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SK Hynix plant Nasdaq-Listing – HSBC sieht 20% Aufwärtspotenzial

Der südkoreanische Chiphersteller plant ADR-Ausgabe zu 166 Dollar – HSBC hebt Kursziel um 38% an.

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SK Hynix plant Nasdaq-Listing – HSBC sieht 20% Aufwärtspotenzial

Der südkoreanische Speicherchiphersteller SK Hynix bereitet ein Listing an der US-Technologiebörse Nasdaq vor. Laut Pflichtmitteilungen dieser Woche plant das Unternehmen, durch die Ausgabe von American Depositary Receipts (ADRs) rund 29 Milliarden US-Dollar einzunehmen. Der Ausgabepreis wurde vorläufig auf 255.000 Won – umgerechnet etwa 166 US-Dollar – festgesetzt, kann sich bis zum Ausgabedatum jedoch noch ändern.

SK Hynix geht davon aus, dass der Handel an der Nasdaq am 10. Juli beginnen wird, betont jedoch, dass dieser Termin vorläufig ist. Konkret plant das Unternehmen die Ausgabe von 17,79 Millionen neuen Aktien im Gesamtwert von 45,45 Billionen Won beziehungsweise rund 29,65 Milliarden US-Dollar. Das Unternehmen erklärte, das ADR-Listing werde die Investorenbasis erweitern und es „letztendlich ermöglichen, den wahren Unternehmenswert angemessen zu bewerten".

HSBC sieht Aufholpotenzial gegenüber Micron

Die Analysten der britischen Großbank HSBC reagierten positiv auf die Ankündigung und setzen für das ADR-Listing einen Bewertungsaufschlag von 20% an. In einer Mitteilung vom Donnerstag erklärten sie, SK Hynix könne damit beginnen, die Bewertungslücke gegenüber dem US-Konkurrenten Micron Technology zu schließen. Laut HSBC wurde Micron in den vergangenen 13 Jahren im Durchschnitt mit einem Aufschlag von 35% gegenüber SK Hynix gehandelt.

Als Gründe für diesen historischen Bewertungsabschlag nennen die Analysten den „besseren Zugang zu US-Investoren, eine aktionärsfreundlichere Politik und ein höheres Beta, das durch eine geringere Gewinnbasis gestützt wird". HSBC hat nun einen Aufschlag von 20% auf das bisherige Kurs-Buch-Verhältnis von 2,8x angewandt, was einem neuen Wert von 3,4x entspricht. Dies spiegele „proaktivere, aktionärsfreundliche Initiativen und eine verbesserte Zugänglichkeit für globale Investoren" wider.

In der Folge hob HSBC ihr Kursziel für die SK-Hynix-Aktie von 2,9 Millionen Won auf 4 Millionen Won an – ein Anstieg von 38%. Das US-Listing gilt den Analysten als wesentlicher Katalysator für die Verringerung der Bewertungslücke zum amerikanischen Wettbewerber.

Volatile Kursbewegungen im Technologiesektor

Die SK-Hynix-Aktie zeigte zuletzt ausgeprägte Kursschwankungen, die für den südkoreanischen Kospi-Index typisch sind. Am Donnerstag schoss das Papier um mehr als 12% nach oben – beflügelt durch die Nasdaq-Ankündigung und besser als erwartet ausgefallene Quartalszahlen von Micron Technology. Am darauffolgenden Freitag verlor die Aktie im Zuge eines erneuten weltweiten Ausverkaufs von Technologiewerten jedoch wieder 9% und notierte zuletzt bei 2,65 Millionen Won.

Die starken Micron-Quartalsergebnisse verstärkten laut Analysten die Erwartung, dass das Angebot am Markt für KI-Speicherchips weiterhin begrenzt bleibt – ein positives Signal für die gesamte Branche. „Dies ist eine sehr positive Signalwirkung für SK Hynix, da das Unternehmen genau denselben Marktdynamiken ausgesetzt ist", sagte Rolf Bulk, Leiter der Abteilung Halbleiter und Infrastruktur bei der Futurum Group.

SK Hynix selbst betonte die strategische Bedeutung des US-Listings: „Wir gehen davon aus, unseren Status als globales Unternehmen zu stärken, indem wir unsere Präsenz in den Vereinigten Staaten, dem Epizentrum der technologischen KI-Innovation, ausbauen." Für deutsche Anleger, die den Halbleitersektor beobachten, ist das Vorhaben ein weiteres Zeichen dafür, dass asiatische Chipkonzerne verstärkt den Zugang zum US-Kapitalmarkt suchen, um ihre globale Sichtbarkeit und Bewertung zu verbessern.

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