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Schaeffler schließt Werk in Steinhagen bis 2026

Rund 200 Stellen betroffen – neue Arbeitsplätze entstehen in Schweinfurt

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Schaeffler schließt Werk in Steinhagen bis 2026

Der Auto- und Industriezulieferer Schaeffler hat angekündigt, sein Werk im niedersächsischen Steinhagen bis Ende 2026 zu schließen. Die dortige Fertigung soll künftig in den Stammsitz der Industriesparte im oberfränkischen Schweinfurt überführt werden. Von der Entscheidung betroffen sind rund 200 Produktionsmitarbeiter, deren Zukunft nun im Rahmen eines geplanten Dialogs mit Arbeitnehmervertretern geklärt werden soll. Das Unternehmen betonte, die Maßnahmen möglichst sozialverträglich umsetzen zu wollen.

In Steinhagen werden bislang vor allem Gelenklager für industrielle Anwendungen sowie für Land- und Baumaschinen hergestellt. Nach Angaben des Unternehmens ist der Umsatz dort seit Jahren rückläufig, während die Kosten auf einem gleichbleibenden Niveau verharrten. Trotz verschiedener Gespräche und Analysen mit der Arbeitnehmerseite habe sich keine tragfähige Perspektive für den Standort ergeben. Vorstand Sascha Zaps, der für die Industriesparte verantwortlich ist, erklärte, man habe intensiv nach Alternativen gesucht, jedoch keine zukunftsfähige Lösung gefunden.

Mit der Verlagerung der Produktion nach Schweinfurt will Schaeffler erreichen, dass die Fertigung weiterhin in Deutschland bleibt. Am Stammsitz sollen mehr als 100 neue Arbeitsplätze entstehen, die durch die Integration des Produktportfolios geschaffen werden. Für die betroffenen Mitarbeiter in Steinhagen soll es Übergangsregelungen geben, die noch in Abstimmung mit den Arbeitnehmervertretern festgelegt werden.

Nach Schließung der Produktion wird der Standort Steinhagen nicht vollständig aufgegeben. Rund 20 Mitarbeiter aus den Bereichen Gleit- und Gelenklager sowie dem Produktmanagement sollen weiterhin dort tätig bleiben. Damit bleibt eine kleine Einheit am Standort erhalten, während die Hauptproduktion künftig in Schweinfurt konzentriert wird.

Die Entscheidung ist Teil einer längerfristigen Entwicklung, in der das Unternehmen seine Strukturen überprüft und Standorte auf ihre Wirtschaftlichkeit bewertet. Insbesondere die Industriesparte, die neben dem Geschäft mit der Automobilbranche ein wichtiges Standbein bildet, wird zunehmend zentralisiert. Schweinfurt übernimmt damit eine noch bedeutendere Rolle innerhalb des Konzerns.

Für die Mitarbeiter in Steinhagen bedeutet die Entscheidung tiefgreifende Veränderungen. Zwar sollen die Gespräche mit den Arbeitnehmervertretern nach Unternehmensangaben fortgeführt werden, doch steht bereits fest, dass der Großteil der Arbeitsplätze dort wegfallen wird. In den kommenden Monaten werden die Verhandlungen fortgesetzt, um Lösungen für die Beschäftigten zu erarbeiten und den Übergang so reibungslos wie möglich zu gestalten.

SchaefflerAutoindustrieProduktionDeutschland

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