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Staatshilfen für Lilium verzögern sich weiter

Politische Bedenken und finanzielle Engpässe bedrohen die Zukunft des Flugtaxi-Start-ups

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Staatshilfen für Lilium verzögern sich weiter

Das Münchener Flugtaxi-Start-up Lilium steht vor einer schwierigen Situation. Nachdem es zunächst Wochen gedauert hatte, bis das Unternehmen eine Zusage für Staatshilfen von Bayern erhielt, sieht sich das Unternehmen nun erneut einer Blockade gegenüber. Dieses Mal geht es um die Freigabe von Finanzmitteln auf Bundesebene. Bundesverkehrsminister Volker Wissing setzt sich für eine schnelle Entscheidung ein, auch Bundeskanzler Olaf Scholz soll Lilium seine Unterstützung zugesichert haben. Doch im Haushaltsausschuss gibt es weiterhin Bedenken. Es geht um Bürgschaften von jeweils 50 Millionen Euro, die sowohl der Bund als auch das Land Bayern bereitstellen müssten.

Das Wirtschaftsministerium unterstützt den Plan, einen durch staatliche Bürgschaften abgesicherten Kredit über die KfW an Lilium zu vergeben. Dies solle dazu beitragen, Deutschlands Technologieführerschaft in einem zukunftsweisenden Bereich zu sichern. Während die Bundesregierung noch über die Hilfen berät, bleibt die Lage für Lilium angespannt. Innerhalb des Unternehmens wächst die Nervosität, da der Ausgang dieser Verhandlungen entscheidend für die Zukunft des Unternehmens sein könnte.

In einer Mitteilung an die US-Börsenaufsicht SEC vom 30. September 2024 betonte Lilium, dass dringend eine Finanzierung benötigt werde, um den Betrieb aufrechterhalten zu können. Zwar haben Investoren zusätzliche 32 Millionen Euro zugesagt, einige von ihnen knüpfen ihre Zusagen jedoch an eine positive Entscheidung der Politik. Sollte diese ausbleiben, müssten Sparmaßnahmen ergriffen und möglicherweise auch Schritte im Rahmen des Insolvenzrechts in Erwägung gezogen werden.

Die Bedenken in der Politik resultieren unter anderem aus der angespannten Haushaltslage und der Tatsache, dass Lilium bisher noch keine gewerbliche Zulassung für seine Fluggeräte erhalten hat. Zudem hat das Unternehmen im ersten Halbjahr 2024 bereits 190 Millionen Euro an Kapital verbraucht, während ihm Ende Juni nur noch 109 Millionen Euro zur Verfügung standen. Dies verstärkt die Zweifel einiger Parlamentarier, die die Mittel lieber in den Personen- und Güterverkehr auf der Schiene investieren würden.

Lilium arbeitet seit Jahren an der Entwicklung eines elektrischen Senkrechtstarters, dessen bemannter Erstflug Anfang 2025 geplant ist. Die ersten Fluggeräte werden jedoch voraussichtlich nur wohlhabenden Kunden zur Verfügung stehen. Dieser Umstand trägt ebenfalls zu der kritischen Haltung einiger politischer Entscheidungsträger bei. Gleichzeitig gilt der elektrische Antrieb auf Kurzstrecken als potenziell zukunftsweisend, und Lilium könnte langfristig eine wichtige Rolle in der klimaneutralen Luftfahrt spielen.

Lilium LuftverkehrLufttaxiFinanzen

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