ANZEIGE

Stellantis ruft über 112.000 Fahrzeuge zurück

Behörde meldet Risiken durch Motorfremdkörper bei Jeep-Hybridmodellen

2 Min
Stellantis ruft über 112.000 Fahrzeuge zurück

Stellantis veranlasst eine Rückrufaktion für 112.859 Fahrzeuge in den USA wegen möglicher Schäden im Motorbereich. Die US-Verkehrssicherheitsbehörde NHTSA weist auf die Gefahr eines Motorschadens oder eines Motorraumbrandes hin. Als Ursache nennt die Behörde im Motor befindliche Fremdkörper, ohne nähere technische Details zu nennen. Betroffen sind Plug-in-Hybrid-Modelle der Baureihen Jeep Grand Cherokee 4XE der Jahrgänge 2023 bis 2025 sowie Jeep Wrangler 4XE der Jahrgänge 2024 und 2025.

Die Warnung der NHTSA betrifft vor allem den möglichen Verlust der Antriebsleistung, der das Unfallrisiko erhöht. Zusätzlich wird darauf hingewiesen, dass ein Fahrzeugbrand zu einem erhöhten Verletzungsrisiko führen könne. Ein spezifisches Abhilfekonzept für Besitzer der betroffenen Fahrzeuge wurde zunächst nicht veröffentlicht. Informationen zu zeitlichen Abläufen oder technischen Maßnahmen liegen ebenfalls nicht vor.

Der Konzern hatte zuvor bereits andere Rückrufe im Zusammenhang mit Brandgefahren vorgenommen. Zu Monatsbeginn wurden rund 375.000 Jeep-SUVs in den USA wegen potenzieller Brandrisiken zurückgerufen, verbunden mit der Empfehlung, die Fahrzeuge im Freien zu parken. Im Oktober erfolgte zudem ein Rückruf von mehr als 298.000 Fahrzeugen wegen möglicher Probleme mit der Parksperre, die ein ungewolltes Wegrollen verursachen könnte. Die jüngsten Maßnahmen fügen sich damit in eine Serie von Sicherheitsüberprüfungen ein, die verschiedene Modelle und Baujahre betreffen.

Die aktuelle Rückrufaktion betrifft ausschließlich Plug-in-Hybrid-Varianten, bei denen sowohl elektrische als auch konventionelle Antriebskomponenten verbaut sind. Die Untersuchung möglicher Zusammenhänge zwischen Hybridtechnik und dem gemeldeten Risiko bleibt vorerst offen. Offizielle Angaben dazu, ob der festgestellte Fremdkörper im Motorraum aus dem Fertigungsprozess stammen könnte oder durch äußere Einflüsse eingebracht wurde, wurden nicht gemacht.

Stellantis informiert betroffene Kunden üblicherweise schriftlich über notwendige Schritte und Werkstatttermine. Die Benachrichtigungen sollen in solchen Fällen zeitnah versandt werden, sobald ein Reparaturweg offiziell festgelegt ist. Werkstätten des Hersteller-Netzwerks übernehmen anschließend die technischen Arbeiten, die im Rahmen von Rückrufen in der Regel kostenfrei erfolgen.

Die NHTSA überwacht Rückrufprozesse fortlaufend und veröffentlicht technische Berichte und aktualisierte Hinweise, sobald weitere Erkenntnisse vorliegen. Die Behörde behält zudem die Entwicklung bei anderen Modellen des Konzerns im Blick, nachdem in den vergangenen Monaten mehrere sicherheitsrelevante Maßnahmen veranlasst wurden. Die laufende Analyse wird voraussichtlich zusätzliche Angaben zu Ursache, Umfang und technischen Abhilfen ergeben.

Stellantis USAAutoindustrie

Meistgelesene News

  1. Chevron und Halliburton: Öldeal mit Venezuela treibt Aktienkurse an
  2. Tesla am Scheideweg: Rekordumsatz trifft auf milliardenschwere KI-Ambitionen
  3. Teslas 25-Milliarden-Wette: Vom Autobauer zum KI-Roboter-Konzern
  4. Tesla-Robotaxi-Strategie und BYD-Expansion prägen das globale EV-Duell
  5. Führungswechsel bei Volksbank Brawo und L3Harris erschüttern Märkte

Disclaimer