Scorpio Gold beginnt Bohrungen bei April Fool nach 59 g/t Gold
Scorpio Gold hat mit Diamantbohrungen am April-Fool-Target begonnen, nachdem Handproben bis zu 59 g/t Gold lieferten.

Scorpio Gold Corporation (Nasdaq: SGLD, TSXV: SGLD, OTCQB: SRCRF, FSE: RY9) hat mit Diamantkernbohrungen am April-Fool-Target in seinem Manhattan-Distrikt im US-Bundesstaat Nevada begonnen. Geologische Kartierung und Gesteinschip-Probenahme hätten das Zielgebiet in den Status "bohrbereit" versetzt, teilte das Unternehmen mit. Eine Diamantkernbohrmaschine wurde nach Angaben des Unternehmens bereits Anfang dieser Woche mobilisiert.
Die Probenahme lieferte hochgradige Werte. Eine selektive Handprobe mit der Nummer 616795 ergab 59 Gramm Gold pro Tonne (g/t). Drei selektive Handproben überschritten 40 g/t Gold, dreißig lagen über 1 g/t Gold. Insgesamt wurden 48 selektive Gesteinschip- und Handproben entnommen. Nach Angaben von CEO Zayn Kalyan ergaben diese 48 selektiven Handproben einen Durchschnittswert von 6,14 g/t Gold, wobei alle bis auf eine nachweisbares Gold meldeten.
Das geologische Setting am April-Fool-Target ist laut Unternehmen analog zur Zanzibar-Trend-Region, wo die Bohrungen 2026 unter anderem 3,14 g/t Gold über 49,62 Meter (Bohrloch 25MN-044) und 12,78 g/t Gold über 5,91 Meter (Bohrloch 26MN-067) erbrachten.
Die Details
Die geologische Kartierung und Probenahme rund um das April-Fool-Target begann im August 2026. Nach Unternehmensangaben sind visuelle Anzeichen starker epithermaler Goldmineralisierung im gesamten Zielgebiet reichlich vorhanden. Dazu zählen schichtparallele Lösungsvugs, ausgekleidet mit quartz-/karbonathaltiger Mineralisierung mit Siedestruktur in der prospektiven Zanzibar-Kalksteinformation, sowie senkrechte Störungen, die die Schichten durchschneiden und dieselbe quartz-/karbonathaltige Adernführung enthalten.
Diese Strukturen liegen proximal zur Kontaktstörung zwischen dem paläozoischen sedimentären Paket und der oligozänen Manhattan-Caldera-Vulkangruppe. Vierundvierzig Proben wurden entnommen, wovon alle bis auf eine nachweisbares Gold meldeten. Das Unternehmen weist darauf hin, dass Gesteinschip- und Handproben aus als interessant erachteten Mineralisierungen ausgewählt werden und nicht unbedingt repräsentativ für Grade, Breiten oder Kontinuität der Mineralisierung sind; aus diesem Grund wird kein durchschnittlicher Gehalt gemeldet.
Leo Hathaway, Executive Technical Director, sagte, April Fool sei eines der am wenigsten bebohrten Goldprospects, die er in seiner Karriere besucht habe. Die Oberflächenexpression sei ein klassisches Beispiel für niedrig-sulfidische epithermale Mineralisierung. Hathaway verwies zudem auf Fergusons Bericht von 1924 über niedrigergradiges Gold etwa 100 Fuß unterhalb der historischen hochgradigen Taschen. Material, das 1905 nicht als "Erz" betrachtet wurde, sei genau das, was ein modernes Explorationsprogramm anvisieren sollte.
Das April-Fool-Target ist der Ort der Entdeckung von freiem Gold durch John C. Humphrey im April 1905, die das Manhattan-Bergbaugebiet begründete. Der frühe Bergbau konzentrierte sich auf flache, hochgradige Taschen, einschließlich einer, die mehr als 8.000 US-Dollar pro Tonne ergab (ca. 13.000 g/t Gold, umgerechnet zum historischen Goldpreis von 20,67 US-Dollar pro Unze). Ferguson dokumentierte zudem niedrigergradige Goldmineralisierung in Tunneln etwa 100 Fuß unterhalb des Aufschlusses, darunter Materialien mit etwa 4 US-Dollar pro Tonne (ca. 6,6 g/t Gold), die damals nicht als "Erz" betrachtet wurden.
Historische Bohrungen am April-Fool-Target beschränkten sich auf eine kleine Anzahl weit voneinander entfernter Bohrungen, die von vorherigen Betreibern vor 1997 durchgeführt wurden. Diese bildeten zusammen mit der Probenahme der historischen unterirdischen Abbauwerke die Grundlage für eine historische Schätzung des Gebiets, die von New Concept Mining, Inc. erstellt wurde (Berry und Willard, 1997). Bisher wurden weder Diamantkernbohrungen noch ein systematisches Bohrprogramm am Target durchgeführt.
Hintergrund: Was bisher geschah
Bereits am 18.04.2026 berichtete aktien.news über neue Bohrergebnisse aus dem Manhattan-Distrikt. Damals lieferte Bohrloch 26MN-063 entlang des Zanzibar-Trends 22,25 Meter mit 2,09 g/t Gold ab 34,14 Metern Tiefe, einschließlich eines Abschnitts von 0,85 Metern mit 45,19 g/t Gold ab 39,84 Metern.
Am 07.05.2026 meldete aktien.news vielversprechende Ergebnisse aus dem Phase-Zwei-Diamantbohrprogramm im Zielgebiet Black Mammoth. Bohrloch 26MN-069 durchteufte 0,62 g/t Gold über 62,21 Meter ab 230,43 Metern, darunter ein hochgradiger Abschnitt von 3,17 g/t Gold über 4,94 Meter ab 236,92 Metern.
Am 23.05.2026 berichtete aktien.news, dass Scorpio Gold den Zanzibar-Trend mit neuen Bohrergebnissen erweitert. Das Highlight-Bohrloch 26MN-071 durchteufte 11,3 Meter, wobei die Ergebnisse über die bestehende, die abgeleitete Ressource begrenzende Grube hinausreichten.
Am 24.06.2026 folgte die Meldung, dass Bohrloch 26MN-096 2,56 g/t Gold über 13,38 Meter ab 293,28 Metern lieferte, einschließlich eines hochgradigen Abschnitts von 8,38 g/t Gold über 3,84 Meter ab 298,95 Metern. Die Mineralisierung war vollständig in Vulkaniten der Manhattan-Caldera beheimatet.
Was das für Anleger bedeutet
Für deutsche Privatanleger ist die Meldung vor allem als kurzfristiger Katalysator einzuordnen. Scorpio Gold ist an mehreren Börsen gelistet, darunter die TSX Venture Exchange, der OTCQB-Markt und die Frankfurter Börse unter dem Kürzel RY9. Das Unternehmen selbst bezeichnet April Fool als "völlig neue Wachstumsfront" am Manhattan-Distrikt.
Zu beachten ist die Einschränkung des Unternehmens: Die Handproben sind selektiv entnommen und nicht repräsentativ für Grade, Breiten oder Kontinuität der Mineralisierung. Die Qualitätssicherung wurde bei den berichteten Chargen nicht vollständig angewendet; vom Unternehmen eingefügte Kontrollproben beschränkten sich auf eine einzelne unmarkierte grobe Leermischung. Die Genauigkeit und Präzision der Analysen wurde daher nicht durch blinde Kontrollproben unabhängig überprüft. Die qualifizierte Person hält die Ergebnisse lediglich für die Zielfindung und Bohrplanung für ausreichend.
Der Manhattan-Distrikt liegt im Walker-Lane-Trend in Nevada, ist über Straßen erreichbar und befindet sich etwa 20 Kilometer südlich der operativen Round Mountain Gold Mine, die mehr als 15 Millionen Unzen Gold gefördert hat.
Ausblick
Die Bohrlochtranchen am April-Fool-Target sind darauf ausgelegt, die mehreren scheinbaren Kontrollfaktoren der Mineralisierung zu testen, darunter schichtparallele und störungskontrollierte Mineralisierung sowie den Schnittpunkt beider. Eine Diamantbohranlage soll diese Woche mobilisiert werden, um die erste Diamantkernbohrung und den ersten systematischen Bohrtest des Targets durchzuführen. Mit Analysenergebnissen ist innerhalb von vier Wochen nach Abschluss des Bohrlochs zu rechnen; erste Ergebnisse werden bis Ende Oktober erwartet.
Das Unternehmen gab zudem bekannt, dass es seine Vereinbarung mit Sideways Frequency LLC zum 22. September 2026 verlängert hat, um Marketing- und Investor-Awareness-Dienstleistungen gemäß den Richtlinien der TSX Venture Exchange bereitzustellen. Die ursprüngliche Vereinbarung hatte eine Laufzeit von drei Monaten ab dem 8. Oktober 2025. Gemäß der Vereinbarung zahlt das Unternehmen 200.000 US-Dollar für eine initiale Dreimonatslaufzeit.
Kurz erklärt
- Epithermale Mineralisierung: Eine Art von Goldlagerstätte, die sich in geringer Tiefe aus heißen, aufsteigenden Fluiden bildet.
- Diamantkernbohrung: Ein Bohrverfahren, bei dem ein zylindrischer Gesteinskern aus dem Untergrund gewonnen wird.
- Step-out-Bohrung: Eine Bohrung, die in einiger Entfernung von bekannten mineralisierten Zonen angesetzt wird, um deren Ausdehnung zu prüfen.
