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Schwacher Börsentag belastet DAX deutlich

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Schwacher Börsentag belastet DAX deutlich

Der DAX hat am Nachmittag seine Verluste deutlich ausgeweitet und folgte damit einer ebenfalls ins Minus gedrehten Wall Street. Es war das Ende eines schlechten Tages an der Börse. Der deutsche Leitindex verlor kräftig 2,28 Prozent und schloss bei 18.083 Punkten, ein Tagesverlust von 425 Punkten. Der MDAX der mittelgroßen Unternehmen stand am Ende bei einem Minus von 1,46 Prozent auf 25.001 Zähler. Die europäischen Börsen folgten dem schwächeren Trend in Asien, belastet durch Wirtschaftsdaten und Unsicherheiten über die chinesische Wirtschaft. Analyst Pierre Veyret von ActivTrades erklärte, die Schwankungen seien zu erwarten und Anleger sollten sich nicht allzu sehr sorgen. Analyst Jochen Stanzl von CMC Markets sprach von einer Fortsetzung der Schaukelbörse.

Die Berichtssaison der Unternehmen stand im Vordergrund des Tagesgeschäfts und die Daten fielen durchwachsen aus. Zahlreiche Unternehmen aus dem DAX legten Ergebnisse vor, die insgesamt nicht für Aufbruchstimmung sorgten. Ein Blick auf den heimischen Kurszettel, der von klassischen Industrien wie den Autobauern bestimmt ist, zeigte keine Aufregung um künstliche Intelligenz. Konjunkturelle Probleme in Deutschland verschärften sich, während die US-Wirtschaft vergleichsweise robust blieb. Die nicht frische Zinsperspektive der Federal Reserve änderte daran wenig. Auch wenn die Wall Street nach einer freundlichen Eröffnung ins Minus drehte, blieben die Technologiewerte im Fokus.

In New York drehten die großen Indizes nach freundlicher Eröffnung ins Minus. Vorbörslich stärkere Erstanträge auf Arbeitslosenunterstützung sorgten für gute Laune, da sie die Hoffnungen auf eine geldpolitische Wende der Fed im September nährten. Die Nasdaq verlor jedoch 1,5 Prozent, der S&P-500 gab 1,0 Prozent nach und der Dow Jones verlor rund 1,3 Prozent. Auch die politische Lage im Nahen Osten und die damit verbundenen Schwankungen bei den Ölpreisen sorgten für Vorsicht bei den Anlegern.

Die Bank of England senkte den Leitzins um 25 Basispunkte auf 5,0 Prozent, und das Pfund stand zuletzt deutlich unter Druck. Der Euro gab ebenfalls nach und kämpfte mit der Marke von 1,08 Dollar. Adidas-Großaktionär GBL reduzierte seinen Anteil am Sportartikelkonzern und erwirtschaftete dabei 630 Millionen Euro Gewinn. Vonovia schrieb erneut Verluste, zeigte sich aber zuversichtlicher für das laufende Jahr. Die BMW-Aktien rutschten nach einem Gewinnrückgang auf den tiefsten Stand seit zwei Jahren. Das operative Ergebnis des Volkswagen-Konzerns fiel um 2,4 Prozent, während der Darmstädter Merck-Konzern im zweiten Quartal ein leichtes Umsatzplus verzeichnete.

Der Logistik-Riese DHL verdiente im zweiten Quartal weniger, was die Aktie mit einem deutlichen Minus von 6,5 Prozent an das DAX-Ende brachte. Symrise konnte Umsatz und Profitabilität steigern, und MTU Aero Engines erhöhte die Renditeerwartungen. Daimler Truck senkte seine Jahresziele und der Diagnostikkonzern Qiagen rutschte wegen der Einstellung eines PCR-Testsystems in die roten Zahlen. Die wichtigsten Eigentümer der BayWa wollen eine Rettung des hochverschuldeten Agrarkonzerns vorbereiten. Sanofi plant eine milliardenschwere Investition in eine Insulinproduktionsanlage in Frankfurt. Meta verzeichnete einen deutlichen Anstieg von Umsatz und Gewinn, und Qualcomm erwartet eine steigende Nachfrage nach KI-Smartphones. Toyota erzielte trotz eines Skandals um unzureichende Zertifizierungen einen Rekordgewinn.

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