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S&P 500: Elliott-Wellen-Analyse zeigt mögliche Trendwende im April

Ein Schlüsselindikator der technischen Analyse deutet auf eine bevorstehende Erholung des S&P 500 hin.

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S&P 500: Elliott-Wellen-Analyse zeigt mögliche Trendwende im April

Das Elliott-Wellen-Prinzip (EWP) gilt als eines der präzisesten Werkzeuge der technischen Analyse. Es ermöglicht Analysten, Markttrends und Trendwenden frühzeitig zu erkennen. Die aktuelle Korrektur am S&P 500 war demnach bereits vor einem Jahr absehbar – und die Prognosen haben sich bemerkenswert genau bewahrheitet.

Bereits am 3. April des Vorjahres prognostizierten EWP-Analysten einen Rückfall des Index auf rund 5.110 Punkte, gefolgt von einem Anstieg auf 6.740 bis 7.120 Punkte und einer anschließenden Korrektur auf 5.500 bis 6.120 Punkte. Der tatsächliche Verlauf: Der S&P 500 markierte sein Tief am 8. April 2025 bei 4.910 Punkten, stieg bis zum 28. Januar auf 7.002 Punkte und fiel zuletzt auf 6.316 Punkte zurück. Die Prognose traf damit in wesentlichen Teilen ins Schwarze.

Elliott-Wellen deuten auf laufende Erholung hin

Die aktuelle EWP-Zählung identifiziert den Rückgang auf 6.316 Punkte als die sogenannte rote Welle-a. Dieses Niveau liegt nahe dem 38,2-Prozent-Fibonacci-Retracement der Rallye, die im vergangenen April bei 6.216 Punkten begann – ein klassisch bedeutsames Unterstützungsniveau in der technischen Analyse.

Zusätzlich zeigt der McClellan-Oszillator (SPXMO), ein wichtiger Indikator für die Marktbreite, nun eine doppelt positive Divergenz. Ein solches Signal trat zuletzt während des Corona-Crashs 2020 auf und deutete damals auf eine bevorstehende Erholung hin. Trotz jüngster Kursverluste signalisiert dieser Indikator eine zugrunde liegende Marktstärke.

Ein weiterer Faktor spielt eine Rolle: das saisonale Muster des US-Midterm-Wahljahres. Historisch bildet der Markt in solchen Jahren häufig um den 31. März ein Tief. Das gestrige Tief vom 30. März könnte diesen saisonalen Tiefpunkt markiert haben. Analysten erwarten daher eine Erholungsbewegung – die sogenannte W-b-Welle – in das Zeitfenster vom 18. bis 28. April.

Geduld bleibt das Gebot der Stunde

Die kurzfristige Verfolgung von Korrekturwellen ist jedoch fehleranfällig. Ein ABC-Muster kann sich in komplexere Strukturen wie ABabc verwandeln, was häufige Anpassungen der Wellenzählung erfordert. Für Anleger bedeutet dies: Kurzfristige Schwankungen stellen vor allem Marktrauschen dar, während die mittlere und lange Frist die eigentliche Struktur und den Trend vorgeben.

Die technische Analyse empfiehlt daher, sich nicht vom negativen Markthype des Tages mitreißen zu lassen. Wer die Korrektur bereits vor einem Jahr korrekt antizipiert hat, kann auch der aktuellen Analyse vertrauen. Disziplin und Anpassungsfähigkeit bleiben in turbulenten Marktphasen entscheidend – gerade wenn die Wellen über normale Längenparameter hinausschießen.

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