ANZEIGE

Stellantis meldet deutlichen Umsatzrückgang im dritten Quartal

Konzern kämpft mit Produktionslücken, Lagerabbau und schwacher Nachfrage in Europa und den USA

2 Min
Stellantis meldet deutlichen Umsatzrückgang im dritten Quartal

Der Autobauer Stellantis hat im dritten Quartal einen deutlichen Rückgang bei den Umsätzen verzeichnet. Das Unternehmen, zu dem unter anderem die Marken Peugeot, Citroen, Fiat, Chrysler, Jeep, Alfa Romeo und Opel gehören, erzielte in diesem Zeitraum einen Umsatz von 33 Milliarden Euro. Dies entspricht einem Rückgang von 27 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Analysten hatten allerdings mit einem stärkeren Rückgang auf 31,1 Milliarden Euro gerechnet, sodass die tatsächlichen Zahlen etwas über den Erwartungen lagen. Grund für den Rückgang sind unter anderem sinkende Auslieferungszahlen: Im dritten Quartal lieferte Stellantis nur 1,15 Millionen Fahrzeuge aus, was einem Rückgang von rund 20 Prozent entspricht.

Zusätzlich sah sich Stellantis mit Preis- und Währungseffekten konfrontiert, die die Entwicklung weiter belasteten. Der Konzern hat derzeit mit Produktionslücken bei mehreren Modellen zu kämpfen, die aus einer globalen Umstellung des Produktportfolios resultieren. Diese Umstellung ist Teil der strategischen Neuausrichtung des Unternehmens, bringt jedoch temporäre Herausforderungen mit sich. Auch in Nordamerika musste Stellantis eine geplante Bestandsreduzierung umsetzen, um den Lagerbestand auf ein moderateres Niveau zu bringen. In Europa bleibt das Marktumfeld schwierig, was ebenfalls zu den rückläufigen Zahlen beigetragen hat.

Finanzchef Doug Ostermann äußerte sich dennoch positiv über die Fortschritte, die das Unternehmen im operativen Bereich erzielt habe. Besonders in den USA sei es gelungen, die Lagerbestände schneller als erwartet zu reduzieren. Ostermann geht davon aus, dass die Bestände bei den US-Händlern bis Ende November um 100.000 Einheiten abgebaut werden könnten, ein Ziel, das früher als ursprünglich geplant erreicht werden soll. Die Reduzierung der Lagerbestände wird als wichtiger Schritt zur Verbesserung der finanziellen Stabilität und zur Erhöhung der Flexibilität im Vertriebsnetz angesehen.

Trotz der Herausforderungen hält Stellantis an seiner im September gesenkten Prognose für das Jahr fest. Diese sieht eine bereinigte operative Marge von 5,5 bis sieben Prozent vor. Darüber hinaus plant der Konzern, bis zum Jahresende etwa 20 neue Modelle auf den Markt zu bringen, was jedoch während der Einführungsphase zu Verzögerungen bei den Verkaufszahlen führen könnte. Dennoch zeigt sich das Unternehmen zufrieden mit dem aktuellen Auftragseingang und sieht sich auf einem guten Weg, die angestrebten Ziele zu erreichen.

AutoindustrieStellantis FinanzenGewinneinbruch

Meistgelesene News

  1. Chevron und Halliburton: Öldeal mit Venezuela treibt Aktienkurse an
  2. Tesla am Scheideweg: Rekordumsatz trifft auf milliardenschwere KI-Ambitionen
  3. Teslas 25-Milliarden-Wette: Vom Autobauer zum KI-Roboter-Konzern
  4. Tesla-Robotaxi-Strategie und BYD-Expansion prägen das globale EV-Duell
  5. Führungswechsel bei Volksbank Brawo und L3Harris erschüttern Märkte

Disclaimer