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S&P 500 und VIX: Geopolitik treibt Marktvolatilität in neue Höhen

Steigende Ölpreise, Treasury-Abwicklungen und Nahostkonflikte belasten die US-Börsen zu Wochenbeginn erheblich.

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S&P 500 und VIX: Geopolitik treibt Marktvolatilität in neue Höhen

Die globalen Finanzmärkte stehen vor einer turbulenten Handelswoche. Geopolitische Spannungen, steigende Rohölpreise und wichtige Wirtschaftsdaten sorgen für ein erhöhtes Unsicherheitsniveau. Hinzu kommen Quartalsergebnisse bedeutender Technologieunternehmen wie Broadcom (Nasdaq: AVGO), die nach den jüngsten Nvidia-Zahlen besonders im Fokus stehen.

Der Volatilitätsindex VIX notiert nahe 19,9 und zeigt eine positive Gamma-Struktur. Analysten erwarten bei einem Anstieg über die Marke von 20 erheblichen Widerstand. Sollte der VIX zu Handelsbeginn stark steigen, könnte das Schließen von Put-Positionen den Anstieg schnell wieder dämpfen und die Volatilität rasch abbauen.

Für den S&P 500 gilt das Niveau von 6.800 Punkten als entscheidende Gamma-Barriere und erste wichtige Unterstützungszone. Bei einem aktuellen Stand von rund 6.870 Punkten erwarten Marktteilnehmer bei einem Test dieser Marke zumindest eine Erholungsbewegung. Die Zone zwischen 6.900 und 6.950 Punkten fungiert weiterhin als Widerstandsbereich.

Liquidität durch Treasury-Abwicklungen belastet

Besondere Aufmerksamkeit gilt in dieser Woche den US-Staatsanleihe-Abwicklungen. Allein am Montag stehen Coupon-Settlements in Höhe von fast 59 Milliarden US-Dollar an. Historisch zeigen Handelstage mit solchen Abwicklungen im Schnitt einen Rückgang von rund 40 Basispunkten, während Tage ohne Abwicklungen durchschnittlich etwa 25 Basispunkte zulegen. Weitere Abwicklungen folgen am Dienstag (rund 19 Mrd. USD) und Donnerstag (rund 13 Mrd. USD).

Ein weiterer wichtiger Datenpunkt ist der US-Produktivitätsbericht für das vierte Quartal, der einen Anstieg von 1,9 Prozent erwartet – deutlich schwächer als die 4,9 Prozent im Vorquartal. Eine enttäuschende Produktivität könnte die Erwartungen an Zinssenkungen der US-Notenbank Fed untergraben und die Anleiherenditen nach oben treiben. Der mit Spannung erwartete US-Arbeitsmarktbericht am Freitag dürfte die Volatilität gegen Wochende zusätzlich befeuern.

Die Rohölpreise sind bereits um rund 9 Prozent auf etwa 73 US-Dollar gestiegen. Steigende Ölpreise gelten als inflationäres Signal und könnten die 2-Jahres-Renditen unter Druck setzen, falls sich die Benzinpreise entsprechend entwickeln. Besonders betroffen sind ölimportierende Regionen wie die Eurozone, Japan, Indien und China.

Gold als sicherer Hafen gefragt

Im Devisenmarkt bleibt das Niveau von 158 im Währungspaar USD/JPY ein wichtiger Widerstand. Ein nachhaltiger Durchbruch könnte eine Bewegung in Richtung 160 eröffnen. Der steigende Ölpreis könnte den Yen zusätzlich schwächen.

Gold profitiert in diesem Umfeld von seiner Rolle als sicherer Hafen. Zentralbanken aus Schwellenländern kaufen das Edelmetall weiterhin aggressiv, um ihre Reserven vom US-Dollar zu diversifizieren – und das weitgehend unabhängig vom Preis. Geopolitische Spannungen im Nahen Osten, Handelskonflikte und der sogenannte „AI scare trade

FinanzenMarktbericht

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