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SpaceX-Aktie: Morgan Stanley sieht 73% Kurspotenzial bis 300 Dollar

Analyst Adam Jonas von Morgan Stanley hebt das Kursziel auf 300 Dollar und sieht SpaceX wachstumsbereinigt günstiger bewertet als Amazon, Alphabet und Meta.

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SpaceX-Aktie: Morgan Stanley sieht 73% Kurspotenzial bis 300 Dollar

Die SpaceX-Aktie (Ticker SPCX) hat nach einem Tief von 104,83 Dollar pro Aktie kräftig aufgeholt und notiert zum Zeitpunkt der Berichterstattung bei rund 173 Dollar – deutlich über dem Emissionskurs von 150 Dollar. Auslöser der jüngsten Rally war eine bullische Einschätzung aus dem Hause Morgan Stanley (MS). Analyst Adam Jonas sieht ein Kursziel von 300 Dollar und bestätigte sein Rating "Overweight".

Vom aktuellen Niveau aus ergäbe ein Kurs von 300 Dollar ein Aufwärtspotenzial von rund 73 Prozent. Auf den ersten Blick wirkt die Bewertung alles andere als günstig: Das Kurs-Umsatz-Verhältnis (Price-to-Sales) liegt bei 68,5, und die Aktie wird mit dem 200-fachen der erwarteten Gewinne gehandelt.

Wachstumsbereinigt günstiger als die Tech-Giganten

Diese Kennzahlen berücksichtigen jedoch nicht das erwartete Wachstum. Rechnet man dieses ein, erscheinen die SpaceX-Aktien laut Jonas günstig – sogar attraktiver bewertet als andere Trillionen-Dollar-Unternehmen wie Amazon, Alphabet und Meta Platforms. Genau dieses Argument war ein zentraler Bestandteil seiner Analyse und einer der Auslöser dafür, dass die SpaceX-Aktien zu Beginn der Woche sprunghaft stiegen.

Das Geschäftsmodell von SpaceX ist ein Konglomerat aus drei großen Branchen: Weltraumstarts, satellitengestützte Konnektivität und künstliche Intelligenz. Das Unternehmen gilt als dominierende Kraft bei Raketenstarts und Konnektivität und will im KI-Bereich bedeutende Innovationen vorantreiben. Wie Jonas betonte, sollten Anleger diese Bereiche nicht als einzelne Geschäftsfelder betrachten, sondern als Teile eines ganzheitlich vernetzten Geschäfts.

Fortschritte bei Starship und starke Quartalszahlen

SpaceX war Pionier bei wiederverwendbaren Raketen, was die Startkosten senkte und lukrative Verträge mit verschiedenen Kunden ermöglichte – darunter mehrere US-Regierungsbehörden. Zu den langfristigen Plänen gehören weitere Senkungen der Weltraumstartkosten durch die nächste Generation der Rakete Starship, der Wettbewerb mit den führenden Unternehmen im Telekommunikationsmarkt sowie das Einbringen von KI-Satelliten in den Orbit.

Seit dem Börsengang hat SpaceX erhebliche Fortschritte erzielt. So brachte das Unternehmen Starship in einer Testflugmission erstmals erfolgreich in den Orbit. Zudem unterzeichnete es Verträge zur Bereitstellung von KI-Rechenkapazität, darunter einen im Wert von 1,11 Milliarden Dollar pro Monat.

Auch der jüngste Quartalsbericht fiel stark aus: Der Umsatz stieg im Jahresvergleich um 92 Prozent auf 7,8 Milliarden Dollar. Die Nettoverschuldung des Unternehmens lag bei 541 Millionen Dollar – deutlich besser als der im Vorjahreszeitraum gemeldete Nettoverlust von 1 Milliarde Dollar. Dies sind allesamt Anzeichen für ein sich verbesserndes Geschäft.

Risiken: Regulierung, Starship und KI-Monetarisierung

Dennoch gibt es erhebliche Risiken. Jonas selbst hat einige identifiziert, darunter regulatorische Verzögerungen, langsamer als erwartet fortschreitende Entwicklungen bei Starship und stockende Monetarisierungsmöglichkeiten im KI-Bereich. Die vernetzte Natur des SpaceX-Geschäfts ist zwar eine große Stärke – sie funktioniert aber nur solange, wie das Unternehmen Fortschritte macht, insbesondere bei Starship.

Gerät der Fortschritt ins Stocken, wirkt sich dies auch auf die Perspektiven der beiden anderen Segmente aus. Ein Großteil des Werts von SpaceX hängt damit von mehreren Entwicklungen ab, und wenn diese nicht eintreten, schadet dies dem gesamten Geschäft. Beim Starship-Projekt – einem der wichtigsten laufenden Vorhaben – können die Ergebnisse zudem stark variieren.

Das Kursziel von 300 Dollar erscheint angesichts bestimmter Annahmen zum Starship-Fortschritt und weiterer Annahmen im gesamten Unternehmen angemessen. Da diese jedoch sehr unsicher sind, ist die Spannbreite der möglichen Ergebnisse breit gefächert – von sehr optimistisch bis sehr pessimistisch. Der Autor der zugrunde liegenden Analyse würde bei den aktuellen Notierungen weitgehend Abstand von der Aktie nehmen. Ob ein Investment sinnvoll ist, hängt letztlich vom individuellen Risikoprofil und der Toleranz gegenüber Volatilität ab.

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