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Technik und Planung gegen Chaos am Flughafen München

Neue Lösungen sollen Abläufe verbessern und den Personalmangel entschärfen

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Technik und Planung gegen Chaos am Flughafen München

Der Flughafen München und die Lufthansa arbeiten gemeinsam daran, die Abläufe am zweitgrößten deutschen Drehkreuz zu verbessern. Grund dafür sind wiederholte Probleme, die in den vergangenen Monaten für Unmut bei Passagieren und operative Schwierigkeiten sorgten. Ziel ist es, durch ein Bündel an Maßnahmen die Zuverlässigkeit zu steigern und den von der Beratungsfirma Skytrax verliehenen fünften Stern zu erhalten. Dazu setzen beide Partner verstärkt auf technologische Lösungen und eine bessere personelle Steuerung.

Ein Hauptproblem am Flughafen München sind die Verzögerungen bei der Nutzung von Fluggastbrücken. Um dies zu beheben, testet der Flughafen eine ferngesteuerte Fluggastbrücke. Derzeit erfolgt der Testbetrieb an einer Flugzeugattrappe, um potenzielle Schäden an Flugzeugen im Echtbetrieb zu vermeiden. Langfristig soll diese Technologie durch Künstliche Intelligenz gesteuert werden, was den Personalbedarf reduziert. Der Flughafen München hat Schwierigkeiten, ausreichend Personal zu finden, da die Konkurrenz in der Region hoch ist.

Neben den Fluggastbrücken wird auch im Bereich der Gepäckabfertigung auf technische Innovation gesetzt. Eine Entladehilfe soll die körperliche Belastung der Mitarbeitenden verringern und dadurch Ausfälle reduzieren. Diese Maßnahme zielt darauf ab, die Arbeitsbedingungen zu verbessern und langfristig die Effizienz der Prozesse zu steigern.

Die Herausforderungen am Flughafen München wurden zuletzt durch hohe Passagierzahlen während des Oktoberfests und eines Brückentags verstärkt. Diese Situation führte zu erheblichen Wartezeiten vor den Kontrollstellen und zog sogar die Aufmerksamkeit der bayerischen Landespolitik auf sich. Flughafen-Chef Jost Lammers räumte interne Probleme ein, betonte jedoch, dass München im Vergleich zu anderen europäischen Drehkreuzen konkurrenzfähig sei, insbesondere angesichts eines zehnprozentigen Wachstums.

Die Lufthansa, Hauptkunde des Flughafens, hat ebenfalls Maßnahmen angekündigt. Während der Pandemie reduzierte die Fluggesellschaft ihre Managementkapazitäten, was sich als problematisch erwies. Konzernchef Carsten Spohr gab dies intern zu und kündigte an, das Management in München wieder zu stärken. Der Flughafen plant zudem, eine neue Führungsposition für die Bereiche „Aviation und Operation“ einzurichten, um die operative Steuerung zu optimieren.

Die Zusammenarbeit zwischen Lufthansa und dem Flughafen ist entscheidend, da beide das Terminal 2 gemeinsam betreiben. Künftige Maßnahmen sollen dazu beitragen, die bestehenden Probleme zu lösen und die Qualität am Standort München langfristig zu sichern.

LufthansaFlughafenMünchenFlugverkehr

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