ANZEIGE

Schokolade wird teurer durch steigende Kakaopreise

Klimawandel, Missernten und Weltmarkt treiben die Kosten in die Höhe

2 Min
Schokolade wird teurer durch steigende Kakaopreise

Eine der bekanntesten Schokoladenmarken hat ihre Preise deutlich erhöht. Verbraucher müssen für eine Tafel Milka-Schokolade vielerorts nun 1,99 Euro zahlen, während der Preis zuvor bei 1,49 Euro lag. Dies betrifft unter anderem die großen Handelsketten Aldi, Edeka, Kaufland, Rewe und Rossmann, wie eine Analyse des Preisvergleichsportals Smhaggle zeigt. In einigen Filialen anderer Einzelhändler gibt es die Schokolade zwar noch zum alten Preis, doch ein genereller Anstieg ist erkennbar. Bereits im Sommer 2024 war der Preis für Milka-Tafeln um etwa zehn Prozent gestiegen. Der Hersteller Mondelez äußerte sich auf Anfrage nicht zu der jüngsten Erhöhung.

Auch andere Hersteller haben ihre Preise in den vergangenen Monaten angepasst. Ritter Sport und Lindt & Sprüngli haben ihre Produkte bereits verteuert, und Lindt plant für 2025 weitere Preissteigerungen. Laut dem Statistischen Bundesamt war eine Tafel Schokolade im Dezember 2024 über alle Marken hinweg im Durchschnitt 14,6 Prozent teurer als im Vorjahr. Die Unternehmen führen die steigenden Preise auf schlechte Ernten und klimatische Veränderungen zurück.

Ein zentraler Faktor für die Preisentwicklung ist der hohe Kakaopreis auf den Weltmärkten. Im März 2024 erreichte er einen Rekordwert. Experten machen dafür Missernten in den Hauptanbaugebieten, insbesondere in Westafrika, verantwortlich. Die weltweite Verknappung des Rohstoffs hat auch die Importpreise in Deutschland steigen lassen, wodurch sich Schokolade insgesamt verteuert hat.

Kakao bleibt weltweit ein knappes Gut. Laut WWF-Expertin Kerstin Weber sind Extremwetterereignisse wie Dürreperioden, Starkregen oder Überschwemmungen für die schlechte Ernte verantwortlich. Zudem sind Kakaobäume häufig von Krankheiten betroffen. Sie geht davon aus, dass die Kakaopreise im Jahr 2025 hoch bleiben und nicht auf das vorherige Niveau zurückkehren werden.

Die hohen Kakaopreise wirken sich auch auf Zulieferer aus. Der Schweizer Konzern Barry Callebaut, ein bedeutender Lieferant für Unilevers Magnum-Eiscremes und Nestlés KitKat-Riegel, meldete einen Rückgang des Verkaufsvolumens um 2,7 Prozent auf 565.000 Tonnen für den Zeitraum September bis November. Analysten hatten mit 568.000 Tonnen gerechnet. Konzernchef Peter Feld erklärte, dass die steigenden Rohstoffpreise zusätzlichen Druck auf den Markt ausüben. Dennoch sehe er weiterhin Wachstumspotenzial für das Unternehmen.

SchokoladeLebensmittel LebensmittelpreisePreiserhöhungKakao

Meistgelesene News

  1. Chevron und Halliburton: Öldeal mit Venezuela treibt Aktienkurse an
  2. Tesla am Scheideweg: Rekordumsatz trifft auf milliardenschwere KI-Ambitionen
  3. Teslas 25-Milliarden-Wette: Vom Autobauer zum KI-Roboter-Konzern
  4. Tesla-Robotaxi-Strategie und BYD-Expansion prägen das globale EV-Duell
  5. Führungswechsel bei Volksbank Brawo und L3Harris erschüttern Märkte

Disclaimer