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Starke US-Daten treiben DAX ins Plus

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Starke US-Daten treiben DAX ins Plus

Ein robuster US-Arbeitsmarkt hat dem deutschen Leitindex DAX am Donnerstag spürbar Auftrieb verliehen. Nachdem der Index zur Mittagszeit noch um die Gewinnschwelle pendelte, sorgten positive Daten aus den Vereinigten Staaten für Rückenwind. Die US-Wirtschaft hatte im Juni mehr neue Stellen geschaffen als erwartet. Daraufhin legte der DAX um 0,6 Prozent zu und schloss bei 23.934 Punkten. Bereits am Vortag hatte sich der Index nach zwei Verlusttagen um 0,5 Prozent erholt.

Technisch betrachtet sehen Marktbeobachter derzeit eine stabile, aber begrenzte Aufwärtsperspektive. Der Bereich zwischen 23.000 und 23.300 Punkten gilt als Nachkaufzone, während ein Ausbruch über 24.000 Punkte laut Experten nur bei Fortschritten im Handelskonflikt zwischen den USA und der EU gelingen dürfte. In Washington laufen weiterhin Gespräche über eine mögliche Beilegung des Zollstreits. US-Präsident Donald Trump droht ab dem 9. Juli mit neuen Strafzöllen von 50 Prozent, sollte es keine Einigung geben.

Die Aussicht auf eine Lösung in dem Konflikt wird an den Märkten genau beobachtet. Ein Deal könnte laut Analysten die Kurse beflügeln. Sollten die Fronten hingegen verhärtet bleiben, rechnen Marktteilnehmer mit weiteren Belastungen für die Aktienmärkte. Auch eine nachhaltige Bewegung des DAX über die 24.000-Punkte-Marke wird davon abhängig gemacht.

In den USA erreichten die Aktienindizes S&P 500 und Nasdaq 100 nach Veröffentlichung des Arbeitsmarktberichts neue Rekordstände. Der S&P 500 stieg um 0,9 Prozent auf 6.282 Punkte, der Nasdaq 100 legte ebenfalls um 0,9 Prozent auf 22.842 Punkte zu. Die US-Wirtschaft schuf im Juni 147.000 neue Stellen, deutlich mehr als erwartet. Die Arbeitslosenquote sank auf 4,1 Prozent, während die Löhne nur moderat um 0,2 Prozent anstiegen.

Der starke Arbeitsmarktbericht ließ Zinssenkungserwartungen für Juli sinken. An den Terminmärkten fiel die Wahrscheinlichkeit für eine Lockerung im September von 98 auf rund 80 Prozent. Der Euro geriet gegenüber dem Dollar unter Druck, während US-Staatsanleihen verkauft wurden. Deren Rendite stieg zunächst deutlich, fiel im Tagesverlauf jedoch wieder leicht zurück.

Daneben bleibt der „One Big Beautiful Bill Act“ ein zentrales Thema. Im US-Kongress verzögert eine Marathonrede des demokratischen Minderheitsführers Hakeem Jeffries die Abstimmung über das Steuer- und Ausgabengesetz. Präsident Trump plant, das Gesetz bis Freitag zu unterzeichnen. Es gilt als Schlüsselvorhaben seiner Wirtschaftspolitik.

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