Sberbank erwartet Gewinnplus im Jahr 2025
Vorstandschef Gref sieht stabile Entwicklung trotz geopolitischer Herausforderungen

Russlands größte Bank, Sberbank, rechnet für das Jahr 2025 mit einem Gewinnanstieg von rund sechs Prozent. Dies teilte Vorstandsvorsitzender German Gref in einem im russischen Fernsehen ausgestrahlten Gespräch mit Präsident Wladimir Putin mit. Das Treffen fand am Montag in Moskau statt.
Gref erklärte, dass das Kreditinstitut trotz der weiterhin bestehenden geopolitischen Spannungen und internationalen Sanktionen stabile Ergebnisse erwarte. Sberbank profitiere von einer robusten Nachfrage nach Finanzdienstleistungen im Inland und einer schrittweisen Anpassung an die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen. Die Bank habe in den vergangenen Jahren ihre digitalen Angebote ausgebaut und die Effizienz ihrer Geschäftsprozesse deutlich gesteigert.
Die positive Prognose für 2025 folgt auf ein solides Ergebnis im laufenden Jahr. Laut Analysten deuten die Aussagen des Vorstandschefs darauf hin, dass Sberbank von einer Erholung der russischen Wirtschaft ausgeht. Der Finanzsektor des Landes zeigte sich zuletzt widerstandsfähiger als erwartet, gestützt durch hohe Rohstoffpreise und staatliche Unterstützung.
Im Mittelpunkt der jüngsten Gespräche zwischen Gref und Putin stand neben der Gewinnentwicklung auch die Rolle der Bank bei der digitalen Transformation Russlands. Sberbank investiert stark in Künstliche Intelligenz, Cloud-Dienste und Finanztechnologien, um ihre Marktführerschaft zu sichern und neue Geschäftsfelder zu erschließen.
Trotz der positiven Aussichten bleibt der Druck auf den Finanzsektor bestehen. Internationale Einschränkungen erschweren den Zugang zu ausländischen Märkten und Kapitalquellen. Gref betonte jedoch, dass Sberbank langfristig über ausreichend Ressourcen verfüge, um Investitionen und Innovationen aus eigener Kraft voranzutreiben. Die Bank wolle ihre führende Position im russischen Finanzsystem nicht nur halten, sondern weiter ausbauen.
