Silver Dollar Resources: Bohrungen bei La Joya abgeschlossen, Assays stehen aus
Silver Dollar Resources hat 3.633 Meter Diamantbohrungen am La-Joya-Silberprojekt in Mexiko abgeschlossen; die Analyseergebnisse stehen noch aus.

Silver Dollar Resources Inc. (CSE: SLV) (OTCQX: SLVDF) (FSE: 4YW) hat ein Update zum Explorationsbohrprogramm auf dem zu 100 Prozent unternehmenseigenen La-Joya-Silber-(Cu-Au)-Projekt vorgelegt. Das Projekt befindet sich im Bundesstaat Durango im südöstlichen Teil des ergiebigen mexikanischen Silbergürtels. Das Unternehmen meldete, dass die Protokollierung und Probenahme der Bohrkernproben abgeschlossen wird.
"Die Protokollierung und Probenahme der Bohrkernproben wird abgeschlossen, und wir werden die Ergebnisse des Programms veröffentlichen, sobald die endgültigen Assays eingegangen und interpretiert sind", sagte Greg Lytle, Präsident und CEO von Silver Dollar. "Das Unternehmen ist vollständig finanziert, und die Bohrungen sollen im Januar wieder aufgenommen werden."
Insgesamt wurden 3.633 Meter Diamantbohrungen in 13 Bohrlochabschnitten durchgeführt. Das kürzlich abgeschlossene Bohrprogramm testete fünf vielversprechende Ziele außerhalb der historischen mineralischen Ressourcenbereiche auf dem Noria-Abschnitt des 2 mal 3 Kilometer großen mineralisierten Komplexes von La Joya. Die Analyseergebnisse der Bohrungen stehen noch aus.
Die Details
Die Road Zone wurde mit den Bohrlochabschnitten NOR-26-031 bis NOR-26-036 angebohrt. Ziel war es, Erweiterungen der zuvor berichteten Goldmineralisierung zu testen, darunter 19,2 Gramm pro Tonne (g/t) Gold über 3 Meter in einer Tiefe von 126 Metern im Bohrloch NOR-21-004.
Die North Side liegt etwa 250 Meter unterhalb der Road Zone und wurde ebenfalls mit den Bohrlochabschnitten NOR-26-031 bis NOR-26-036 angebohrt. Hier suchte das Unternehmen nach tieferen Silber-Kupfer-Gold-Mineralisierungen vom Typ der karbonatischen Ersatzlagerstätte "San Martin". Die North Side wurde ursprünglich im historischen Bohrloch LB96-04 identifiziert, das 694 g/t Silberäquivalent (AgEq) über 8,6 Meter in einer Tiefe von 401 Metern durchschnitt. Dieser Durchstoß lag tiefer als jegliche vorherige Bohrungen im unmittelbaren Umfeld.
Das Ziel Central Dyke wurde über eine Streichlänge von 770 Metern abgegrenzt. Dabei wiesen 134 von 170 Proben – 156 Kanal- und 14 Gesteinsgrab-Proben – Assays von mehr als 100 g/t AgEq auf, einschließlich der Probe #161. Diese Probe, entnommen aus veränderten karbonatischen Sedimenten am Boden eines 15 Meter tiefen Schachts namens Hueco Grande, ergab 3.823 g/t AgEq. Ein linearer magnetischer Anomalieverlauf verläuft parallel zur Central Dyke und zum Hueco Grande, der tiefsten historischen Ausgrabung in dieser Trendlinie. Das Bohrloch NOR-26-037 zielte auf einen Bereich 120 Meter unterhalb des Schachts.
Das Ziel El Brazo wurde ursprünglich durch einen Durchstoß von 535 g/t AgEq (420 g/t Ag, 0,41 g/t Au, 0,05 Prozent Cu, 1,97 Prozent Pb und 3,9 Prozent Zn) über 5,0 Meter im Bohrloch NOR-22-013 definiert. Die Bohrlochabschnitte NOR-26-038 und NOR-26-039 waren darauf ausgelegt, einen Bereich etwa 300 Meter südlich der Hauptmineralisierung entlang der Streichrichtung und deckungsgleich mit einem linearen magnetischen Anomalieverlauf zu testen.
Silica West ist ein Quarz-Karbonat-Adersystem, das über eine Streichlänge von 750 Metern kartiert wurde, mit Mächtigkeiten von bis zu 40 Metern. Es weist anomale Goldwerte auf, wobei Proben Werte von bis zu 2,46 g/t Au ergaben. Texturen innerhalb der Struktur deuten nach Angaben des Unternehmens darauf hin, dass man sich in einer höheren Ebene eines epithermalen Systems befindet. Vier kurze Bohrlochabschnitte (NOR-26-040 bis NOR-26-043) testeten diese Struktur.
Das Silberäquivalent (AgEq) wird auf Basis folgender Metallpreise in US-Dollar berechnet: Gold 1.750 US-Dollar pro Unze, Silber 22 US-Dollar pro Unze, Blei 1,25 US-Dollar pro Pfund, Zink 1,50 US-Dollar pro Pfund und Kupfer 4,30 US-Dollar pro Pfund. Bei der Berechnung wurden Wiedergewinnungsquoten von 66 Prozent für Gold, 93 Prozent für Silber, 70 Prozent für Kupfer, 87 Prozent für Blei und 84 Prozent für Zink verwendet. Diese stammen historisch aus der Mine La Colorada von Pan American Silver und der Mine Cerro Minitas von Southern Silver (nur Kupfer) und gelten als vergleichbar mit den erwarteten Wiedergewinnungsquoten bei La Joya.
Hintergrund: Was bisher geschah
Bereits am 22.04.2026 berichtete aktien.news, dass Silver Dollar Resources die Verlängerung seiner Werbe- und Investor-Awareness-Marketingvereinbarung mit Dig Media Inc., bekannt als Investing News Network (INN), bekanntgegeben hat. Die Vereinbarung wurde ursprünglich am 15. Oktober 2025 geschlossen und um weitere sechs Monate bis zum 20. Oktober 2026 verlängert. Die Kosten der Kampagne belaufen sich auf 99.000 US-Dollar. INN erbringt im Rahmen der Vereinbarung Werbedienstleistungen, um die Bekanntheit von Silver Dollar unter den Investoren des Netzwerks zu steigern; Market-Making-Dienstleistungen bietet INN ausdrücklich nicht an.
Was das für Anleger bedeutet
Für deutsche Privatanleger ist die Meldung vor allem eine Zwischenstandsmeldung: Das Unternehmen hat ein umfangreiches Bohrprogramm abgeschlossen, die entscheidenden Analyseergebnisse stehen aber noch aus. Solange die endgültigen Assays nicht vorliegen und interpretiert sind, lässt sich aus den Bohrmetern allein keine Aussage über den wirtschaftlichen Gehalt der getroffenen Zonen ableiten. Die genannten historischen Werte – etwa 19,2 g/t Gold über 3 Meter, 694 g/t AgEq über 8,6 Meter oder 3.823 g/t AgEq aus einer Oberflächenprobe – beziehen sich auf frühere Bohrungen und Proben, nicht auf die jetzt abgeschlossenen Bohrlöcher.
Positiv hervorzuheben ist die Finanzierungslage: Silver Dollar bezeichnet sich als vollständig finanziert, um die kurzfristigen Explorationspläne umzusetzen. Als finanzielle Unterstützer nennt das Unternehmen unter anderem den Bergbauinvestor und größten Aktionär Eric Sprott. Das Unternehmen verfolgt nach eigenen Angaben zudem eine aggressive Wachstumsstrategie und bewertet potenzielle Akquisitionen mit Schwerpunkt auf bohrfertigen Projekten in bergbaufreundlichen Jurisdiktionen.
Zu beachten ist der Status der historischen Ressourcenschätzung. Der frühere Betreiber Silvercrest Mines veröffentlichte im Dezember 2013 eine Vorstudie zur Wirtschaftlichkeit (PEA) gemäß National Instrument 43-101 für La Joya. Diese umfasste eine Schätzung der mineralischen Ressourcen (MRE) nur für die Lagerstätten MMT und Santo Nino, hauptsächlich basierend auf Bohrungen von Silvercrest zwischen 2010 und 2012. Ein qualifizierter Sachverständiger von Silver Dollar hat jedoch nicht ausreichend Arbeit geleistet, um die historische Ressource zu klassifizieren; das Unternehmen behandelt sie nicht als aktuelle mineralische Ressource. Eine unabhängige Datenüberprüfung und eine Bewertung der Schätzmethoden sind erforderlich, um die historische Schätzung zu validieren.
Das Projekt selbst umfasst den 2 mal 3 Kilometer großen mineralisierten Komplex von La Joya mit 15 Mineralkonzessionen über insgesamt 4.646 Hektar. Er beherbergt die Lagerstätten Main Mineralized Trend (MMT), Santo Niño und Coloradito. Bei den La-Joya-Lagerstätten handelt es sich um karbonatgesteinsführende Kupferskarne mit begleitender Silber- und Goldmineralisierung, die stilistisch den Lagerstätten Fortitude-Copper Canyon in Nevada, USA, sowie den nahegelegenen Minen Sabinas/San Martin in Zacatecas, Mexiko, ähneln. Das Grundstück liegt etwa 75 Kilometer südöstlich von Durango, der Hauptstadt des Bundesstaates, in einer Region mit hohem Silbergehalt, in der es vergangene und aktive Förderminen gibt, darunter die Mine La Parrilla von Silver Storm, die Mine Sabinas von Industrias Penoles, die Mine San Martin von Grupo Mexico, die Mine Del Toro von Sierra Madre und die Mine La Colorada von Pan American Silver.
La Joya ist zu 100 Prozent im Besitz von Silver Dollar, vorbehaltlich einer 2-Prozent-Net-Smelter-Returns-(NSR)-Royalty auf alle aus dem Grundstück gewonnenen Mineralien. Die NSR-Royalty liegt bei Metalla Royalty & Streaming Ltd.
Ausblick
Nach Angaben des Unternehmens sollen die Bohrungen im Januar wieder aufgenommen werden. Die Ergebnisse des abgeschlossenen Programms will Silver Dollar veröffentlichen, sobald die endgültigen Assays eingegangen und interpretiert sind. Ein konkretes Datum nennt das Unternehmen nicht. Die wissenschaftlichen und technischen Informationen der Mitteilung wurden von Dale Moore, P. Geo., der "Qualifizierten Person" im Sinne von NI 43-101, überprüft und genehmigt; Dale Moore ist gemäß NI 43-101 nicht unabhängig vom Unternehmen.
Kurz erklärt
- AgEq (Silberäquivalent): Kennzahl, die den Gehalt mehrerer Metalle in einer Probe in einen vergleichbaren Silberwert umrechnet.
- Diamantbohrung: Bohrverfahren, bei dem ein ringförmiger Bohrkern aus dem Gestein gewonnen und anschließend analysiert wird.
- NI 43-101: Kanadische Vorschrift, die festlegt, wie Bergbauunternehmen technische Informationen über Mineralprojekte veröffentlichen müssen.
- NSR-Royalty: Beteiligung an den Netto-Schmelzerlösen, die ein Dritter an den Erlösen eines Bergbauprojekts erhält.
