinter den erwarteten 3,73 US-Dollar zurück.
Trüber Ausblick für 2026
Besonders belastend für den Kurs wirkt der schwache Unternehmensausblick. Für das Geschäftsjahr 2026 erwartet Teleflex einen bereinigten Gewinn je Aktie zwischen 6,25 und 6,55 US-Dollar. Analysten hatten im Vorfeld mit 14,28 US-Dollar je Aktie gerechnet – ein massiver Unterschied, der Investoren aufhorchen lässt.
Im Zuge einer geplanten Restrukturierung rechnet das Unternehmen mit jährlichen Vorsteuer-Einsparungen von 48 bis 52 Millionen US-Dollar. Teleflex hatte bereits im vergangenen Jahr angekündigt, drei Geschäftsbereiche mit einem Gesamtwert von rund 2,03 Milliarden US-Dollar zu veräußern.
Der Konzern konzentriert sich künftig stärker auf die Bereiche Intensivmedizin und Krankenhausbedarf. Diese strategische Neuausrichtung soll langfristig die Profitabilität steigern, belastet aber kurzfristig die Ergebnisse erheblich.
Die Aktie hatte bereits vor dem Quartalsbericht unter Druck gestanden. Seit Jahresbeginn wies das Papier zum Börsenschluss am Mittwoch ein Minus von 8,3 Prozent auf. Mit dem vorbörslichen Kursrückgang vom Donnerstag summieren sich die Verluste seit Jahresbeginn auf deutlich über 15 Prozent.
