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SK Hynix mit Rekordgewinn: KI-Boom treibt Speicherchip-Nachfrage explosionsartig

Südkoreanischer Chipkonzern übertrifft Erwartungen deutlich und kündigt größte Aktienrückkauf-Aktion der Firmengeschichte an.

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SK Hynix mit Rekordgewinn: KI-Boom treibt Speicherchip-Nachfrage explosionsartig

Der südkoreanische Speicherchip-Hersteller SK Hynix hat im vierten Quartal 2024 einen Rekordgewinn erzielt und die Analystenerwartungen deutlich übertroffen. Der Betriebsgewinn kletterte um 137 Prozent auf umgerechnet 13,5 Milliarden US-Dollar. Die Ankündigung der größten Aktienrückkauf-Aktion in der Unternehmensgeschichte ließ die Aktie im nachbörslichen Handel um 9 Prozent steigen.

Die unersättliche Nachfrage nach Künstlicher Intelligenz treibt die Preise für fortschrittliche und konventionelle Speicherchips in die Höhe. SK Hynix profitiert dabei besonders von seiner Marktführerschaft bei High Bandwidth Memory (HBM) – spezialisierten Chips, die in KI-Prozessoren von Nvidia und anderen Tech-Giganten zum Einsatz kommen. Nach Angaben von Macquarie Equity Research hält das Unternehmen einen dominanten Marktanteil von 61 Prozent am HBM-Markt.

Die HBM-Umsätze des Konzerns haben sich im Jahr 2024 mehr als verdoppelt. Die Massenproduktion der nächsten Chip-Generation schreitet planmäßig voran. Parallel dazu treiben KI-Rechenzentren auch die Preise für Standard-DRAM- und NAND-Chips nach oben, die in Servern, PCs und Smartphones verbaut werden.

Dramatischer Preisanstieg bei Standardchips

Die Preisentwicklung bei Speicherchips zeigt das Ausmaß des KI-Booms: Die Vertragspreise für 16-Gigabyte-DDR5-Chips – ein gängiger DRAM-Typ – haben sich im vierten Quartal im Vergleich zum Vorjahr mehr als vervierfacht. Der Marktbeobachter TrendForce prognostiziert für das laufende Quartal einen weiteren Preisanstieg um 55 bis 60 Prozent.

SK Hynix kündigte an, eigene Aktien im Wert von umgerechnet 8,6 Milliarden US-Dollar einzuziehen – das entspricht 2,1 Prozent aller ausstehenden Anteile. Dieser Schritt soll den Wert der verbleibenden Aktien steigern. Zusätzlich will das Unternehmen 10 Milliarden Dollar in eine neue US-Gesellschaft investieren, die sich auf KI-bezogene Projekte konzentriert.

Wachsender Wettbewerbsdruck durch Samsung

Trotz der aktuellen Erfolge zeichnen sich Herausforderungen ab. Analysten von Macquarie Equity Research erwarten, dass der HBM-Marktanteil von SK Hynix in diesem Jahr auf 53 Prozent sinken könnte. Der südkoreanische Rivale Samsung Electronics arbeitet intensiv daran, die Lücke zu schließen und plant für Februar den Produktionsstart seiner HBM4-Chips der nächsten Generation.

SK Hynix rechnet damit, dass Bestellungen für Speicherchips in PCs und Smartphones aufgrund steigender Preise und knapper Versorgung hinter dem Gesamtmarktwachstum zurückbleiben werden. Chiphersteller priorisieren den Verkauf an Unternehmen, die KI-Rechenzentren aufbauen – ein Trend, der die gesamte Branche prägt. Die SK Hynix-Aktie hat seit Jahresbeginn bereits rund 30 Prozent zugelegt.

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