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S&P 500: Erste Frühlingswoche 2026 wird zur schlechtesten Börsenwoche

Der S&P 500 erlebte in der ersten Frühlingswoche 2026 seine bislang schlechteste Woche des laufenden Jahres.

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S&P 500: Erste Frühlingswoche 2026 wird zur schlechtesten Börsenwoche

Der Frühling begann offiziell am Freitag, dem 20. März – doch für Anleger fühlte sich die erste Frühlingswoche 2026 alles andere als frühlingshaft an. Der S&P 500 verzeichnete in dieser Woche seine schlechteste Performance des gesamten Jahres 2026. Statt Aufbruchsstimmung herrschte an den Märkten eine winterliche Kälte.

Dabei lohnt sich ein Blick zurück auf das Vorjahr, um die aktuelle Lage einzuordnen. In der letzten vollen Märzwoche 2025 – also vom 24. bis 28. März – lag der S&P 500 im Monatsvergleich bereits um über 6 Prozent im Minus. Seit der Woche der Amtseinführung von Präsident Trump hatte der Index zu diesem Zeitpunkt sogar rund 10 Prozent verloren. Der damals angekündigte „Liberation Day" Anfang April sorgte für zusätzliche Unsicherheit an den Märkten.

Schlechtes Timing, gute Aktien – eine Lektion für Anleger

Ein Kollege des Autors nutzte genau diesen Moment im März 2025, um Aktien aus dem Sektor für zyklische Konsumgüter zu kaufen – eine Entscheidung, die kurzfristig schmerzhaft war. Alle drei ausgewählten Titel, gefiltert durch einen Stock Grader aus veröffentlichten Portfolios, fielen in den folgenden zehn Tagen drastisch. Unmittelbar nach dem Kauf verloren sie zwischen 15 und 25 Prozent an Wert.

Ein Jahr später sieht die Bilanz jedoch völlig anders aus: Alle drei Titel liegen inzwischen im Plus. Zwei der drei Aktien haben sich von ihren Tiefstständen im April 2025 bis zu den jüngsten Höchstständen sogar verdoppelt. Die Lehre daraus ist klar: Buy-and-Hold-Anleger müssen sich weniger Gedanken über den perfekten Ein- und Ausstiegszeitpunkt machen. Entscheidend ist die Qualität der Aktien, nicht das Timing.

Der Ökonom Ed Yardeni vergleicht das Einkaufen – und damit auch das Konsumverhalten, das Unternehmensgewinne antreibt – mit einem Dopaminrausch. „Es ist wie eine Happy Hour: Die einen trinken, um zu feiern, die anderen, um ihren Kummer zu ertränken." Konsumenten unterschätzt man selten zu Recht.

April historisch stark – aber zuletzt enttäuschend

Historisch betrachtet gehört der April zu den besten Börsenmonaten überhaupt. Laut Daten der Bespoke Investment Group rangiert der April in der 100-jährigen Betrachtung seit 1925 auf Platz 3 – hinter Juli und knapp hinter Dezember. Noch beeindruckender: In den 50 Jahren von 1975 bis 2024 belegt der April sogar den ersten Platz unter allen Kalendermonaten.

Die jüngere Vergangenheit trübt dieses Bild jedoch erheblich. Im April 2025 fiel der S&P 500 zwischen dem 2. und 8. April um fast 14 Prozent – ausgelöst durch die Eröffnungsrunde der Zollkriege des Präsidenten. Der Index kämpfte sich zwar zurück und schloss den April 2025 mit einem Minus von lediglich 0,76 Prozent ab, bevor er für den Rest des Jahres kräftig zulegte. Doch auch 2024 verlor der S&P 500 im April 4,2 Prozent, und im April 2022 sogar 9 Prozent.

In den vergangenen vier Jahren von 2022 bis 2025 haben Anleger also wiederholt sogenannte „April-Schauer" erlebt – Rückschläge, die den historisch guten Ruf des Monats belasten. Zuletzt lag der S&P 500 zu einem Zeitpunkt im Tagesverlauf um fast 45 Prozent im Plus, als Teil einer robusten zehnmonatigen Erholungsrallye seit den April-Tiefs 2025.

Frühling als Symbol der Erneuerung – auch an der Börse

Die Analogie zum Frühling ist dabei nicht nur poetisch. Wie der Klassiker „April Showers" von Al Jolson aus dem Jahr 1921 es treffend formuliert: Auf den Regen folgen die Blumen. Als das Lied erschien, erholten sich die USA gerade von einer globalen Pandemie, einem Weltkrieg, einem Börsenkrach und einer tiefen Rezession – und dennoch blickten die Menschen optimistisch nach vorne.

Die Botschaft für Anleger bleibt dieselbe: Kurzfristige Rückschläge, auch wenn sie sich wie ein langer Winter anfühlen, sind kein Dauerzustand. Wer auf Qualitätsaktien setzt und einen langen Atem mitbringt, hat historisch betrachtet gute Chancen, dass auf die April-Schauer ein blühender Mai folgt.

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