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Siemens katapultiert DAX über 25.000 Punkte – Rekordkurs im Visier

Technologiekonzern verdrängt SAP als wertvollstes DAX-Unternehmen und treibt deutschen Leitindex auf Jahreshöchststand.

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Siemens katapultiert DAX über 25.000 Punkte – Rekordkurs im Visier

Der deutsche Leitindex DAX hat am Donnerstag die psychologisch wichtige Marke von 25.000 Punkten zurückerobert und notierte zur Mittagszeit bei 25.187 Zählern – ein Plus von 1,3 Prozent. Damit nähert sich das Börsenbarometer wieder seinem Allzeithoch von 25.507 Punkten an. In den Tagen zuvor waren mehrere Versuche, die 25.000er-Schwelle nachhaltig zu überwinden, noch gescheitert.

Hauptverantwortlich für den Kurssprung zeigt sich die Siemens-Aktie, die um beeindruckende 6,3 Prozent auf ein Rekordhoch von über 270 Euro kletterte. Der Münchner Technologiekonzern hat damit SAP als wertvollstes Unternehmen im DAX abgelöst. Während Siemens mit starken Quartalszahlen und einer angehobenen Gewinnprognose glänzt, leidet der Walldorfer Softwarekonzern unter Sorgen vor zunehmender KI-Konkurrenz.

Die erhöhte Ergebnisprognose von Siemens nach einem erfolgreichen Start ins Geschäftsjahr überraschte die Analysten positiv. Alexander Hauenstein von der DZ Bank hält weitere Zielanhebungen im Jahresverlauf für möglich, die als zusätzlicher Kurstreiber wirken könnten. Der EuroStoxx 50 konnte mit einem Anstieg von 0,5 Prozent nicht ganz mit dem deutschen Leitindex mithalten, während der MDAX mit plus 0,4 Prozent auf 31.736 Punkte ebenfalls moderater zulegte.

Telekom profitiert von positiven Analystenkommentaren

Auch die Deutsche Telekom stützte den DAX mit einem Kursplus von 4,3 Prozent und erreichte damit den höchsten Stand seit September. Anleger zeigten sich unbeeindruckt von den durchwachsenen Zahlen der US-Tochter T-Mobile. Barclays-Analyst Mathieu Robilliard sieht die guten Aussichten in Deutschland und die Entwicklung bei T-Mobile US insgesamt positiv und hält den Bewertungsabschlag für übertrieben.

Die Deutsche Börse legte um knapp zwei Prozent zu und erholte sich damit von ihrem August-Tief. Der Börsenbetreiber meldete für 2024 einen Rekordgewinn und kündigte zeitgleich die vollständige Übernahme des Daten- und Indexanbieters ISS Stoxx an. Auch Continental-Aktien profitierten von positiven Impulsen des französischen Konkurrenten Michelin, der Aktienrückkäufe ankündigte.

Mercedes enttäuscht mit schwachem Schlussquartal

Auf der Verliererseite stand Mercedes-Benz mit einem Minus von 3,5 Prozent. Der Stuttgarter Premium-Autobauer enttäuschte mit einem schwachen vierten Quartal und vorsichtigen Prognosen für 2025. Die Aktie fiel zeitweise auf den tiefsten Stand seit Ende Oktober, konnte die Verluste im positiven Gesamtmarktumfeld aber begrenzen. BMW wurde von der Mercedes-Schwäche mitgezogen, während VW und Porsche AG sich nahe der Gewinnschwelle hielten.

Dramatisch verlief der Handel bei Hellofresh im SDAX. Der Kochboxen-Lieferant brach nach vorläufigen Jahreszahlen um neun Prozent ein und näherte sich damit seinem Rekordtief aus dem Jahr 2024. Jefferies-Analyst Giles Thorne verwies auf einen stärker als befürchteten Umsatzrückgang. Mit Kursen unter 5 Euro gerät das Unternehmen zunehmend unter Druck.

US-Inflationsdaten im Fokus der Anleger

Die Markteilnehmer richten ihren Blick nun gespannt auf die US-Inflationsdaten, die am Freitag veröffentlicht werden. Diese Zahlen gelten als entscheidender Indikator für den weiteren geldpolitischen Spielraum der US-Notenbank Fed. Ein überraschend robuster Arbeitsmarktbericht vom Vortag hatte bereits für Zurückhaltung gesorgt. Die Landesbank Helaba bezeichnete die starken Jobdaten als "zweischneidiges Schwert", da mit schwindenden Konjunktursorgen auch die Hoffnungen auf baldige Zinssenkungen schwinden.

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