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Stellantis plant Milliardeninvestitionen in den USA

Produktion soll ausgebaut, Modelle gestärkt und Zölle abgefedert werden

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Stellantis plant Milliardeninvestitionen in den USA

Der internationale Autokonzern Stellantis plant umfangreiche Investitionen in den Vereinigten Staaten. Nach Informationen aus Branchenkreisen soll der Hersteller in den kommenden Jahren rund zehn Milliarden Dollar in den US-Markt stecken. Ziel ist es, die Präsenz des Konzerns dort auszubauen und die Produktion zu stärken. Das Unternehmen mit Marken wie Chrysler, Fiat und Opel reagiert damit auch auf die Belastungen durch US-Zölle, die den Konzern zuletzt erheblich unter Druck gesetzt hatten.

Konzernchef Antonio Filosa, der das Unternehmen seit Juni leitet, bereitet derzeit eine neue Strategie vor. Im Rahmen dieser Neuausrichtung werden alle künftigen Investitionen geprüft. Stellantis erklärte, dieser Prozess laufe aktuell und nähere Details würden erst beim Kapitalmarkttag im kommenden Jahr vorgestellt. Dann will Filosa, der erste Italiener an der Konzernspitze, die überarbeitete Ausrichtung präsentieren.

Stellantis ist an den Börsen in Mailand, Paris und New York notiert und vereint zahlreiche Automarken in Europa und den USA. Neben Chrysler, Fiat und Opel gehören unter anderem Alfa Romeo, Citroën, Dodge, Jeep, Lancia, Maserati und Peugeot zum Portfolio. Das Unternehmen war 2024 mit rückläufigen Verkaufszahlen konfrontiert und versucht nun, die Wettbewerbsfähigkeit zu verbessern.

Dem Bericht zufolge könnten bereits in den kommenden Wochen zusätzliche Investitionen in Höhe von rund fünf Milliarden Dollar angekündigt werden. Diese Summe käme zu einem ähnlich hohen, bereits geplanten Betrag hinzu. Das Kapital soll vor allem in Produktionsstandorte in Bundesstaaten wie Illinois und Michigan fließen. Geplant sind Wiedereröffnungen von Werken, Neueinstellungen von Mitarbeitern sowie die Entwicklung neuer Modelle. Insbesondere die US-Marken Jeep und Dodge sollen von den Maßnahmen profitieren.

Ein weiterer Bestandteil der Strategie ist die Rückkehr von Modellen wie dem Jeep Cherokee. Dessen Einstellung hatte zuvor zu Absatzrückgängen geführt. Filosa will mit einer breiteren Modellpalette und einer gestärkten Produktion die Wende schaffen.

Im Sommer hatte Stellantis vor zusätzlichen Kosten in Höhe von 1,5 Milliarden Euro durch US-Zölle für das laufende Jahr gewarnt. Parallel dazu gibt es politische Signale aus Washington, die die Rahmenbedingungen für Hersteller verändern könnten. Der republikanische Senator Bernie Moreno erklärte, Präsident Donald Trump erwäge spürbare Zoll-Erleichterungen für Autos, die in den USA produziert werden. Unternehmen mit einer Endmontage im Land könnten dadurch weitgehend von den bisherigen Strafzöllen entlastet werden. Für Konzerne wie Stellantis würde dies einen erheblichen finanziellen Spielraum eröffnen.

Stellantis USAInvestitionenAutoindustrie

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