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Tech-Bilanzen verunsichern Anleger vor Bilanz-Saison

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Tech-Bilanzen verunsichern Anleger vor Bilanz-Saison

An der deutschen Börse herrscht derzeit eher verhaltene Stimmung. Der DAX klebt seit drei Wochen unter der Marke von 16.000 Punkten und konnte sich auch gestern nicht wirklich bewegen. Die Anleger verharren in Geduld und warten auf die anstehende Bilanz-Saison von Big-Tech-Konzernen wie Apple, Meta, Amazon, <a class="tvreplink" target="_blank" href="https://de.tradingview.com/symbols/Nasdaq%3AGOOG">Alphabet und Microsoft. Diese Unternehmen haben das Potenzial, dem Markt ihren Stempel aufzudrücken und über die Richtung zu entscheiden. In den USA geht die Berichtssaison in den kommenden Tagen in die Vollen und auch in China verunsichern die bevorstehenden Tech-Bilanzen die Anleger. Der Nikkei-Index in Japan konnte hingegen auf den höchsten Stand seit acht Monaten klettern, angeführt von Elektronikherstellern.

Die steigenden US-Zinserwartungen trüben allerdings die Kauflaune der Anleger und die Unterstützung von der Saisonalität lässt langsam nach, da sich die positive Börsenphase von November bis April ihrem Ende nähert. Die Zurückhaltung der Anleger vor der Zahlenvorlage großer Technologiekonzerne lässt am deutschen Aktienmarkt keine Kauflaune aufkommen. Der Broker IG taxiert die 40 deutschen Standardwerte aktuell 0,3 Prozent tiefer bei 15.822 Punkten. Gestern betrug die Handelsspanne des DAX gerade einmal 88 Punkte.

In dieser Börsenwoche werden die Big-Tech-Konzerne wie Amazon, Meta, Alphabet und Microsoft ihre Bücher öffnen. Apple wird erst am 4. Mai über den Geschäftsverlauf im vergangenen Quartal berichten. An der Wall Street wollen sich die Anleger vor den Zahlen der Nasdaq-Schwergewichte nicht zu weit aus dem Fenster lehnen. Schließlich muss deren Geschäftsentwicklung erst einmal zeigen, ob die teils hohen Kursgewinne seit Jahresbeginn gerechtfertigt sind. Der Dow-Jones-Index der Standardwerte legte gestern um 0,2 Prozent auf 33.878 Punkte zu, während der breiter gefasste S&P 500 um 0,1 Prozent auf 4.137 Stellen gewann. Der Index der Technologiebörse Nasdaq büßte hingegen 0,3 Prozent auf 12.039 Zähler ein.

Die bevorstehenden Tech-Bilanzen verunsichern nicht nur die Anleger in Deutschland und den USA, sondern auch in China. Die Börse in Shanghai liegt aktuell 0,4 Prozent im Minus, der Index der wichtigsten Unternehmen in Shanghai und Shenzen verliert 0,7 Prozent. Die Feinunze Gold kostet am Morgen 1.991 Dollar und der Euro kann sich im asiatischen Devisenhandel weiter über der Marke von 1,10 Dollar halten.

Im DAX steht Daimler Truck mit Quartalszahlen im Fokus. Der Lkw-Konzern hat im ersten Quartal deutlich besser abgeschnitten als von Analysten erwartet. Das bereinigte operative Ergebnis (Ebit) lag von Januar bis März bei 1,16 Milliarden Euro, wie der Konzern gestern Abend mitteilte. Bayer-Chef Werner Baumann sieht den Pharma- und Agrarkonzern zur Übergabe an seinen Nachfolger Bill Anderson strategisch "sehr gut" aufgestellt, gibt jedoch zu bedenken, dass er mit dem aktuellen Aktienkurs nicht zufrieden ist. VW-Chef Oliver Blume begründet die Entscheidung des Autokonzerns für den Bau einer großen Batteriefabrik in Kanada mit den gebotenen exzellenten Bedingungen, die von der kanadischen Regierung hervorragend unterstützt werden. Die Deutsche Post hat ihre Pflicht zu gut erreichbaren Filialen in allen größeren Gemeinden und Städten zuletzt wieder besser erfüllt. Mitte April waren 145 sogenannte Pflichtstandorte unbesetzt und damit 29 weniger als Ende Januar, teilte die Bundesnetzagentur auf Anfrage mit.

Der Energieversorger EnBW steht laut einem Bericht der "Stuttgarter Zeitung" unter Prüfung von Justiz und Aufsichtsbehörden. Es wird geprüft, ob der Konzern Strom zu missbräuchlich überhöhten Preisen verkauft und damit gegen das Wettbewerbsrecht verstoßen hat. Im Streit mit den Machern des Online-Spiels "Fortnite" konnte sich Apple auch vor dem Berufungsgericht durchsetzen. Die Richter beließen die Entscheidung der Vorinstanz in Kraft, in der der iPhone-Konzern weitgehend Recht bekommen hatte. Apple hatte "Fortnite" wegen eines Regel-Verstoßes aus dem App-Store geworfen.

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