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Schulbücher deutlich teurer als im Vorjahr

Eltern zahlen vielerorts selbst – Lernmittelfreiheit nur in fünf Bundesländern

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Schulbücher deutlich teurer als im Vorjahr

Die Kosten für Schul- und Lehrmaterialien sind in diesem Jahr spürbar gestiegen, vor allem bei Schulbüchern müssen Eltern nun tiefer in die Tasche greifen. Pünktlich zum Start ins neue Schuljahr nach den Sommerferien zeigt sich, dass der Materialeinkauf für Schülerinnen und Schüler deutlich teurer geworden ist. Nach Angaben des Statistischen Bundesamts sind die Preise für Schul- und Lehrbücher im Juni 2025 im Vergleich zum Vorjahresmonat um 3,8 Prozent gestiegen. Damit übertrifft die Teuerung in diesem Bereich die allgemeine Inflationsrate von 2,0 Prozent deutlich.

Für Familien bedeutet das eine zusätzliche finanzielle Belastung – vor allem in jenen Bundesländern, in denen keine oder nur eingeschränkte Lernmittelfreiheit gilt. In Bundesländern wie Sachsen-Anhalt, Niedersachsen, Rheinland-Pfalz und dem Saarland müssen Eltern die Schulmaterialien vollständig selbst finanzieren. Anders sieht es in Baden-Württemberg, Hessen, Thüringen, Sachsen und Mecklenburg-Vorpommern aus. Dort übernimmt der Staat die Kosten für Bücher, Arbeitshefte und weitere Lernmittel vollständig. In sieben weiteren Ländern, darunter Bayern, Nordrhein-Westfalen und Berlin, besteht eine eingeschränkte Lernmittelfreiheit. Hier müssen Erziehungsberechtigte einen Teil der Kosten selbst tragen.

Während Schulbücher deutlich teurer wurden, fällt die Preisentwicklung bei anderen Schulutensilien moderater aus. So verteuerten sich Papierprodukte wie Schulhefte oder Zeichenblöcke nur um 0,3 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Schreib- und Zeichenmaterialien wie Füller oder Malkästen kosteten im Juni 2025 rund 1,7 Prozent mehr als zwölf Monate zuvor. Insgesamt zeigt sich, dass die stärkste Preissteigerung im Bereich der Bücher zu verzeichnen ist, während andere Materialien vergleichsweise stabil geblieben sind.

Die Preisentwicklung betrifft jedoch nicht alle Familien in Deutschland gleichermaßen. In Ländern mit umfassender Lernmittelfreiheit spüren die Eltern die Teuerung kaum, da die Schulträger für die Ausstattung aufkommen. In Ländern ohne solche Regelungen jedoch werden die Kosten unmittelbar auf die Familien abgewälzt. Der finanzielle Aufwand für einen Schulstart kann dort mehrere hundert Euro betragen, abhängig von Klassenstufe und benötigten Materialien. Vor allem Familien mit mehreren schulpflichtigen Kindern sind dadurch stärker belastet.

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