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S&P 500 und Nasdaq unter Druck – OpenAI-Sorgen belasten KI-Aktien

Wall Street startet uneinheitlich: KI-Aktien leiden unter Wachstumsproblemen bei OpenAI, während Ölpreise durch Hormus-Krise steigen.

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S&P 500 und Nasdaq unter Druck – OpenAI-Sorgen belasten KI-Aktien

Die Wall Street ist am Dienstag mit gemischten Vorzeichen in den Handel gestartet. Während der S&P 500 um 0,5 % auf 7.138,52 Punkte nachgab und der technologielastige Nasdaq Composite um 1 % auf 24.626,91 Zähler fiel, legte der Dow Jones Industrial Average gegen den Trend um 0,3 % auf 49.312,45 Punkte zu. Hauptbelastungsfaktor war die wachsende Skepsis gegenüber dem KI-Sektor, ausgelöst durch beunruhigende Berichte über den Branchenpionier OpenAI.

Bemerkenswert ist, dass S&P 500 und Nasdaq in der vorangegangenen Sitzung noch neue Allzeithochs erreicht hatten. Der Stimmungsumschwung vollzog sich damit innerhalb kürzester Zeit – ein Zeichen dafür, wie sensibel die Märkte derzeit auf Nachrichten aus dem KI-Bereich reagieren.

OpenAI verfehlt eigene Ziele – Finanzchefin schlägt Alarm

Laut einem Bericht des Wall Street Journal hat OpenAI sowohl bei den Nutzerzahlen als auch beim Umsatz seine eigenen internen Ziele verfehlt. Das Unternehmen erreichte bis Ende 2025 nicht die angestrebte Marke von einer Milliarde wöchentlich aktiver Nutzer für seinen ChatGPT-Bot. Darüber hinaus wurden Anfang des Jahres mehrere monatliche Umsatzziele nicht erfüllt.

Besonders alarmierend ist die Aussage von Finanzchefin Sarah Friar, die anderen Führungskräften mitgeteilt haben soll, sie sei besorgt, dass OpenAI künftige Verträge für Rechenzentren nicht bezahlen könne, falls der Umsatz nicht schnell genug wachse. Auch der Verwaltungsrat des Unternehmens soll jüngste Rechenzentrumsverträge unter die Lupe genommen und die Bemühungen von CEO Sam Altman hinterfragt haben, trotz schwächelnder Umsätze noch mehr Rechenkapazität zu sichern. Die Sorgen treffen OpenAI zu einem besonders heiklen Zeitpunkt – das Unternehmen strebt einen Börsengang an.

Geopolitische Spannungen treiben Ölpreise weiter nach oben

Neben den KI-Sorgen belasten geopolitische Risiken die Märkte. Die Straße von Hormus, durch die rund ein Fünftel des weltweiten Erdöls transportiert wird, ist seit Wochen nahezu gesperrt. Die enge Wasserstraße vor der Südküste des Irans gilt als kritischer Engpass für die globale Energieversorgung. Die anhaltende Blockade hat den Ölpreis weit über das Vorkriegsniveau getrieben – die Terminkontrakte der Sorte Brent, der globalen Benchmark für Rohöl, legten am Dienstag erneut zu.

Hintergrund ist der seit Ende Februar laufende gemeinsame Angriff der USA und Israels auf den Iran, den US-Präsident Trump mit dem Ziel begründet hatte, die nuklearen Kapazitäten Teherans zu zerschlagen. Friedensverhandlungen kamen zuletzt kaum voran: Trump sagte die Entsendung seiner Unterhändler nach Pakistan für eine neue Verhandlungsrunde ab. Berichten zufolge zeigte sich Trump unzufrieden mit einem iranischen Vorschlag, der zwar den Konflikt beenden und die Straße von Hormus wieder öffnen würde, die Gespräche über Teherans nukleare Ambitionen jedoch auf einen späteren Zeitpunkt verschieben sollte.

Die Kombination aus stockenden Diplomatiebemühungen und einer faktisch gesperrten Schlüsselwasserstraße schürt Sorgen vor einem Energieschock. Analysten warnen, dass ein anhaltend hoher Ölpreis den globalen Inflationsdruck erhöhen und Zentralbanken zu Zinserhöhungen zwingen könnte – ein Szenario, das die Aktienmärkte weltweit belasten würde.

Für deutsche Anleger ist die Lage damit doppelt brisant: Einerseits drohen steigende Energiekosten die Kaufkraft und Unternehmensgewinne zu drücken, andererseits könnten Zinserhöhungen die Bewertungen wachstumsstarker Technologieaktien weiter unter Druck setzen.

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