Kinross Gold beginnt Bohrungen am Jefferson-Canyon-Projekt von West Point Gold
Die Bohrungen in Nye County, Nevada, starteten am 23. September 2026 – rund sieben Kilometer von Kinross' Round-Mountain-Operationen entfernt.

West Point Gold Corp. (TSXV: WPG) (OTCQX: WPGCF) (FSE: LRA0) hat mitgeteilt, dass Kinross Gold U.S.A., Inc. die Bohrungen am Jefferson-Canyon-Projekt des Unternehmens aufgenommen hat. Das Projekt liegt im Nye County im US-Bundesstaat Nevada. Bei Kinross Gold U.S.A., Inc. handelt es sich um eine hundertprozentige Tochtergesellschaft der Kinross Gold Corporation.
Die Bohrarbeiten starteten am 23. September 2026. Vorausgegangen waren der Erhalt der Genehmigungen sowie der Abschluss der Sicherheitenbestellung. Die Genehmigungen wurden am 19. August 2026 erteilt. Mit diesem Datum trat die vierjährige Optionsfrist gemäß dem Explorations- und Optionsvertrag aus dem Jahr 2022 in Kraft.
Das Jefferson-Canyon-Projekt liegt rund sieben Kilometer von den Round-Mountain-Operationen von Kinross entfernt. Die durch den Partner finanzierte Exploration erlaubt es West Point Gold, an dem Projekt beteiligt zu bleiben, während das Unternehmen seinen Fokus auf sein Flaggschiff-Projekt, das Gold Chain Project, richtet.
Die Details
Der Vertrag sieht potenzielle künftige Optionszahlungen in Höhe von US$10 million vor. West Point Gold behält nach eigenen Angaben eine bedeutende langfristige Beteiligung am Jefferson-Canyon-Projekt. Dazu zählt ein 20-Prozent-Anteil am Projekt, falls Kinross beide Optionen ausübt, sowie ein Royalty-Schutz, sollte sich der Anteil anschließend unter 10 Prozent verdünnen.
Konkret ist im Vertrag geregelt, dass Kinross während der Laufzeit fortlaufende Pachtzahlungen in Höhe von US$75,000 pro Jahr leistet. Zudem ist Kinross verpflichtet, US$600,000 für Explorationsarbeiten auszugeben, und trägt die Verantwortung für die Zahlungen, um die nicht patentierten Claims in gutem Stand zu halten. Kinross hat bis heute alle erforderlichen Zahlungen im Zusammenhang mit dem Vertrag geleistet.
Kinross hat während der Vertragslaufzeit die Option, 70 Prozent des Projekts gegen eine Barzahlung von US$5,000,000 an West Point Gold zu erwerben und eine Joint-Venture-LLC zu bilden. Eine zweite Option erlaubt den Erwerb eines zusätzlichen 10-Prozent-Anteils am Projekt gegen eine weitere Zahlung von US$5,000,000 an das Unternehmen. Die Laufzeit des Vertrags beträgt vier Jahre ab dem Erhalt der Bohrgenehmigungen, mit einer möglichen Verlängerung um bis zu zwei Jahre, vorbehaltlich bestimmter Bedingungen. Falls eine LLC gegründet wird und eine Partei unter 10 Prozent verwässert wird, wandelt sich ihr Anteil in einen 1-Prozent-Net-Smelter-Returns-Royalty (NSR) um.
Zum Projekt selbst: Es verfügt über 145 historische Bohrlochdaten. Zu den bekannten Ergebnissen gehört ein Abschnitt von 41,2 Metern mit 6,4 g/t Gold und 402 g/t Silber (GJ-81). Das Jefferson-Canyon-Projekt enthält ein großes, vulkanisch umgebenes epithermales Gold-Silber-System, das im Wesentlichen gleich alt ist wie die nahegelegene Round-Mountain-Lagerstätte, ein niedersulfidisches (LS) epithermales Vorkommen. Beide sind in felsische Aschenstromtuffe eingebettet, die entlang der Ränder von Calderen liegen, und beide weisen eine starke nordwestlich streichende und nord-südlich verlaufende strukturelle Kontrolle der Gänge auf. Beide Gebiete enthalten niedriggradig disseminierte und hochgradige Gang- oder Ersatztyp-Mineralisation.
Bodenprobenahmen im Jahr 2021 ergaben eine kreisförmige Gold-in-Boden-Anomalie von vier Quadratkilometern. Der höchste Gold-in-Boden-Wert betrug 4.470 Teile pro Milliarde (ppb) Gold. Die anomalen Werte verteilten sich wie folgt: 29 Proben enthielten mehr als 500 ppb Gold, 99 Proben lagen über 200 ppb, 234 Proben über 100 ppb und 631 Proben über 20 ppb. Die fünf gesammelten Gesteinsproben waren anomal, mit Werten von bis zu 15,2 g/t Gold und 421 g/t Silber.
Die CSMAT-Widerstandsdaten legen nahe, dass die Jefferson-Canyon-Störung eine tiefe Struktur ist, die wahrscheinlich die Mineralisation steuert. Ein großer Leiter ist deutlich entlang der nach Nordosten einfallenden Jefferson-Canyon-Störung in Hangrichtung nach unten erkennbar. Diese räumliche Beziehung zur Gold-Silber-Mineralisation unterstützt nach Einschätzung des Unternehmens das Potenzial, den mineralisierten Bereich sowohl entlang des Streichens als auch in der Tiefe zu erweitern.
Ergänzend hat West Point Gold zwei Marketing- und Investor-Relations-Dienstleister beauftragt. New Era Publishing Inc., auch bekannt als Katusa Research, mit Sitz in Vancouver, B.C., erhält gemäß Beratungsvertrag vom 8. September 2026 für einen Zeitraum von zwei Monaten Medienbeziehungs-, Investor-Kommunikations- und Marktawareness-Dienstleistungen gegen eine einmalige Gebühr von US$150,000. Freedom Financial Research, LLC mit Sitz in Charlottesville, Virginia, leistet gemäß Beratungsvertrag vom 11. September 2026 für 90 Tage vergleichbare Dienste, ebenfalls gegen eine einmalige Gebühr von US$150,000. Das Unternehmen stellt beiden Dienstleistern keine Wertpapiere als Vergütung aus; nach Kenntnis des Unternehmens halten beide zum Datum der Mitteilung keine Wertpapiere des Unternehmens. Beide Marketingverträge unterliegen der Genehmigung der TSX Venture Exchange.
Robert Johansing, M.Sc. Econ. Geol., P.Geo., der Vizepräsident Exploration des Unternehmens, ist eine qualifizierte Person (QP) im Sinne von NI 43-101 und hat den technischen Inhalt der Pressemitteilung überprüft und gebilligt. Die QP hat nach Angaben des Unternehmens nicht genügend Arbeit geleistet, um die historischen Informationen zu den Eigenschaften zu verifizieren, insbesondere hinsichtlich der historischen Bohrergebnisse. Sie ist jedoch der Ansicht, dass frühere Bohrungen und analytische Ergebnisse gemäß branchenüblichen Praktiken durchgeführt wurden.
Hintergrund: Was bisher geschah
Bereits am 14.07.2026 berichtete aktien.news, dass West Point Gold neue Bohrergebnisse aus der hochgradigen Zone Northeast Tyro auf seinem Flaggschiff-Projekt Gold Chain in Arizona veröffentlichte. Das Unternehmen meldete damals Analyseergebnisse für fünf Bohrlöcher mit insgesamt 1.542 Metern Bohrlänge; die Ergebnisse bestätigten eine Goldmineralisierung bis in eine Tiefe von 350 Metern unter der Oberfläche. Das Highlight der damaligen Kampagne lieferte Bohrloch GC26-169 mit 51,9 Metern und 2,5 Gramm pro Tonne (g/t) Gold ab 276 Metern Tiefe, darin eine hochgradige Zone von 21,4 Metern mit 4,72 g/t Gold.
Auch Kinross selbst war zuletzt in Nevada aktiv. Am 12.08.2026 berichtete aktien.news, dass Riley Gold Corp. den Start der Bohrkampagne 2026 auf seinem Pipeline West/Clipper Goldprojekt im Cortez-Distrikt in Nevada bekanntgab. Betrieben wird das PWC-Projekt von Kinross Gold U.S.A., Inc., einer hundertprozentigen Tochtergesellschaft der Kinross Gold Corporation. Kinross zählt zu den weltweit größten Goldproduzenten. Weitere Explorationsaktivitäten in der Region meldeten Westward Gold mit dem Start der Bohrarbeiten auf der Liegenschaft Toiyabe Hills im Lander County, Nevada (22.06.2026), und White Gold Corp mit dem bislang größten Bohrprogramm der Unternehmensgeschichte im White Gold District in Yukon (28.05.2026).
Was das für Anleger bedeutet
Für deutsche Privatanleger ist die Meldung vor allem deshalb interessant, weil die Exploration am Jefferson-Canyon-Projekt von einem Partner finanziert wird. West Point Gold muss die Bohrungen nicht selbst bezahlen und kann sich parallel auf sein Flaggschiff-Projekt Gold Chain in Arizona konzentrieren. Das reduziert die finanzielle Belastung des Unternehmens, ohne dass es seine Beteiligung am Projekt verliert.
Gleichzeitig hängen Tempo und Umfang der weiteren Arbeiten von Kinross ab. Die Optionen sind an feste Zahlungen gebunden: 70 Prozent für US$5,000,000 und weitere 10 Prozent für eine zweite Zahlung von US$5,000,000. Erst wenn Kinross diese Schritte geht, ändert sich die Eigentümerstruktur. West Point Gold hat sich für den Fall einer Verwässerung unter 10 Prozent mit einem NSR-Royalty abgesichert.
Zu beachten ist auch, dass die historischen Bohrergebnisse aus der Quelle stammen und von der qualifizierten Person nicht vollständig verifiziert wurden. Anleger sollten diese Angaben daher mit entsprechender Vorsicht behandeln. Die Aktie ist an der TSX Venture Exchange unter dem Kürzel WPG notiert, in den USA im OTCQX unter WPGCF und in Frankfurt unter LRA0.
Ausblick
West Point Gold hat für die kommenden Monate keine konkreten eigenen Bohrergebnisse zum Jefferson-Canyon-Projekt angekündigt. Das Unternehmen hält fest, dass seine kurzfristige Priorität in der Vorantreibung des Flaggschiff-Projekts Gold Chain in Arizona liegt. Die durch Kinross finanzierte Exploration am Jefferson-Canyon-Projekt läuft parallel weiter.
Die Laufzeit des Optionsvertrags beträgt vier Jahre ab dem Erhalt der Bohrgenehmigungen am 19. August 2026 und kann unter bestimmten Bedingungen um bis zu zwei Jahre verlängert werden. Kinross leistet während der Laufzeit fortlaufende Pachtzahlungen von US$75,000 pro Jahr und ist verpflichtet, US$600,000 für Explorationsarbeiten auszugeben. Beide Marketingverträge mit New Era und Freedom Financial unterliegen noch der Genehmigung der TSX Venture Exchange.
Kurz erklärt
- Epithermal: Bezeichnung für eine Art von Gold-Silber-Lagerstätte, die sich in geringer bis mittlerer Tiefe aus heißen, metallhaltigen Lösungen gebildet hat.
- Net Smelter Returns Royalty (NSR): Eine Beteiligung an den Nettoerlösen aus dem Metallverkauf, die dem Inhaber ohne eigene Betriebskosten zusteht.
- Joint-Venture-LLC: Eine gemeinsame Gesellschaft, an der mehrere Partner entsprechend ihrer jeweiligen Anteile beteiligt sind.
- Qualifizierte Person (QP): Eine nach dem kanadischen Bergbaustandard NI 43-101 benannte Fachperson, die technische Angaben eines Unternehmens prüft und freigibt.
