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Sparkassen führen neue Girocards ein

Die Zukunft des bargeldlosen Bezahlens: Onlinefunktion und Co-Badge auf Girocards

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Sparkassen führen neue Girocards ein

Die Sparkassen in Deutschland haben im Jahr 2023 erfolgreich den geplanten Tausch ihrer Girocards vorangetrieben. Nach Angaben ihres Lobbyverbands DSGV wurden bis zum Jahresende rund zwölf Millionen Girocards mit einer neuen Onlinezusatzfunktion ausgestattet. Insgesamt haben die 350 Sparkassen etwa 46 Millionen Girocards im Umlauf, die früher unter dem Namen "EC-Karte" bekannt waren. Bis Ende 2024 wird erwartet, dass die Hälfte dieser Girocards entweder eine Mastercard- oder Visa-Zusatzfunktion haben wird, so die Ankündigung des DSGV.

Der Hintergrund dieser Maßnahme liegt darin, dass die Sparkassen, ebenso wie die Volksbanken, schrittweise alternative Zusatzfunktionen für ihre Girocards einführen. Ursprünglich wurde geschätzt, dass bis Ende 2023 bereits 15 Millionen Karten ausgetauscht sein könnten. Dieser Tausch ist notwendig geworden, da der US-Zahlungskonzern Mastercard die Maestro-Funktion, die für Auslandszahlungen an der Ladenkasse verwendet wird, einstellen wird. Banken hatten daher nur bis Juli des vergangenen Jahres die Möglichkeit, neue Karten mit Maestro-Funktion auszugeben.

Die Laufzeit der Girocards beträgt in der Regel vier Jahre, und es gibt etwa 100 Millionen Girocards im Umlauf in Deutschland. Die Abschaffung der Maestro-Funktion wurde von Mastercard mit dem Wachstum des E-Commerce begründet, da Maestro nicht für Onlinezahlungen geeignet ist.

Als Alternative für Auslandszahlungen haben Sparkassen und Volksbanken begonnen, Mastercard und Visa als Zusatzfunktion auf den Girocards zu nutzen. Diese neuen "Co-Badges" ermöglichen nicht nur das Bezahlen im Ausland, sondern auch Onlinezahlungen, ähnlich wie bei einer Kreditkarte. Die Girocards bleiben jedoch Debitkarten, und alle Zahlungen werden direkt vom Konto des Inhabers abgebucht.

Die meisten Sparkassen haben sich für die Girocard mit Mastercard entschieden, während einige auf Visa setzen. Visa hat bisher kein Enddatum für die Ausgabe neuer Girocards mit V-Pay als Co-Badge bekannt gegeben. Die Volks- und Raiffeisenbanken haben bereits etwa ein Viertel ihrer 26 Millionen Girocards mit dem neuen Co-Badge ausgestattet, wobei Mastercard bisher die überwiegende Wahl ist.

Kunden von Genossenschaftsbanken müssen möglicherweise ihre Zustimmung zur Ausgabe der neuen Girocards geben, insbesondere wenn Gebühren erhöht werden sollen, empfiehlt ihr Branchenverband BVR.

Im Gegensatz zu den Sparkassen und Volksbanken setzen die großen privaten Banken vorerst weiterhin auf die Maestro-Funktion für Auslandszahlungen. Mastercard hat jedoch Übergangsfristen eingeräumt, um technische Herausforderungen zu bewältigen. Einige Banken wie die Commerzbank werden ihren Neukunden vorerst weiterhin Girocards mit Maestro-Funktion ausgeben, während die Deutsche Bank und die Hypovereinsbank noch keine konkreten Pläne für den Austausch ihrer Karten bekannt gegeben haben.

BankensektorSparkasseGirocard

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