Südkoreas KOSPI erholt sich mit 12% Plus nach Kurseinbruch
Der südkoreanische Leitindex springt nach zweitägigen Massenverkäufen kräftig zurück.

Der südkoreanische KOSPI-Index hat am Donnerstag eine beeindruckende Erholung hingelegt. Im frühen Handel legte der Index um bis zu 12% auf 5.695,64 Punkte zu und notierte zwischenzeitlich rund 10,7% im Plus. Damit erholte sich der Markt von den herben Verlusten der vergangenen zwei Handelstage.
Im Zentrum der Kursbewegungen standen die Schwergewichte des südkoreanischen Aktienmarkts. Chiphersteller Samsung Electronics und SK Hynix, die zuvor besonders stark unter Druck geraten waren, gewannen jeweils rund 12% an Wert. Auch Automobilhersteller Hyundai Motor legte in ähnlichem Umfang zu.
Geopolitik und KI-Sorgen als Auslöser
Der vorangegangene Kurseinbruch war durch ein Zusammenspiel mehrerer Faktoren ausgelöst worden. Verschärfte geopolitische Spannungen im Nahen Osten – insbesondere der Krieg zwischen den USA und dem Iran – sowie wachsende Bedenken über die wirtschaftlichen Auswirkungen künstlicher Intelligenz hatten eine Welle von Gewinnmitnahmen ausgelöst. Die übermäßig optimistische Positionierung vieler Marktteilnehmer Ende Februar verstärkte die Abwärtsdynamik zusätzlich, da sich Long-Positionen in großem Stil auflösten.
Dabei hatte der KOSPI bis zur vergangenen Woche eine außergewöhnliche Erfolgsserie verbucht. Mit einem Wertzuwachs von fast 50% seit Jahresbeginn galt er als der weltweit am besten performende große Aktienindex im Jahr 2026 und hatte zuletzt eine Reihe von Rekordhochs erreicht.
Jahresplus trotz Verlusten noch immer bei 30%
Trotz der jüngsten Turbulenzen bleibt die Jahresbilanz des KOSPI bemerkenswert positiv. Mit einem Jahresplus von rund 30% liegt der Index weiterhin deutlich im grünen Bereich. Haupttreiber der starken Rally war der Optimismus über Südkoreas strategische Positionierung im globalen KI-Sektor – insbesondere durch die führenden Chiphersteller und Industrieunternehmen des Landes, die als Schlüsselzulieferer der KI-Infrastruktur gelten.
