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Stellantis investiert in China

Leapmotor-Deal soll Türen in Europa und Asien öffnen

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Stellantis investiert in China

Mit einem strategischen Schachzug strebt der Autogigant Stellantis nach größerer Präsenz auf dem wachsenden chinesischen Elektroautomarkt. Durch eine milliardenschwere Investition von rund 1,5 Milliarden Euro erwarb der Konzern kürzlich mehr als 20 Prozent des chinesischen E-Autoherstellers Leapmotor. Diese Beteiligung ist nicht nur ein Ausdruck des Vertrauens in den chinesischen Markt, sondern auch ein Zeichen für den Drang von Stellantis, sich global stärker in der Elektromobilität zu positionieren.

Stellantis, zu dessen Portfolio auch die bekannte Marke Opel gehört, und Leapmotor haben ambitionierte Pläne verkündet: Sie beabsichtigen, ein Joint Venture zu gründen, das sich auf die Produktion und den Vertrieb von Autos außerhalb Chinas konzentriert. Dieses Unternehmen wird mehrheitlich von Stellantis kontrolliert werden. Das übergeordnete Ziel? Die Reichweite von Leapmotor auf dem intensiv umkämpften chinesischen Elektroautomarkt zu steigern und darüber hinaus global zu expandieren.

Trotz der beeindruckenden Entwicklungen und Zukunftspläne von Stellantis hat der Autokonzern in der Vergangenheit Schwierigkeiten gehabt, auf dem chinesischen Markt Fuß zu fassen. Im Vergleich zu Rivalen wie Volkswagen, der allein in China beeindruckende 1,45 Millionen Fahrzeuge ausgeliefert hat, verkaufte Stellantis in der Region Asien-Pazifik lediglich rund 90.000 Autos. Doch der Konzern ist optimistisch, dass der Einstieg bei Leapmotor die Wende bringen könnte, da die chinesische Marke bereits als viertgrößter E-Auto-Hersteller in China gilt.

Carlos Tavares, der CEO von Stellantis, betonte die strategische Bedeutung des chinesischen Marktes und sagte, dass der Konzern nicht darauf verzichten könne, in der größten Automobilregion der Welt vertreten zu sein. Darüber hinaus erwartet Tavares, dass innerhalb der nächsten zwei Jahre Modelle von Leapmotor auch in Europa erhältlich sein werden. Er betonte, dass es angesichts der wachsenden chinesischen Dominanz im Bereich Elektromobilität für Stellantis sinnvoll sei, eine eigene chinesische Marke zu besitzen.

Das Abkommen hat aber noch einen weiteren Vorteil: Stellantis möchte von den Kosteneffizienzen der Elektroauto-Produktion in China profitieren. Laut Tavares stellt die Bezahlbarkeit der Elektromobilität im Westen eine Herausforderung dar, die durch Partnerschaften wie diese möglicherweise gelöst werden könnte.

Zhu Jiangming, Gründer von Leapmotor, brachte seine Begeisterung für die Zusammenarbeit zum Ausdruck und betonte die kulturelle Kompatibilität beider Unternehmen. Für Leapmotor ist Stellantis der ideale Partner, um den globalen Markt zu erobern.

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