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SpaceX nach dem Rekord-IPO: Aus 10.000 Dollar wurden 9.137 Dollar

Das größte IPO der Geschichte: Wer bei SpaceX zum Start 10.000 Dollar investierte, hat heute einen leichten Verlust.

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SpaceX nach dem Rekord-IPO: Aus 10.000 Dollar wurden 9.137 Dollar

Der Börsengang von Space Exploration Technologies (Nasdaq: SPCX) hat einen Rekord am Kapitalmarkt aufgestellt: Es war das größte Initial Public Offering (IPO) in der Geschichte. Im Juni nahm das Unternehmen nahezu 86 Milliarden Dollar ein. Die Marktkapitalisierung zum Eröffnungskurs lag bei über 2 Billionen Dollar, die Aktien wurden zu 150 Dollar gehandelt.

Für Anleger, die zum Start des Börsengangs eingestiegen sind, fällt die Bilanz bislang ernüchternd aus. Wer 10.000 Dollar investierte, als die Aktie an die öffentlichen Märkte kam, verfügt heute über 9.137 Dollar. Die Aktie ist seit dem IPO-Eröffnungskurs um 9% gefallen — Stand ist der 29. September. Ein Investment in das führende Raumfahrtunternehmen hat sich damit in der kurzen Handelshistorie noch nicht ausgezahlt.

Der Weg dorthin war alles andere als geradlinig. Die Kursentwicklung war hochgradig volatil. Zum Tiefststand am 5. August lag die Aktie um 33% unter dem Eröffnungsniveau. Seitdem ist sie um 37% gestiegen. Für Anleger bedeutet das: Wer kurz nach dem IPO eingestiegen ist und im August verkauft hat, hätte deutliche Verluste realisiert.

Spektakuläres Umsatzwachstum bei anhaltenden Verlusten

Operativ liefert SpaceX dagegen starke Zahlen. Das Umsatzwachstum war spektakulär und belief sich im zweiten Quartal (Ende 30. Juni) auf 92% im Jahresvergleich. Getrieben wurde dies durch einen Anstieg der Connectivity-Umsätze um 66%. Besonders dynamisch entwickelte sich der Bereich künstliche Intelligenz mit einem Aufschwung um 274%, der durch neue Cloud-Dienstleistungsvereinbarungen unterstützt wurde.

Das Unternehmen bleibt jedoch unrentabel. Immerhin schrumpfte der operative Verlust im zweiten Quartal erheblich. Ein signifikanter Cash-Burn ist ein weiterer wichtiger Aspekt der Finanzlage. Die Kapitalausgaben von SpaceX kletterten im zweiten Quartal im Jahresvergleich um 550% auf 18,4 Milliarden Dollar, da das Unternehmen kräftig in die KI-Infrastruktur investiert. Diese Investitionen binden erhebliches Kapital und erklären einen Teil der angespannten Ertragslage.

Bewertung: Ein Kurs-Umsatz-Verhältnis von 95

Trotz der spannenden Wachstumsstory mahnen die Autoren von The Motley Fool zur Vorsicht. Niemand bestreite, dass es sich hier um ein äußerst spannendes Unternehmen handle. Anleger sollten jedoch möglicherweise zweimal nachdenken, bevor sie jetzt Aktien kaufen. Der Grund liegt in der Bewertung: Die Aktie wird zu einem Kurs-Umsatz-Verhältnis von 95 gehandelt.

Das Kurs-Umsatz-Verhältnis (KUV) setzt den Börsenwert ins Verhältnis zum Jahresumsatz. Ein Wert von 95 bedeutet, dass Anleger für jeden Dollar Umsatz 95 Dollar zahlen — ein Niveau, das bereits sehr hohe Wachstumserwartungen einpreist. Für deutsche Privatanleger, die über Broker direkt an der NASDAQ investieren können, ist das ein wichtiger Hinweis: Die Fantasie rund um Raumfahrt und KI ist in der Bewertung längst enthalten.

Zusammengefasst zeigt der Fall SpaceX beide Seiten einer Wachstumsgeschichte. Auf der einen Seite steht ein Unternehmen mit rasantem Umsatzwachstum in Zukunftsbereichen wie Konnektivität und künstlicher Intelligenz. Auf der anderen Seite stehen anhaltende Verluste, ein hoher Cash-Verbrauch und eine ambitionierte Bewertung. Ob sich diese Rechnung für Anleger langfristig auszahlt, hängt davon ab, ob das Wachstum mit dem eingepreisten Optimismus Schritt halten kann.

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