Tech-Sektor treibt Nasdaq auf Rekordhoch
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Die anhaltende Hausse im Technologiesektor hat der Nasdaq ein neues Rekordhoch beschert. Während die Technologiebörse Nasdaq die Marke von 17.000 Punkten überschritt, zeigte sich die Stimmung bei den Standardwerten weniger euphorisch. Der Dow Jones, der Index der Standardwerte, fiel um 0,55 Prozent auf 38.852 Punkte. Der S&P 500, der sowohl Technologie- als auch Standardwerte umfasst, schloss bei 5.306 Punkten nahezu unverändert.
Ein wesentlicher Faktor für die gemischte Stimmung war die Unsicherheit über den Zeitpunkt einer möglichen Zinssenkung durch die US-Notenbank. Peter Andersen, Gründer von Andersen Capital Management, äußerte Zweifel daran, dass die Fed die Zinsen im Jahr 2024 senken wird. Diese Unsicherheit belastete die Märkte, obwohl die Technologiewerte weiterhin stark performten.
Besonders die Aktie des Chipkonzerns Nvidia stach hervor. Nach einem positiven Finanzbericht in der Vorwoche legte der Kurs weiter zu und erreichte im Verlauf des Tages 1.149 Dollar. Elon Musks Ankündigung, dass sein KI-Startup xAI sechs Milliarden US-Dollar eingesammelt hat und plant, Nvidia-Prozessoren für einen Supercomputer zu nutzen, trug ebenfalls zur positiven Stimmung bei. Neben Nvidia profitierten auch andere Halbleiterhersteller wie AMD, Micron und Intel.
Währenddessen zeigte sich der Immobilienmarkt in den USA robust. Der S&P/Case-Shiller-Index für die 20 größten Metropolregionen verzeichnete im März einen Anstieg der Häuserpreise um 7,4 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat. Diese Entwicklung dämpfte jedoch die Hoffnungen auf eine baldige Zinssenkung. Trotz hoher Zinsen blieb das Verbrauchervertrauen in den USA überraschend stark. Der entsprechende Index stieg im Mai auf 102,0 Punkte.
Die Apple-Aktie konnte von einem starken Anstieg der iPhone-Verkäufe in China profitieren, schloss jedoch am Ende des Tages nahezu unverändert bei 189,99 Dollar. Im April stieg der Absatz ausländischer Smartphones in China um über die Hälfte auf 3,49 Millionen Einheiten. Auch der DAX konnte anfangs von guten Nachrichten profitieren, schloss jedoch mit einem Rückgang von 0,52 Prozent bei 18.677 Punkten.
Die Unklarheit über die künftige Zinspolitik der US-Notenbank und bevorstehende Inflationsdaten aus Europa und den USA bestimmten die Marktentwicklungen. Laut US-Notenbanker Neel Kashkari wird es noch mehrere Monate positiver Inflationsdaten benötigen, bevor eine Lockerung der geldpolitischen Zügel in Betracht gezogen wird. Die Anleger richten daher verstärkt ihre Aufmerksamkeit auf Wirtschaftsdaten.
Die Aktie von Siemens-Energy setzte ihren Anstieg fort und stand an der Spitze des DAX, während Bayer und Hannover Rück zu den Verlierern gehörten. Der Euro behauptete sich zum Dollar auf einem hohen Niveau, was ebenfalls zu einer stabilen Stimmung an den Finanzmärkten beitrug. Die Deutsche Telekom verstärkte sich durch einen milliardenschweren Zukauf in den USA, und Volkswagen plant, ein rein elektrisches Auto für 20.000 Euro auf den Markt zu bringen.
