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Siemens erhöht Jahresprognose nach starkem Quartalsergebnis

Münchner Technologiekonzern profitiert von KI-Boom und Erholung im Automatisierungsgeschäft

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Siemens erhöht Jahresprognose nach starkem Quartalsergebnis

Der Technologiekonzern Siemens hat im ersten Quartal des laufenden Geschäftsjahres 2,22 Milliarden Euro Gewinn erwirtschaftet. Obwohl diese Zahl zunächst unter dem Vorjahreswert von 3,87 Milliarden Euro liegt, zeigt sich bei genauerer Betrachtung ein deutlich positives Bild. Der Vorjahreswert enthielt einen einmaligen Sondereffekt von 2,1 Milliarden Euro aus dem Verkauf der Innomotics-Sparte.

Bereinigt um diesen Sondereffekt ergibt sich für das Quartal von Oktober bis Dezember ein Gewinnzuwachs von knapp 25 Prozent aus fortgeführten Aktivitäten. Konzernchef Roland Busch zeigte sich entsprechend zufrieden: "Nach einem starken Start ins Geschäftsjahr heben wir unseren Ausblick an." Die Münchner haben daraufhin ihre Prognose für den Gewinn je Aktie nach oben korrigiert.

Konzernweit kletterte der Umsatz um 4 Prozent auf 19,1 Milliarden Euro. Noch dynamischer entwickelten sich die Auftragseingänge mit einem Plus von 7 Prozent auf 21,4 Milliarden Euro. Diese Zahlen signalisieren eine anhaltend robuste Nachfrage über alle Geschäftsbereiche hinweg.

Smart Infrastructure als Wachstumsmotor

Den größten Ergebnisbeitrag lieferte erneut die Sparte Smart Infrastructure. Mit einem operativen Gewinn von 1,05 Milliarden Euro verzeichnete dieser Bereich ein Wachstum von 18 Prozent. Haupttreiber ist der weltweite Ausbau von Rechenzentren, die für den KI-Boom dringend benötigt werden. Die Infrastruktursparte profitiert damit direkt vom Megatrend künstliche Intelligenz.

Besonders erfreulich entwickelte sich die zuletzt schwächelnde Sparte Digital Industries. Das operative Ergebnis sprang um 37 Prozent auf 804 Millionen Euro nach oben. Verantwortlich für diese deutliche Verbesserung ist vor allem die Erholung im Automatisierungsgeschäft, das in den Vorquartalen noch Schwäche gezeigt hatte. Die Auftragseingänge legten hier sogar um 15 Prozent zu – ein klares Signal für eine Trendwende.

Alle Sparten auf Wachstumskurs

Auch die kleinste der drei Hauptsparten, Mobility, entwickelte sich positiv. Das Ergebnis stieg um 15 Prozent auf 286 Millionen Euro. Damit tragen nun alle Geschäftsbereiche zum Konzernwachstum bei – eine Situation, die Siemens in den vergangenen Quartalen nicht immer vorweisen konnte.

Konzernchef Busch betonte die strategische Positionierung des Unternehmens: "Siemens ist in seinen Wachstumsmärkten sehr gut positioniert." Künstliche Intelligenz bezeichnete er als starken Wachstumstreiber. Der Konzern integriere KI tief in Design, Entwicklung, Produkte und Betrieb, um messbaren Mehrwert für Kunden zu schaffen. Diese KI-Strategie könnte sich als entscheidender Wettbewerbsvorteil erweisen, wenn der Technologiekonzern seine Versprechen in konkrete Geschäftsergebnisse umsetzen kann.

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