Siemens belastet den DAX deutlich
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Der DAX hat zur Wochenmitte seinen jüngsten Erholungskurs unterbrochen und ist deutlich ins Minus gerutscht. Nach einem zunächst festen Handelsstart setzte im Verlauf eine anhaltende Abwärtsbewegung ein, die den Leitindex zeitweise auf Werte nahe der Marke von 24.000 Punkten drückte. Zur Schlussauktion notierte der Index bei 24.041 Punkten und verlor damit 1,39 Prozent. Das Tageshoch hatte zuvor bei 24.416 Punkten gelegen. Vom jüngsten Ende des US-Shutdowns gingen keine Impulse mehr aus.
Am Vortag hatte der DAX noch 1,2 Prozent zugelegt und damit seinen Abstand zum Allzeithoch von 24.771 Punkten weiter verkleinert. Der MDAX präsentierte sich robuster und schloss leicht im Plus. Die Aufmerksamkeit der Marktteilnehmer lag auf zahlreichen Quartalsberichten aus DAX, MDAX und SDAX, darunter Deutsche Telekom, Merck KGaA und Siemens.
Marktbeobachter werteten den Rücksetzer als normale Reaktion nach einem schnellen Anstieg in den vergangenen drei Handelstagen. Eine Bewegung in Richtung 24.000 Punkte werde als Pause innerhalb eines übergeordneten Aufwärtstrends eingeordnet.
An der Wall Street drehten die Kurse ebenfalls nach unten. Der Dow Jones gab nach einem Rekordstand am Vortag 0,75 Prozent nach. S&P 500 und Nasdaq verzeichneten deutliche Verluste, wobei Technologiewerte erneut besonders unter Druck standen. Mit dem Ende des Regierungsstillstands rechnen Börsianer wieder verstärkt mit schwächeren Konjunkturdaten aus den USA. Der Eurokurs zog an, die EZB setzte den Referenzwert bei 1,1619 Dollar fest.
Im DAX sorgten die Siemens-Aktien für erhebliche Belastung. Das Papier verlor mehr als neun Prozent und war für einen großen Teil der Indexverluste verantwortlich. Zwar erzielte der Konzern im abgelaufenen Geschäftsjahr einen Nettogewinn von 10,4 Milliarden Euro und damit zum dritten Mal in Folge einen Rekordwert, doch der Ausblick überzeugte nicht. Zudem reagierten Anleger auf die angekündigte Abspaltung eines ersten Anteils von Siemens Healthineers. Healthineers gaben ebenfalls nach, Siemens Energy verlor fast sechs Prozent.
Am anderen Ende der Kursliste standen Merck KGaA. Der Konzern profitierte unter anderem von einer Erholung im Laborgeschäft und steigerte den Quartalsgewinn trotz negativer Währungseffekte deutlich. Der Umsatz erreichte 5,32 Milliarden Euro, der Gewinn nach Steuern lag bei 898 Millionen Euro.
Die Deutsche Telekom kündigte auf Basis solider Geschäftszahlen eine Rekorddividende sowie umfangreiche Aktienrückkäufe für 2026 an. Das Umsatzwachstum wurde jedoch durch den schwachen Dollar gebremst, und der Glasfaserausbau entwickelt sich langsamer als erwartet. Die Aktie schloss leicht im Minus.
