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Technologiesektor unter Druck nach enttäuschenden Chip-News

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Technologiesektor unter Druck nach enttäuschenden Chip-News

Enttäuschende Nachrichten aus der Chipbranche haben am 15. Oktober 2024 zu einem Rückgang des Technologiesektors geführt. Der DAX, der zu Handelsbeginn noch ein Rekordhoch erreichte, schloss 0,11 Prozent im Minus bei 19.486 Punkten. Der Anstieg des deutschen Leitindex auf über 19.600 Punkte in den ersten Handelsminuten konnte nicht gehalten werden. Ausschlaggebend für den Stimmungsumschwung waren Überlegungen der USA, den Verkauf von fortschrittlichen Chips für Künstliche Intelligenz an bestimmte Länder aus Sicherheitsgründen zu beschränken. Zudem sorgte eine zurückhaltende Prognose des niederländischen Chipausrüsters ASML für Verunsicherung, nachdem das Unternehmen einen enttäuschenden Auftragseingang verzeichnete. Dies führte zu einem globalen Einbruch bei den Chipwerten.

Auch in den USA reagierten die Märkte negativ. Der Dow Jones Industrial verlor 0,16 Prozent, während der S&P 500 um 0,37 Prozent nachgab. Besonders stark betroffen war der Nasdaq 100, der aufgrund schwacher Halbleitertitel 1,16 Prozent einbüßte. Dies führte dazu, dass der technologielastige Index weiter hinter seinem Rekordhoch aus dem Sommer zurückblieb. Eine Ausnahme bildete jedoch der Halbleiterkonzern Wolfspeed, dessen Aktien nach der Ankündigung einer möglichen Finanzierungszusage durch das US-Handelsministerium und ein Konsortium von Investmentfonds um bis zu 38 Prozent anstiegen.

In Europa richten sich die Blicke auf die bevorstehende Leitzinsentscheidung der Europäischen Zentralbank, die für Donnerstag erwartet wird. Analysten rechnen damit, dass die Aussichten auf eine geldpolitische Lockerung Anleger weiterhin optimistisch stimmen. Positive Nachrichten kommen zudem von der Konjunkturseite: Die Industrieproduktion in der Eurozone stieg im August um 1,8 Prozent im Vergleich zum Vormonat, und die Nachfrage nach Firmenkrediten im Euroraum hat sich zum ersten Mal seit zwei Jahren wieder belebt. Auch die Konjunkturerwartungen deutscher Finanzexperten haben sich aufgehellt, was auf die Aussicht stabiler Inflationsraten und möglicher Zinssenkungen zurückgeführt wird.

Trotz dieser positiven Entwicklungen gibt es weiterhin kritische Stimmen zur Wettbewerbsfähigkeit Deutschlands als Wirtschaftsstandort. Eine Studie der deutschen Außenhandelskammern zeigt, dass fast die Hälfte der befragten internationalen Unternehmen der Meinung ist, dass sich das Image Deutschlands in den letzten fünf Jahren verschlechtert habe. Hohe Energiepreise, Steuern und zunehmende Bürokratie wurden als wesentliche Gründe genannt.

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