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Steigende Kosten belasten Kfz-Versicherungen massiv

Reparaturpreise und Mangel an Ersatzteilen treiben Prämien in die Höhe

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Steigende Kosten belasten Kfz-Versicherungen massiv

Die Prämien für Kfz-Versicherungen steigen in diesem Jahr erneut an, was insbesondere bei den Kunden zu Unmut führt. Im Mittelpunkt der Diskussion steht der Versicherer Huk-Coburg, der sich gegen den Vorwurf der willkürlichen Preiserhöhungen verteidigt. Jörg Rheinländer, Vorstand der Huk-Coburg, präsentierte dazu Zahlen, die jedoch nicht aus dem eigenen Unternehmen stammen. Er verwies stattdessen auf die steigenden Reparaturkosten und hofft, damit das Verständnis der Kunden zu gewinnen.

Berechnungen zufolge sind die Prämien innerhalb eines Jahres um rund 20 Prozent gestiegen. Zusätzlich hat der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (Gdv) die Typklassen für Fahrzeuge angepasst, was die Versicherungskosten für etwa 7,1 Millionen Fahrzeughalter weiter erhöht. Der Gdv und mehrere Versicherer gehen davon aus, dass die durchschnittlichen Preissteigerungen in diesem Jahr bei rund acht Prozent liegen werden.

Rheinländer argumentierte, dass vor allem die stark gestiegenen Reparaturkosten ein wesentlicher Faktor für die Erhöhung der Kfz-Versicherungsprämien seien. So hätten sich die Ersatzteilpreise und der Verbraucherindex für Kfz-Reparaturen innerhalb der letzten zehn Jahre um fast 43 Prozentpunkte auseinanderentwickelt. Laut Rheinländer seien die Automobilhersteller, die die Preise für Ersatzteile festlegen, der Hauptgrund für diese Entwicklung.

Auch die Kosten für Unfallreparaturen haben zugenommen. Die Stundenverrechnungssätze der Werkstätten seien 2023 um sieben Prozent und 2024 um zehn Prozent gestiegen, was die Preissteigerungen weiter anheizt. Rheinländer nannte zudem den Mangel an Ersatzteilen als weiteren Faktor, der zu längeren Reparaturzeiten und höheren Kosten für Mietwagen führt. Allein im vergangenen Jahr entstanden so Mietwagenkosten in Höhe von 45,2 Millionen Euro.

Die Autoversicherer verzeichnen in diesem Bereich erhebliche Verluste. Im vergangenen Geschäftsjahr betrug das Minus mehr als drei Milliarden Euro, und in diesem Jahr könnten die Verluste bis zu zwei Milliarden Euro betragen. Ein Grund dafür ist der harte Preiswettbewerb, dem sich die Huk-Coburg ebenfalls stellen muss. Ihr wird häufig vorgeworfen, zu niedrige Preise anzusetzen, was dazu führt, dass sie für jeden verdienten Euro mehr ausgeben muss als die Konkurrenz.

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