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Tech-Aktien und US-Arbeitsmarkt beeinflussen globale Börsenstimmung

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Tech-Aktien und US-Arbeitsmarkt beeinflussen globale Börsenstimmung

In den USA zeigte sich die Wall Street vor der Veröffentlichung neuer Quartalszahlen aus dem Techsektor uneinheitlich. Der Leitindex Dow Jones setzte seinen Rekordlauf fort und erreichte gestern ein Tageshoch von 38.497 Punkten, während der S&P-500-Index knapp eine neue Bestmarke markierte. Der Dow schloss bei 38.467 Zählern, ein Plus von 0,35 Prozent. Der S&P-500-Index endete leicht tiefer bei 4.924 Punkten. Im Gegensatz dazu verzeichnete die Technologiebörse Nasdaq Verluste.

Die Anleger fokussierten sich besonders auf die Tech-Schwergewichte wie Microsoft und Alphabet, die nach Börsenschluss neue Geschäftsergebnisse veröffentlichten. Beide Aktien erreichten im Handelsverlauf neue Rekordhochs. Im Laufe der Woche werden noch Quartalszahlen von Apple, Amazon und Meta erwartet. Analysten betonten, dass angesichts der hohen Bewertungen der Techriesen kein Raum für Enttäuschungen bestehe.

Die US-Arbeitsmarktdaten sorgten für Verunsicherung, da die Zahl offener Stellen unerwartet stieg. Dies erhöhte die Sorgen um die künftige Geldpolitik der US-Notenbank Fed. Analysten äußerten sich zurückhaltend bezüglich der Erwartungen an Zinssenkungen durch die Fed.

Microsoft profitierte von der starken Nachfrage nach Produkten mit Künstlicher Intelligenz (KI) und verzeichnete einen Umsatzanstieg von 18 Prozent auf 62 Milliarden Dollar. Der Gewinn pro Aktie übertraf die Analystenerwartungen. Alphabet hingegen spürte die Zurückhaltung von Werbekunden, wobei die Einnahmen aus Online-Werbung leicht unter den Erwartungen blieben.

In Deutschland konnte der DAX trotz der Rekordvorgaben der Wall Street keine neue Bestmarke erreichen und schloss bei 16.972 Punkten. Der MDAX der mittelgroßen Werte ging schwächer aus dem Handel. Die Anleger blieben aufgrund der bevorstehenden Zinsentscheidung der US-Notenbank und der Quartalszahlen aus dem Techsektor vorsichtig.

Die US-Zinspolitik beeinflusst weiterhin die Kursentwicklung am deutschen Aktienmarkt. Experten erwarten keine sofortigen Zinssenkungen von der Fed, da die Wirtschaft trotz des hohen Zinsniveaus robust bleibt und die Inflation über dem Ziel der Fed liegt.

Der Euro erholte sich im Verlauf gegenüber dem Dollar, blieb aber nahe seinem tiefsten Stand seit Mitte Dezember. Wachstumsdaten aus der Eurozone fielen besser aus als erwartet, wobei Deutschland einen Rückgang der Wirtschaftsleistung verzeichnete.

Die Ölpreise stiegen angesichts der Spannungen im Nahen Osten. Saudi-Arabien kündigte an, seine Förderkapazitäten bei zwölf Millionen Barrel pro Tag zu belassen.

Die Aktien von SAP erreichten ein neues Rekordhoch und einen Börsenwert von 200 Milliarden Euro. Continental und andere Reifenhersteller in Europa wurden von der EU-Kommission wegen des Verdachts eines Reifenkartells durchsucht.

Hapag-Lloyd spürte das Ende der Corona-Sonderkonjunktur mit einem deutlichen Rückgang des Betriebsgewinns. Delivery Hero trennte sich von seinem Anteil am britischen Rivalen Deliveroo mit einem großen Verlust.

Toyota meldete einen Absatzrekord, während Pfizer einen Umsatz- und Gewinneinbruch aufgrund der gesunkenen Nachfrage nach Covid-Medikamenten und -Impfstoffen verzeichnete. UPS kündigte Stellenabbau und Prüfung seiner Lkw-Frachttochter an. General Motors verzeichnete positive Aussichten für 2024, während AMD einen zurückhaltenden Ausblick für seine neuen KI-Prozessoren gab.

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