Springer Nature plant Börsengang bis Ende 2024
Der Verlag strebt Kapitalerhöhung und Verkauf von BC Partners-Aktien an

Der Wissenschaftsverlag Springer Nature plant, noch in diesem Jahr an die Frankfurter Börse zu gehen. Das Unternehmen teilte mit, dass der Börsengang abhängig von den Marktbedingungen voraussichtlich bis Ende 2024 abgeschlossen sein könnte. Im Rahmen dieses Börsengangs sollen Aktien im Wert von 200 Millionen Euro durch eine Kapitalerhöhung ausgegeben werden. Darüber hinaus wird ein Teil der bestehenden Aktien aus dem Bestand von BC Partners zum Verkauf angeboten. Der Mehrheitseigner, die Verlagsgruppe Georg von Holtzbrinck, hat hingegen erklärt, dass sie keine ihrer Anteile veräußern wird.
Der geplante Börsengang zielt darauf ab, einen ausreichend großen Streubesitz zu schaffen, um die Liquidität der Springer-Nature-Aktien am Markt sicherzustellen. Springer Nature wurde 1842 in Berlin gegründet und hat sich im Laufe der Jahre zu einem der führenden Wissenschaftsverlage entwickelt. Jährlich werden etwa 13.000 Fachbücher und rund 3.000 Fachzeitschriften veröffentlicht, darunter renommierte Titel wie „Nature“ und „Scientific American“. Der Verlag entstand im Jahr 2015 aus der Fusion von Springer Science mit der Holtzbrinck-Tochter Macmillan Science & Education.
Die Verlagsgruppe Georg von Holtzbrinck hält derzeit 53 Prozent der Anteile an Springer Nature, während der Finanzinvestor BC Partners, der 2013 bei Springer Science eingestiegen war, den restlichen Anteil besitzt. Trotz der Mehrheitsbeteiligung von Holtzbrinck sind beide Parteien gleichberechtigt in unternehmerischen Entscheidungen. Das deutet darauf hin, dass BC Partners auch nach dem Börsengang weiterhin eine bedeutende Rolle im Unternehmen spielen wird.
Für das laufende Geschäftsjahr wird den Aktionären eine Dividende von 25 Millionen Euro in Aussicht gestellt. Künftig ist geplant, etwa die Hälfte des bereinigten Jahresüberschusses als Dividende auszuschütten. Springer Nature erzielte im vergangenen Jahr einen Umsatz von 1,85 Milliarden Euro und ein bereinigtes Betriebsergebnis von 511 Millionen Euro. Diese Zahlen spiegeln die starke Position des Unternehmens im Wissenschaftsverlagswesen wider und unterstreichen das Potenzial für Investoren im Zuge des geplanten Börsengangs.
