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Steigende Feuerwerksimporte trotz Umweltbedenken

Höchste Belastung durch Feinstaub und Müll in der Silvesternacht

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Steigende Feuerwerksimporte trotz Umweltbedenken

Die Importe von Feuerwerkskörpern nach Deutschland sind in den ersten drei Quartalen des Jahres 2024 erneut gestiegen. Laut dem Statistischen Bundesamt wurden von Januar bis September 25.900 Tonnen dieser Waren eingeführt. Dies entspricht einer Steigerung um 6,8 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum, in dem 24.300 Tonnen importiert wurden. Im Vergleich zu den ersten drei Quartalen des Jahres 2022 hatten die Importe im Vorjahr bereits um 281,1 Prozent zugenommen. Trotz des aktuellen Anstiegs bleibt das Importniveau unter dem des Vor-Corona-Jahres 2019, als in den ersten drei Quartalen 29.800 Tonnen Feuerwerkskörper eingeführt wurden.

Die Jahre der Corona-Pandemie waren geprägt von Verkaufsverboten für Feuerwerkskörper, was zu einem erheblichen Rückgang der Einfuhren führte. Mittlerweile steigt die Nachfrage jedoch wieder, trotz anhaltender Debatten über mögliche Einschränkungen für privates Feuerwerk. Kritiker verweisen auf Sicherheits- und Umweltschutzaspekte, die mit der Verwendung von Feuerwerkskörpern verbunden sind. Das Umweltbundesamt gibt an, dass jährlich etwa 2.050 Tonnen Feinstaub durch Feuerwerke freigesetzt werden, was einem Prozent der gesamten Feinstaubemissionen in Deutschland entspricht. Insbesondere in der Silvesternacht erreichen die Feinstaubwerte vielerorts Spitzenwerte, die an keinem anderen Tag des Jahres vergleichbar sind.

Neben der Feinstaubbelastung werden auch andere ökologische und soziale Probleme angeführt. Dazu zählen die Entstehung großer Mengen Plastik- und Restmüll, die Störung und Gefährdung von Wildtieren sowie die Belastung von Haustieren durch die lauten Explosionen. Trotz dieser Kritik bleibt die Nachfrage nach Feuerwerkskörpern hoch, wobei der Großteil der eingeführten Ware aus China stammt. Im Zeitraum von Januar bis September 2024 stammten 99 Prozent der importierten Feuerwerkskörper aus diesem Land, was einem langfristigen Trend entspricht. In den vergangenen zwei Jahrzehnten machte China stets mehr als 90 Prozent der Feuerwerksimporte nach Deutschland aus.

Demgegenüber stehen vergleichsweise geringe Exporte von Feuerwerkskörpern aus Deutschland. Im gleichen Zeitraum wurden lediglich 1.000 Tonnen ausgeführt, was einem Rückgang um mehr als 82 Prozent im Vergleich zu den 5.800 Tonnen des Vorjahres entspricht. Vor der Pandemie, im Jahr 2019, lagen die Exporte mit knapp 2.000 Tonnen ebenfalls deutlich höher. Diese Entwicklung zeigt, dass Deutschland weit stärker als Importland von Feuerwerkskörpern auftritt, während die Exportzahlen in den letzten Jahren stark zurückgegangen sind.

Handel & KonsumDeutschlandFeuerwerkImportChina

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