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Schroders-Übernahme: Nuveen zahlt 13,5 Milliarden Dollar – Gründerfamilie steigt aus

US-Vermögensverwalter schafft durch Mega-Deal einen Branchenriesen mit 2,5 Billionen Dollar verwaltetem Vermögen.

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Schroders-Übernahme: Nuveen zahlt 13,5 Milliarden Dollar – Gründerfamilie steigt aus

Der US-amerikanische Vermögensverwalter Nuveen übernimmt den britischen Traditionskonzern Schroders für 13,5 Milliarden Dollar. Die Gründerfamilie des 1804 gegründeten Unternehmens zieht sich dabei vollständig aus dem Geschäft zurück und veräußert ihre Anteile. An der Londoner Börse schossen die Schroders-Aktien nach Bekanntgabe der Transaktion um 29 Prozent in die Höhe.

Durch den Zusammenschluss entsteht ein globaler Vermögensverwalter mit einem verwalteten Vermögen von 2,5 Billionen Dollar. Damit rückt die neue Gruppe in die oberste Liga der weltweiten Asset Manager auf und kann mit etablierten Größen wie BlackRock oder Vanguard konkurrieren. Die Bewertung liegt beim 16,5-Fachen des für 2026 erwarteten Gewinns, wie Analysten der Royal Bank of Canada (RBC) berechneten.

"Dies ist ein gewaltiger transformativer Schritt für beide Unternehmen", sagte Bill Huffman, CEO von Nuveen, gegenüber der Nachrichtenagentur Reuters. Der Manager betonte, dass die Transaktion seinem Unternehmen erstmals eine echte globale Präsenz verschaffe. Nuveen, das zur Versicherungsgruppe TIAA gehört, war bislang vor allem auf dem US-Markt aktiv.

Weitere Übernahmen geplant

Huffman machte zudem deutlich, dass Nuveen nach der Integration von Schroders offen für weitere Zukäufe sei. Die Branche der Vermögensverwalter befindet sich seit Jahren in einer Konsolidierungsphase. Größere Player können durch Skaleneffekte Kosten senken und ihren Kunden bessere Konditionen bieten.

Für Schroders markiert der Deal das Ende einer über 200-jährigen Familientradition. Die Schroders-Familie hatte das Unternehmen seit der Gründung im Jahr 1804 geprägt und kontrolliert. Mit dem Verkauf an Nuveen endet nun diese Ära. Für die Aktionäre bedeutet die hohe Bewertung einen lukrativen Ausstieg aus dem Investment.

Der deutsche Markt für Vermögensverwaltung dürfte von dem Zusammenschluss ebenfalls betroffen sein. Beide Unternehmen sind in Deutschland aktiv und verwalten Milliarden für institutionelle und private Anleger. Experten erwarten, dass die fusionierte Gruppe ihre Marktposition in Europa deutlich ausbauen wird.

SchrodersNuveenÜbernahmeVermögensverwalterAsset Management

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