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Sparkassen prüfen Einstieg in den Kryptohandel

Wachsende Nachfrage und neue EU-Regeln könnten Entscheidung beeinflussen

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Sparkassen prüfen Einstieg in den Kryptohandel

Die Sparkassen in Deutschland prüfen erneut, ob sie ihren Kunden den Handel mit Kryptowährungen wie Bitcoin ermöglichen. Der Gesamtvorstand des Deutschen Sparkassen- und Giroverbands (DSGV) wird diese Woche darüber entscheiden. Bislang war die Haltung der Sparkassen zurückhaltend, doch wachsendes Interesse an digitalen Währungen könnte zu einem Umdenken führen.

Kryptowährungen, darunter der Bitcoin, haben in den letzten Monaten an Popularität gewonnen. Der Bitcoin verzeichnete seit Jahresbeginn eine Kursverdopplung und notierte zuletzt bei knapp 97.000 US-Dollar. Diese Entwicklung wird unter anderem durch Erwartungen an eine kryptofreundlichere Regulierung in den USA gestützt. Während die Sparkassen 2021 ihre Kundeninvestitionen bei Kryptoanbietern auf netto zwei Milliarden Euro schätzten, wurden damals Angebote aus Sorge um unkalkulierbare Risiken abgelehnt.

Ein weiterer Grund für die erneute Prüfung ist die zunehmende Regulierung der Kryptomärkte in der Europäischen Union. Die Richtlinie Mica („Markets in Crypto Assets“) ist teilweise bereits in Kraft und soll bis 2025 vollständig umgesetzt sein. Sie zielt unter anderem darauf ab, Verbraucherrechte zu stärken und den Kryptomarkt transparenter zu machen. Die verbesserten Rahmenbedingungen könnten Sparkassen dazu ermutigen, neue Angebote zu entwickeln.

Andere deutsche Banken sind in diesem Bereich bereits aktiv. Volks- und Raiffeisenbanken arbeiten daran, ihren Privatkunden den Handel mit Kryptowährungen anzubieten. Ihr Spitzeninstitut, die DZ Bank, kooperiert dabei mit der Börse Stuttgart, die seit 2019 einen Handel für Privatkunden ermöglicht. Auch die Commerzbank hat sich in diesem Bereich positioniert: Sie erhielt 2023 eine Kryptoverwahrlizenz und startete im Herbst 2024 mit einem entsprechenden Angebot.

Für die Sparkassen steht zunächst die Frage im Raum, ob und wie ein eigenes Angebot konzeptionell gestaltet werden kann. Eine Entscheidung über die konkrete Umsetzung soll erst im nächsten Jahr fallen. Insidern zufolge wäre ein solches Angebot eine Möglichkeit, Kunden langfristig an die Sparkassen zu binden und von der wachsenden Beliebtheit des Kryptomarktes zu profitieren.

BankensektorSparkasseKryptowährungenBitcoin

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