Taiwan Weighted Index fällt 2,45 Prozent auf Einmonatstief
Taiwanesische Aktien gaben am Donnerstag deutlich nach – Kunststoff- und Elektroniksektor belasteten den Markt besonders stark.

Der taiwanesische Aktienmarkt schloss am Donnerstag mit erheblichen Verlusten. Der Taiwan Weighted Index verlor 2,45 Prozent und markierte damit ein neues Einmonatstief. Vor allem Schwäche in den Sektoren Kunststoffe sowie elektronische Bauteile und Komponenten drückte die Kurse.
Besonders hart traf es die Schwergewichte im Technologiebereich. Nan Ya Printed Circuit Board Corp (TW: 8046) brach um 10,00 Prozent oder 58,00 Punkte auf 522,00 ein. Nanya Technology Corp (TW: 2408) verlor 9,98 Prozent und schloss bei 198,50. Cheng Mei Materials Technology Corp (TW: 4960) fiel ebenfalls um 10,00 Prozent auf 24,30.
Einzelne Gewinner trotz breitem Abverkauf
Trotz des negativen Gesamtbildes gab es vereinzelte Kursgewinner. Anderson Industrial Corp (TW: 1528) stieg um 10,00 Prozent auf 26,95. Yonyu Plastics Co Ltd (TW: 1323) legte ebenfalls um 10,00 Prozent auf 23,10 zu und erreichte dabei ein neues 52-Wochen-Hoch. Auch Baolong International Co Ltd (TW: 1906) kletterte um 9,88 Prozent auf 13,90 – ebenfalls ein 52-Wochen-Hoch.
An der Taiwan Stock Exchange überwogen die Verlierer gegenüber den Gewinnern deutlich. Das Verhältnis von Verlierern zu Gewinnern spiegelte die breite Marktschwäche wider. Der Abverkauf traf nahezu alle Sektoren.
Rohstoffmärkte im Aufwind
Am Rohstoffmarkt zeigte sich ein gegensätzliches Bild. Rohöl zur Lieferung im Mai verteuerte sich um 5,90 Prozent auf 106,03 US-Dollar pro Barrel. Brent-Öl zur Lieferung im Juni stieg sogar um 6,63 Prozent auf 107,87 US-Dollar pro Barrel. Gold hingegen gab nach: Der Juni-Future verlor 3,94 Prozent und fiel auf 4.623,25 US-Dollar je Feinunze.
Auf der Währungsseite zeigte sich der US-Dollar-Index-Future mit einem Plus von 0,46 Prozent bei 99,92 fester. Das Währungspaar USD/TWD sank leicht um 0,07 Prozent auf 32,00. Für deutsche Anleger mit Engagement in taiwanesischen Technologietiteln bleibt die Marktlage damit angespannt.
