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Santander vereint Openbank und Konsumentenkredite

Fusion soll Strukturen vereinfachen, Kosten senken und digitale Angebote in Europa ausbauen

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Santander vereint Openbank und Konsumentenkredite

Die spanische Großbank Santander führt ihre digitale Bank Openbank und das europäische Konsumentenkreditgeschäft unter einer gemeinsamen Struktur zusammen. Ziel der Fusion ist es, die Organisation zu vereinfachen und Kosten zu senken. Das neue Gebilde soll künftig unter der Marke Openbank auftreten und die Verbraucherkreditaktivitäten von Santander in Europa bündeln. Den Anfang macht Deutschland, wo die Integration als erstes umgesetzt wird. Weitere Märkte sollen nach Angaben des Instituts schrittweise folgen.

Openbank und Santander Consumer Finance sind Teil der globalen Digital-Consumer-Bank-Sparte des Konzerns. In Europa verwalten sie Kundeneinlagen in Höhe von rund 84 Milliarden Euro. Santander Consumer Finance gilt zudem als einer der führenden Anbieter von Autofinanzierungen auf dem europäischen Markt und betreut Kredite im Wert von über 140 Milliarden Euro. Mit der Zusammenlegung beider Geschäftsbereiche will Santander die Effizienz steigern und seine digitale Präsenz in Europa weiter ausbauen.

Der Schritt ist Teil einer umfassenden Neustrukturierung, die Santander bereits im Jahr 2023 eingeleitet hat. Damals hatte die Bank ihre weltweiten Aktivitäten in fünf zentrale Geschäftsfelder gegliedert: Privatkunden, Konsumentenkredite, Zahlungsverkehr, Vermögensverwaltung sowie Firmen- und Investmentbanking. Diese neue Organisation soll nach Angaben des Instituts die Abläufe vereinfachen und den Unternehmenswert erhöhen. Konkrete Einsparziele oder Zahlen zu möglichen Synergien nannte Santander im Zusammenhang mit der aktuellen Fusion nicht.

Nitin Prabhu, globaler Leiter der digitalen Konsumentensparte, erklärte, die Zusammenführung von Openbank und Santander Consumer Finance werde eine „effizientere und innovativere Digitalbank“ schaffen. Der Fokus liege darauf, Kunden ein modernes, digital ausgerichtetes Angebot bereitzustellen. Santander setzt dabei zunehmend auf den Ausbau einer eigenen Technologieplattform, die alle digitalen und verbraucherorientierten Bankdienstleistungen vereinen soll.

Openbank ist derzeit in Spanien, Deutschland, Portugal und den Niederlanden aktiv und hat seine Geschäftstätigkeit zuletzt auch auf die USA und Mexiko ausgeweitet. In mehreren europäischen Ländern bestehen Kooperationen mit großen Technologie- und Handelsunternehmen wie Apple, Amazon und Vodafone. Durch die Integration beider Sparten will Santander seinen Kunden künftig über eine einheitliche digitale Plattform Zugang zu einem breiteren Spektrum an Finanzprodukten bieten.

Santander Digitalisierung Bankensektor

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