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Streit um Geld für Deutschlandticket hält an

Länder fordern mehr Unterstützung vom Bund bei drohenden Mehrkosten nach 2025

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Streit um Geld für Deutschlandticket hält an

Das Deutschlandticket soll auch über das Jahr 2025 hinaus bestehen bleiben, doch wie es künftig finanziert wird, bleibt offen. Bund und Länder konnten sich bei einer Sonderkonferenz der Verkehrsminister in Berlin nicht auf eine gemeinsame Lösung einigen. Zwar bekennen sich beide Seiten grundsätzlich zum Fortbestand des bundesweit gültigen Nahverkehrsabos, lehnen jedoch zusätzliche finanzielle Verpflichtungen über die bereits zugesagten Mittel hinaus ab.

In einem gemeinsamen Beschluss bekräftigten die Ministerinnen und Minister ihre Unterstützung für das Deutschlandticket, machten aber zugleich deutlich, dass sie – abgesehen von jeweils 1,5 Milliarden Euro jährlich – keine weiteren Mittel bereitstellen werden. Damit bleibt ungeklärt, wie steigende Kosten der Verkehrsunternehmen künftig ausgeglichen werden sollen. Bayern, das derzeit den Vorsitz in der Verkehrsministerkonferenz innehat, unterstrich diese Haltung besonders deutlich. Verkehrsminister Christian Bernreiter erklärte, die Länder könnten über die bereits zugesagte Summe hinaus keine zusätzlichen Gelder aufbringen.

Die bisherige Finanzierung des Tickets stützt sich auf die gemeinsamen Zuschüsse von Bund und Ländern in Höhe von zusammen drei Milliarden Euro pro Jahr. Darüber hinausgehende Kosten wurden bislang durch Preiserhöhungen sowie durch nicht verbrauchte Mittel aus dem Jahr 2023 aufgefangen. Eine langfristige Lösung für die Zeit nach 2025 liegt bislang nicht vor. In Aussicht gestellt wurden weitere Verhandlungen bei der regulären Sitzung der Verkehrsminister im Herbst in Straubing.

Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder sprach sich laut der saarländischen Verkehrsministerin Petra Berg für eine Fortführung des Tickets aus. Schnieder betonte demnach, auch künftig „mit im Boot“ zu bleiben. Berg verwies zudem auf die Entscheidung der Bundesregierung, den Ticketpreis bis 2029 nicht zu erhöhen. Daraus ergebe sich für die Länder die Erwartung, dass der Bund dann die zusätzlichen Kosten übernehme.

Im Koalitionsvertrag ist die Fortführung des Deutschlandtickets nach 2025 bereits vorgesehen. Darin wird betont, dass der Nutzeranteil an der Finanzierung ab dem Jahr 2029 schrittweise erhöht werden soll – allerdings sozialverträglich. Zudem ist ein fester Schlüssel zur Kostenaufteilung zwischen Bund und Ländern geplant, um sowohl den Kunden als auch den staatlichen Stellen eine verlässliche Planungsgrundlage zu bieten. Seit seiner Einführung im Mai 2023 ermöglicht das Deutschlandticket bundesweite Fahrten im Nah- und Regionalverkehr. Der aktuelle Preis liegt bei 58 Euro pro Monat.

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