Taseko Mines startet Kupferproduktion in Arizonas Florence-Mine
Das Florence-Projekt in Arizona soll jährlich rund 85 Millionen Pfund Kupferkathoden produzieren – mit innovativer In-situ-Technologie.

Taseko Mines treibt in Arizona die Produktion seiner Florence-Kupfermine voran. Chief Executive Stuart McDonald gab auf der CERAWeek-Konferenz von S&P Global in Houston bekannt, dass das Projekt auf eine Jahresproduktion von rund 85 Millionen Pfund Kupferkathoden abzielt.
Damit liefert Florence zwar nur einen Bruchteil der stetig wachsenden US-Nachfrage nach Kupfer, ist aber Teil einer breiteren Industrieinitiative. Bergbauunternehmen setzen zunehmend auf unkonventionelle Abbauverfahren, um die umfangreichen niedergradigen Erzvorkommen Arizonas wirtschaftlich zu erschließen.
Ungewöhnliche Technik aus dem Uranbergbau
Florence setzt auf die sogenannte In-situ-Gewinnung – ein Verfahren, das bislang vor allem im Uranbergbau bekannt ist. Dabei wird Säure tief in den Untergrund gepumpt, die das Kupfer direkt aus dem Gestein löst, ohne dass das Erz an die Oberfläche gefördert werden muss.
Die entstehende kupferhaltige Lösung wird anschließend in eine Aufbereitungsanlage vor Ort geleitet. Dort entsteht reines Kupfer in Form von Kathoden – einem Vorprodukt, das Hersteller von Elektrokabeln und anderen kupferbasierten Produkten direkt weiterverarbeiten können.
Kupfer gilt als Schlüsselrohstoff der Energiewende. Elektrofahrzeuge, Windkraftanlagen und Stromnetze benötigen erhebliche Mengen des roten Metalls. Die USA versuchen daher, ihre heimische Kupferproduktion auszubauen, um Abhängigkeiten von Importen zu reduzieren.
