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Staatliche E-Auto-Prämie: 100.000 Fahrzeuge gefördert, Saarland an der Spitze

Bis September rund 100.000 geförderte Fahrzeuge: Die Neuauflage der E-Auto-Prämie zeigt Wirkung — besonders im Saarland.

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Staatliche E-Auto-Prämie: 100.000 Fahrzeuge gefördert, Saarland an der Spitze

Die Neuauflage der staatlichen E-Auto-Prämie durch die Bundesregierung zeigt nach den ersten Monaten deutliche Wirkung. Bis September wurden rund 100.000 Fahrzeuge mit der Förderung gekauft. Der Zuschuss für den Neukauf eines Elektroautos beträgt bis zu 6.000 Euro.

Die erste Auswertung stammt vom Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA). Sie zeigt, dass die Prämie in Regionen mit schwacher Wirtschaftskraft besonders gut ankommt. An der Spitze der bewilligten Förderanträge je Einwohner liegt das Saarland.

Saarland führt bei Förderanträgen

Auf eine Million Einwohner kommen im Saarland 340 bewilligte Förderanträge. Bayern folgt mit 290 Anträgen je Million Einwohner, Thüringen liegt mit 190 Anträgen deutlich darunter. Die Unterschiede deuten darauf hin, dass die Förderung vor allem dort greift, wo Haushalte stärker auf den Preis achten.

Wer die volle Prämie erhalten will, muss allerdings bestimmte Bedingungen erfüllen. Der Höchstsatz von 6.000 Euro wird nur gewährt, wenn das zu versteuernde Einkommen bei höchstens 45.000 Euro liegt und zusätzlich zwei minderjährige Kinder in der Familie leben. Für Haushalte mit höherem Einkommen oder ohne Kinder fällt die Förderung entsprechend geringer aus. Die Bundesregierung will mit dieser Staffelung gezielt einkommensschwächere Haushalte und Rentner ansprechen.

Kritik an Asien-Herstellern bestätigt sich bislang nicht

Im Vorfeld gab es die Sorge, dass vor allem Hersteller aus Asien von der Prämie profitieren. Diese Kritik bestätigt sich bislang nicht. Chinesische Anbieter sind ohnehin am Markt präsent — nicht nur wegen der staatlichen Förderung. Bei den Verkäufen bleibt ein deutscher Hersteller klar vorn.

"Platz eins, unangefochten, ist der VW-Konzern", sagt Niklas Burmester. Der Effekt der Prämie habe ihn überrascht: "Den Effekt habe ich nicht erwartet, auch wenn nicht ganz klar ist, wie stark der Einfluss auf die Kaufentscheidung ist."

Spritpreise treiben das Umdenken

Ein wichtiger Grund für die steigende Nachfrage sind die hohen Benzin- und Dieselpreise. Kunden rechnen zunehmend nach — und entscheiden sich häufiger für ein Elektroauto. Werner Tormann hat seinen Wagen im Juni bestellt und nennt die Gründe: "Es ist bei dem heutigen Spritpreis eine Mordsersparnis. Und beim E-Auto kriegst du ja auch eine Prämie."

Dass die Nachfrage auch abseits der Förderung wächst, zeigt ein Blick auf den Gebrauchtwagenmarkt. Dort steigt das Interesse an Elektroautos ebenfalls — obwohl für gebrauchte Fahrzeuge keine Prämie gezahlt wird. Käufer überzeugen vor allem Fahrkomfort und Reichweite von rund 400 Kilometern.

Für Privatanleger und Verbraucher lohnt sich ein genauer Blick auf die Bedingungen der Förderung. Entscheidend sind das zu versteuernde Einkommen und die Zahl der minderjährigen Kinder im Haushalt. Wer den Höchstsatz nicht erreicht, sollte die Gesamtkosten über die geplante Haltedauer rechnen — inklusive Stromkosten, Wartung und möglicher Reparaturen.

Auch der Handel und die Werkstätten bereiten sich auf den Wandel vor. Händler sollen sich stärker mit Elektroautos befassen. In der Ausbildung gehört die Reparatur von Elektroantrieben inzwischen zum Lernstoff für Auszubildende. Damit wächst der Druck auf Betriebe, sich technisch und personell neu aufzustellen.

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