Skyharbour startet Bohrungen am Getty East Uranium Joint Venture
Skyharbour beginnt erste Bohrphase 2026 am Getty East mit Partner Denison Mines im Russell Lake Projektgebiet.

Skyharbour Resources Ltd. (TSX-V: SYH) (OTCQX: SYHBF) (Frankfurt: SC1P) hat mit den Bohrungen am Getty East Uranium Joint Venture begonnen. Es handelt sich um die erste Bohrphase des Jahres 2026 auf diesem neu etablierten Grundstück im östlichen Athabasca-Becken in der kanadischen Provinz Saskatchewan. Das Getty East Property umfasst 3.105 Hektar und besteht aus einem einzigen Claim.
Das Grundstück ist Teil des umfassenderen Russell Lake Projektgebiets und wird im Rahmen eines Joint Ventures mit Denison Mines Corp. (TSX: DML) (NYSE American: DNN) vorangetrieben. Die Russell Lake Joint Ventures liegen strategisch im zentralen Teil des östlichen Athabasca-Beckens in Nord-Saskatchewan und grenzen unmittelbar an Denisons Flaggschiff-Projekt Wheeler River an. Hinzu kommt der Zugang zu bedeutender regionaler Infrastruktur, darunter ein Explorationscamp, Provinzstraßen und das Stromnetz der Provinz.
Das von Skyharbour betriebene Bohrprogramm wird von Denison gemäß dessen Earn-in-Option am Getty East finanziert. Vorgesehen sind rund 3.600 Meter Diamantkernbohrung in zehn bis zwölf Bohrlöchern. Getestet werden sollen die Little Man Lake Uranium Zone („Little Man Zone") sowie Prioritätsziele entlang der interpretierten Fortsetzung der mineralisierten Middle Lake Trendlinie.
Die Details
Getty East ist eines von vier Grundstücks-Joint-Ventures, die nach Abschluss der strategischen Transaktion mit Denison im Dezember 2025 gebildet wurden. Bei dieser Transaktion wurde das ehemalige Russell Lake Uraniumprojekt in vier separate Grundstücke und Joint Ventures umstrukturiert. Skyharbour hält derzeit einen 70-Prozent-Anteil an Getty East und fungiert als Operator. Denison hält den verbleibenden 30-Prozent-Anteil sowie zusätzliche Earn-in-Rechte, um durch gestaffelte Explorationsausgaben in Höhe von insgesamt 15 Millionen kanadischen Dollar über sieben Jahre bis zu einem 70-Prozent-Anteil am Grundstück zu erwerben.
Das Bohrprogramm 2026 am Getty East soll aus etwa 3.600 Metern in zehn bis zwölf Bohrlochern bestehen. Zunächst sind vier Löcher an der Little Man Zone und sechs bis acht Löcher im Middle Lake Extension Grid geplant, um elektromagnetische Leiter zu testen. Diese werden als Fortsetzung derselben leitfähigen Trendlinie interpretiert, die die hochgradige Uranmineralisation am Middle Lake Trend trägt.
Historische Bohrungen von Uranerz in den 1980er Jahren an dieser Trendlinie, die sich südlich von Getty East befindet, ergaben hochgradige Uranmineralisationen in mehreren Bohrlöchern. Dazu zählen 22,1 Prozent U3O8 über 0,9 Meter in ML-30, 11,9 Prozent U3O8 über 1,0 Meter in ML-40 und 1,17 Prozent U3O8 über 2,5 Meter in ML-43. Skyharbour weist ausdrücklich darauf hin, dass diese historischen Bohrergebnisse auf einem angrenzenden Grundstück außerhalb der Grenzen des Getty East Projekts liegen. Die historischen Urananalysen wurden als Prozent U gemeldet und unter Verwendung eines Faktors von 1,1792 in Prozent U3O8 umgerechnet. Der Qualified Person von Skyharbour hat diese historischen Informationen nicht überprüft, und Mineralisationen auf angrenzenden Grundstücken sind nicht unbedingt indikativ für Mineralisationen am Getty East Projekt.
Zur Vorbereitung der Bohrungen führte Skyharbour früher diesen Sommer etwa 36 Linienkilometer modifizierter Moving Loop Time-Domain Electromagnetic („MLTDEM") kombiniert mit Fixed Loop Time-Domain Electromagnetic („FLTDEM") Vermessung entlang von sechs Linien im Middle Lake Extension Grid durch. Zuvor war ein 108 Linienkilometer großes Grid etabliert worden. Die Vermessung, durchgeführt von EarthEX Geophysical Solutions Inc., deckte Ziele sowohl auf Getty East als auch auf den benachbarten RL-Claims-Grundstücken ab und sollte prioritäre leitfähige Korridore besser definieren. Die Ergebnisse werden mit historischen Bohrdaten integriert, um Ziele für das aktuelle Bohrprogramm zu generieren und zu priorisieren.
An der Little Man Zone umrissen historische Bohrungen auf Skyharbours Getty East Property eine an der Unkonformität liegende Uranzone. Diese ist mit einer Unkonformitätsdepression verbunden, die 10 bis 15 Meter dick und 25 bis 35 Meter breit ist und entlang einer Strecklänge von 500 Metern definiert wurde. Die letzten Bohrungen in diesem Bereich fanden 1989 statt, also vor modernen Uranexplorationsmodellen. Die historischen Uranwerte lagen zwischen 0,03 Prozent und 0,10 Prozent U3O8 bei einer Tiefe von rund 300 Metern (SMDI 2429). Skyharbours Interpretation deutet darauf hin, dass die Mineralisation entlang der Streichrichtung in beide Richtungen offen bleibt und die Basement-Gesteine vollständig ungetestet sind. Eine Bodenwiderstandsmessung aus dem Jahr 2015 identifizierte mehrere Widerstandsminima an der Unkonformität, die als Alterationszonen, Durchbrüche oder Plumes im Sandstein und Basement-Gestein interpretiert werden.
Hintergrund: Was bisher geschah
Bereits am 20.05.2026 berichtete aktien.news, dass Skyharbour Resources den offiziellen Start der Bohrarbeiten auf dem Projekt RL im östlichen Athabasca-Becken bekanntgegeben hatte. Damals hielt das Unternehmen eine Mehrheitsbeteiligung von 80 Prozent an dem Projekt und fungierte als Betreiber, während Joint-Venture-Partner Denison Mines die verbleibenden 20 Prozent hielt. Das Projekt RL umfasste 53.192 Hektar und 16 Claims und grenzte direkt an das zu 100 Prozent im Besitz von Skyharbour befindliche Projekt Moore Lake an.
Ebenfalls am 20.05.2026 meldete aktien.news, dass das geplante Explorationsprogramm auf RL zunächst großflächige elektromagnetische Bodenuntersuchungen (EM) vorsah, gefolgt von 4.000 bis 5.000 Metern Diamantbohrungen in 10 bis 14 Bohrlöchern. Die Bohrungen verteilten sich auf mehrere hochprioritäre Zielgebiete. Am 16.09.2026 berichtete aktien.news zudem, dass das Partnerunternehmen Purecore Metals ein umfassendes Programm zur Datenerfassung und technischen Überprüfung am Yurchison-Uranprojekt gestartet hat, an dem Skyharbour beteiligt ist.
Was das für Anleger bedeutet
Für deutsche Privatanleger ist die Meldung vor allem ein Zwischenstand innerhalb einer größeren Explorationskampagne. Skyharbour bündelt seine Aktivitäten im Athabasca-Becken über mehrere Joint Ventures und Earn-in-Partnerschaften, bei denen Partnerunternehmen einen erheblichen Teil der Explorationskosten tragen. Am Getty East finanziert Denison das Bohrprogramm im Rahmen seiner Earn-in-Option, während Skyharbour als Operator die Arbeiten steuert. Solche Konstruktionen reduzieren den Kapitalbedarf des Unternehmens, verwässern aber zugleich dessen künftige Beteiligung, falls der Partner seine Earn-in-Rechte vollständig ausübt.
Zu beachten ist, dass die genannten hochgradigen historischen Bohrergebnisse nicht auf dem Getty East Grundstück selbst liegen, sondern auf einem angrenzenden Areal. Sie sind daher kein Beleg für eine Mineralisation auf dem eigenen Claim. Die eigentliche Bestätigung kann erst aus den laufenden Bohrungen und den noch ausstehenden Analysen resultieren. Anleger sollten die Ergebnisse dieser ersten Phase abwarten, bevor sie Rückschlüsse auf den wirtschaftlichen Wert des Grundstücks ziehen.
Ausblick
Die aktuellen Bohrungen am Getty East sind Teil einer größeren geplanten, mehrphasigen Kampagne mit über 15.000 Metern Bohrungen am Russell Lake im Jahr 2026. Nach Angaben von Skyharbour sind einige Arbeiten bereits abgeschlossen, die Analysen stehen noch aus. Zusätzlich soll bald eine finale Bohrfase am Wheeler North JV beginnen. Die technischen Informationen der Mitteilung wurden gemäß den kanadischen regulatorischen Anforderungen des National Instrument 43-101 vorbereitet und von Serdar Donmez, P. Geo., VP Exploration für Skyharbour, als Qualified Person geprüft und genehmigt.
Kurz erklärt
- Diamantkernbohrung: Ein Bohrverfahren, bei dem ein zylindrischer Gesteinskern aus dem Untergrund gewonnen wird, um Gestein und Mineralisation direkt zu untersuchen.
- Earn-in-Option: Eine Vereinbarung, bei der ein Partner durch gestaffelte Investitionen schrittweise Anteile an einem Projekt erwerben kann.
- U3O8: Die gebräuchliche chemische Formel für Uranoxid, in der Uranvorkommen und -gehalte angegeben werden.
- Unkonformität: Eine geologische Grenzfläche zwischen unterschiedlich alten Gesteinsschichten, an der sich häufig Uranmineralisationen bilden.
