T-Mobile: Hacker stehlen Daten von 37 Millionen Kunden
Adressen, Geburtsdaten und andere persönliche Daten erbeutet, offenbar aber keine Finanzdaten

Hacker haben sich Zugang zu den Daten von etwa 37 Millionen T-Mobile-Kunden verschafft, darunter Geburtsdaten und Rechnungsadressen. Wie das Unternehmen erst am gestrigen Donnerstag erklärte, habe es das Problem bereits am 5. Januar entdeckt und mit Strafverfolgungsbehörden und Cybersecurity-Beratern gelöst. T-Mobile geht davon aus, dass sich die Hacker am 25. November Zugang zu seinen Daten verschafft haben.
Der Mobilfunkanbieter erklärte, dass er dabei ist, die betroffenen Kunden zu benachrichtigen, und dass er davon ausgeht, dass die sensibelsten Daten, wie Kreditkartennummern, Sozialversicherungsnummern und Kontopasswörter, nicht kompromittiert wurden. T-Mobile hat über 110 Millionen Abonnenten.
Die Federal Communications Commission, die Regulierungsbehörde der Branche, kündigte eine Untersuchung an. "Dies ist der jüngste Fall in einer Reihe von Datenschutzverletzungen bei T-Mobile, und die FCC untersucht diesen Fall", sagte eine Sprecherin der FCC.
Laut der Untersuchung von T-preliminary Mobile wurden die Daten von etwa 37 Millionen aktuellen Postpaid- und Prepaid-Kundenkonten offengelegt. Nach Angaben des Unternehmens haben die Hacker möglicherweise Namen, Rechnungsadressen, E-Mails, Telefonnummern, Geburtsdaten und Kontonummern erlangt. Nach Angaben des Unternehmens konnten auch Informationen wie die Anzahl der Leitungen auf dem Konto und die Tarifmerkmale abgerufen werden.
"Es wurden einige grundlegende Kundeninformationen erlangt (fast alle davon sind in Marketingdatenbanken oder Verzeichnissen verfügbar)", so T-Mobile in einer Erklärung. "Es gab keine Kompromittierung von Passwörtern, Zahlungskartendaten, Sozialversicherungsnummern, Behördennummern oder anderen finanziellen Kontodaten.
Nach Angaben des Unternehmens wurde nicht in die Systeme des Unternehmens eingebrochen, sondern jemand hat sich über eine API (Application Programming Interface), über die einige Kundeninformationen abgerufen werden können, unrechtmäßig Daten verschafft. Das Unternehmen erklärte, dass die Aktivitäten innerhalb von 24 Stunden nach ihrer Entdeckung gestoppt wurden.
Die Untersuchung des Vorfalls ist noch nicht abgeschlossen. T-Mobile warnte, dass der Vorfall zu erheblichen Kosten führen könnte, erwartet aber derzeit keine wesentlichen Auswirkungen auf den Geschäftsbetrieb des Unternehmens. Am 1. Februar wird das Unternehmen seine Ergebnisse für das vierte Quartal veröffentlichen.
T-Mobile räumte bereits 2021 einen Sicherheitsverstoß ein, nachdem die persönlichen Daten von mehr als 50 Millionen aktuellen, ehemaligen und potenziellen Kunden online zum Verkauf angeboten wurden. Später erhöhte T-Mobile seine Schätzung und behauptete, dass die Daten von etwa 76,6 Millionen US-Bürgern kompromittiert wurden.
