ANZEIGE

Samsung und SK Hynix: Aktionäre fordern mehr vom KI-Milliardenberg

Investoren drängen die koreanischen Chipriesen auf höhere Dividenden und Aktienrückkäufe – trotz rekordverdächtiger KI-Gewinne.

•• 3 Min
Samsung und SK Hynix: Aktionäre fordern mehr vom KI-Milliardenberg

Samsung Electronics und SK Hynix stehen unter wachsendem Druck ihrer Aktionäre. Investoren fordern einen größeren Anteil an den überschüssigen Barmitteln – entweder durch höhere Dividenden oder umfangreichere Aktienrückkäufe. Auslöser ist die Enttäuschung über spärliche Details zu Kapitalrückzahlungen, die beide Unternehmen bei der Bekanntgabe ihrer KI-getriebenen Rekordgewinne lieferten.

Die beiden weltgrößten Hersteller von Speicherchips profitieren massiv von der robusten Nachfrage nach Chips für KI-Anwendungen. Sie häufen Barmittelreserven in einem Tempo an, das selbst US-Technologiegiganten übertrifft. Bis zum Jahresende werden Samsung und SK Hynix zusammen voraussichtlich über eine Netto-Liquidität von insgesamt 263 Milliarden US-Dollar verfügen – mehr als das Doppelte der geschätzten 102 Milliarden Dollar des KI-Vorreiters Nvidia. Damit übersteigen die koreanischen Chipkonzerne sogar die kombinierten Barmittel der anderen sechs „Magnificent Seven"-US-Technologieunternehmen, wie Daten von LSEG und Berechnungen von Reuters zeigen.

Investoren verlieren die Geduld

Trotz dieser enormen Cashflows halten sowohl Samsung als auch SK Hynix bislang an einer Aktionärsrendite in Höhe von rund 50 Prozent des freien Cashflows fest. Zum Vergleich: Der US-Chiphersteller Micron kündigte im Juni an, 100 Prozent des freien Cashflows an seine Aktionäre zurückzugeben. Dieser Unterschied sorgt für wachsende Unzufriedenheit unter institutionellen und privaten Investoren gleichermaßen.

Richard Clode, Portfoliomanager bei Janus Henderson Investors in London, dessen Fonds Aktien von SK Hynix hält, bringt die Kritik auf den Punkt: „Wenn man an einer Rendite auf den freien Cashflow von etwa 50% festhält, führt dies letztendlich zu einer unglaublich ineffizienten Bilanz." Er fordert eine Erhöhung der Rückzahlungen von SK Hynix auf mindestens 80 Prozent des freien Cashflows. Zudem warnt er: Wer Unsicherheit über die Zukunft als Begründung für ausbleibende Ausschüttungspläne anführe, nähre lediglich das Narrativ, dass die KI-Gewinne nur vorübergehend und zyklisch seien.

Portfoliomanager Kim Kyu-shik vom Hedgefonds Vista Global Asset Management in Singapur äußerte sich nach der jüngsten Telefonkonferenz von SK Hynix noch deutlicher: „Ich war nach dem Telefonat wirklich wütend. Die Aktionäre haben das Gespräch in der Hoffnung auf ein Zeichen der Zuversicht verfolgt." SK Hynix hatte während der Quartalsergebniskonferenz lediglich erklärt, zusätzliche Maßnahmen zur Steigerung der Renditen zu prüfen und Pläne noch in diesem Jahr bekannt geben zu wollen.

Kurseinbrüche verstärken den Druck

Die Stimmung wird zusätzlich durch die jüngste Kursentwicklung belastet. Die Aktien von SK Hynix und Samsung sind gegenüber ihren im Juni erreichten Rekordhochs um rund 48 beziehungsweise 37 Prozent zurückgefallen. Analysten von JPMorgan senkten am Mittwoch ihr Kursziel für die SK Hynix-Aktie und erklärten, eine „klare Haltung zur Kapitalallokation sei zwingend erforderlich, um die Stimmung für die Aktie wiederherzustellen".

Auch Privatanleger werden aktiv. Die Plattform ACT startete eine Kampagne, um Samsung zu einer außerordentlichen Hauptversammlung und einem Aktienrückkauf im Wert von 32 Milliarden US-Dollar zu bewegen. „Privatanleger sind nach dem jüngsten Kurseinbruch verängstigt", sagte ACT-Vertreter Lee Sang-mok. „Es scheint bei Samsung und SK Hynix an Dringlichkeit zu mangeln."

Der Korea-Abschlag als strukturelles Problem

Das Thema geht über einzelne Unternehmen hinaus. Es berührt den sogenannten „Korea Discount" – die Tendenz koreanischer Unternehmen, mit niedrigeren Bewertungen als internationale Wettbewerber gehandelt zu werden. Als Mitursache gilt die traditionell geringere Aktionärsorientierung koreanischer Konzerne. Samsung und SK Hynix bleiben bei den Aktionärsrenditen hinter Wettbewerbern wie Apple und TSMC zurück, was die allgemeine Unzufriedenheit der Anleger weiter schürt.

Beide Unternehmen haben sich in diesem Jahr zu Inlandsinvestitionen von insgesamt 3.200 Billionen Won (umgerechnet rund 2,07 Billionen US-Dollar) verpflichtet, um die KI-Nachfrage zu bedienen. Samsung begründet seine Zurückhaltung bei Ausschüttungen traditionell mit der Kapitalintensität und den Boom-and-Bust-Zyklen des Speicherchipgeschäfts.

Doch Analysten und Investoren sehen das anders. „Angesichts der erwarteten Cash-Generierung sollten beide Unternehmen in der Lage sein, diese Investitionen zu finanzieren und gleichzeitig wesentlich stärkere Aktionärsrenditen zu erzielen", sagte Aadil Ebrahim, Leiter des Bereichs Aktien bei der Klay Group. Es handele sich nicht um eine „binäre Entscheidung" zwischen Investitionen und Aktionärsrenditen.

Beide Unternehmen sichern sich zudem mehrjährige Lieferverträge mit Großkunden, was ihnen helfen dürfte, die übermäßigen Kapazitätsausweitungen früherer Boomphasen zu vermeiden und mehr Barmittel für Aktionärsrenditen freizusetzen. Samsung erklärte, man diskutiere die Politik der Aktionärsrenditen für dieses Jahr und darüber hinaus und beabsichtige, Details „sehr bald" mitzuteilen.

Samsung AktieSk Hynix AktieAktionärsrenditeKi-ChipsDividendeKorea DiscountAktienrückkauf

Meistgelesene News

  1. SpaceX-Aktie: Könnte eine Investition von 5.000 Dollar Millionär machen?
  2. Gaming und Wetten: Krypto-Klage, GTA 6 und Aktivisten-Investor im Fokus
  3. XRP-Preisprognose: Was Anleger in den nächsten drei Jahren erwarten
  4. Galeria Karstadt Kaufhof: Beetz stellt Rettungsplan für Warenhauskette vor
  5. Ukraine-Roboterangriff im Donbas deckt Schwachstelle in Putins Kriegsmaschinerie auf

Disclaimer


Wichtiger Hinweis auf bestehende Interessenkonflikte:

Wir weisen ausdrücklich darauf hin, dass im Rahmen dieser Publikation Interessenkonflikte bestehen:

1. Die Stock Market Media Ltd. und ihr nahestehende Personen besitzen Aktien der hier empfohlenen Gesellschaften und beabsichtigen, diese im Rahmen und zu jedem Zeitpunkt dieser Empfehlung zu verkaufen. Hierin besteht ein eindeutiger und konkreter Interessenkonflikt.

2. Der Herausgeber dieser Publikation, sowie die verantwortlichen Redakteure erhalten für die Erstellung eine finanzielle Vergütung. Auch hierin besteht ein eindeutiger und konkreter Interessenkonflikt.

3. Beachten Sie auch die weitergehenden Ausführungen zu bestehenden Interessenkonflikten im nachfolgenden Disclaimer, u.a. unter Ziff. 2.

Wichtige Informationen und Pflichtmitteilungen gemäß Wertpapierhandelsgesetz (WpHG) sowie gemäß Finanzanlageverordnung (FinAnV).

Stock Market Media Ltd. hat ihre Tätigkeit als Ersteller von Anlagestrategieempfehlungen im Sinne des Artikels 3 Absatz 1 Nummer 34 der Verordnung (EU) Nr. 596/2014 oder von Anlageempfehlungen im Sinne des Artikels 3 Absatz 1 Nummer 35 der Verordnung (EU) Nr. 596/2014, (bisher „Finanzanalysen“) der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht („BaFin“) gemäß WpHG angezeigt. Die Pflichten der Stock Market Media Ltd. regeln sich primär nach den §§ 85, 86 WpHG, der Verordnung (EU) Nr. 596/2014 und der Delegierten Verordnung (EU) 2016/958.

Angaben über den/die Ersteller dieser Publikation:
Verantwortlich für die Erstellung der Texte und Inhalte dieser Publikation ist Herr Roberto Gonçalves de Albuquerque, als Analyst und Chefredakteur. Herausgeber ist die Stock Market Media Ltd., 405 Kings Road, Flat 600, London; SW10 0BB, Vereinigtes Königreich, vertreten durch den Director Roberto Gonçalves de Albuquerque.

Wichtige Hinweise zur Erstellung dieser Veröffentlichung:
Diese Veröffentlichung enthält sowohl Tatsachen und Fakten zu den besprochenen Unternehmen, als auch rein subjektive Werturteile, Interpretationen, Schätzungen, Hochrechnungen, Vorhersagen und Preisziele. Diese versuchen wir, möglichst transparent voneinander abzugrenzen, um irreführende Angaben zu vermeiden. Recherche, Aufbereitung und Formulierung erfolgen dabei unter Einsatz gängiger digitaler und KI-gestützter Hilfsmittel; die inhaltliche Prüfung und die redaktionelle Verantwortung liegen bei uns. Die wesentlichen Grundlagen und Maßstäbe unserer Werturteile und Bewertungen, der besprochenen Aktien, basieren auf folgender Vorgehensweise:

Beurteilung und Bewertung von Unternehmen nach herkömmlichen Bewertungsmethoden (grundlegender Bewertungsansatz)

  • Einschätzung des Potentials der zukünftigen Unternehmensentwicklung (Wachstumsansatz) und Hochrechnung auf das entsprechende Bewertungspotential (Kurs-Potential-Analyse) sowie einer möglichen Unternehmens-Aktien-Bewertung aufgrund potentieller Gewinnerwartungen (KGV Hochrechnung)
  • Einschätzung des von uns erwarteten Best-Case-Szenarios im absoluten Erfolgsfall des Unternehmens (Blue-Sky-Potential-Ansatz)
  • Effekt der von uns erwarteten, gesteigerten Bekanntheit der empfohlenen Aktie auf den Aktienkurs durch einen starken Anstieg der Nachfrage am Markt (insbesondere maßgeblich bei marktengen oder neu bzw. erstmals empfohlenen Aktien) aufgrund der von uns oder Dritten veröffentlichten Publikationen (meistens Kaufempfehlungen), (Multiplikator- / Momentum-Effekt, Hype), dadurch überproportional steigende Rendite/Aktienkurs bei entsprechend steigendem Risiko
  • Technische Analyse des Aktienkurses gemäß gängiger Analyse-Methoden, meist zur Voraussage von Kurs-Signalen (Kauf- oder Verkaufssignal, Ausbruch der Aktie, Festlegung von Kurszielen, Unterstützungs- oder Widerstandsbereichen, erwarteten Mindestbewegungen oder Mindest-Gegenbewegungen, Voraussage von Signalpunkten (wenn-dann), etc.), größtenteils auf der erwarteten Massenpsychologie aufbauend. (technischer Ansatz).

Herkömmliche Bewertungsansätze sind bei jungen oder noch umsatzlosen Unternehmen oft schlecht sinnvoll anwendbar. Daher stützen wir uns bei der Bewertung von solchen Unternehmen tendenziell auf die von uns errechnete Potential-Analyse, sowie die Einschätzung der Nachfrage nach solchen Aktien am Kapitalmarkt. Letztendlich entscheidet der Markt über den Aktienkurs eines Unternehmens. Entsteht durch umfangreiche Empfehlungen einer Aktie, eine exzessive Nachfrage nach dieser, ist es möglich, dass der Aktienkurs bei einem hohen Handelsvolumen überdurchschnittlich steigt. Dies führt zwar zu extremen Gewinnmöglichkeit, erhöht jedoch entsprechend das Risiko einer Blasenbildung mit entsprechendem Kursrückgang. Durch die gesteigerte Volatilität der Aktie in solchen Situationen ergeben sich überdurchschnittliche Gewinn- und Verlustmöglichkeiten, sowohl in beide Handelsrichtungen als auch bei wiederkehrenden Gegenbewegungen. Auch solche Marktentwicklungen sind ein wichtiger Teil unserer Handelsempfehlungen und Bewertungsansätze.

Diese Publikation befasst sich ausschließlich mit überdurchschnittlich volatilen Werten mit hohem Gewinn- und auch Verlustpotential.

Hinweis zu Informationsquellen:
Die Zuverlässigkeit von Informationsquellen wird von uns vor deren Verwendung ausführlich geprüft und von uns entsprechend ihrer Glaubwürdigkeit und Bedeutung subjektiv bewertet. Dabei entscheiden wir nach eigenen Maßstäben, welche Quellen wir für relevant, zu konservativ oder zu optimistisch halten. Letztendlich legen wir unsere Empfehlungen aufgrund unserer persönlichen Einschätzungen fest. Bei der Informationsbeschaffung greifen wir auf zahlreiche öffentlich zugängliche Quellen zurück wie z.B. Pressemitteilungen, Ad-Hoc-Mitteilungen, Unternehmensmeldungen, Firmenpräsentationen, Publikationen und Artikeln zum besprochenen Unternehmen, gängige Finanzmedien im In- und Ausland sowie auf Unternehmens- oder Branchen-Analysen Dritter.

In unseren Publikationen werden ausschließlich öffentlich verfügbare Informationen und Quellen, sowie vom Unternehmen selbst verbreitete Informationen verwendet.

Hinweis zu bestehenden Interessenkonflikten:
Wir weisen hiermit darauf hin, dass Gesellschafter, Redakteure, Mitarbeiter sowie Personen bzw. Unternehmen die an der Erstellung dieser Veröffentlichung beteiligt sind, sowie Auftraggeber (Dritte) der Publikation von Stock Market Media Ltd. zum Zeitpunkt dieser Veröffentlichung direkt oder indirekt Anteile an Wertpapieren, welche im Rahmen der jeweiligen Publikation besprochen werden, halten. und daher an einer Kurs- und/oder Umsatzsteigerung, d.h. auch einer erhöhten Handelsliquidität interessiert sind, da die Absicht besteht, in unmittelbarem Zusammenhang mit dieser Veröffentlichung diese Wertpapiere zu verkaufen und an steigenden Kursen und Umsätzen zu partizipieren. Ein Kurszuwachs der Aktien der vorgestellten Unternehmen kann zu einem Vermögenszuwachs bei diesen Personen führen. Durch die Besprechung des Unternehmens können jedenfalls der Aktienkurs des Unternehmens erheblich beeinflusst werden. Insbesondere wird auch durch Wertpapiertransaktionen der Aktienkurs der besprochenen Unternehmen maßgeblich beeinflusst. Dies gilt insbesondere, wenn es sich um Unternehmen handelt deren Aktien keine breite Marktkapitalisierung haben und bei denen nur ein enger Markt besteht. Hier können auch nur geringe Auftragsvolumen erhebliche Auswirkungen auf die Kurse haben. Sie sind aber auch daran interessiert, dass der Kurs des besprochenen Unternehmens sinkt, wenn sie deren Aktien günstiger erwerben wollen. Dies begründet laut Gesetz einen Interessenskonflikt, auf den wir hiermit ausdrücklich hinweisen.

Stock Market Media Ltd. und seine Mitarbeiter werden zudem für die Vorbereitung, elektronische Verbreitung und Veröffentlichung dieser Publikation sowie für andere Dienstleitungen entgeltlich entlohnt. Dies begründet laut Gesetz einen Interessenskonflikt, auf den wir hiermit ausdrücklich hinweisen.

Diese Vergütung kann durch das Unternehmen über das die Stock Market Media Ltd. Informationen veröffentlicht, durch mit diesen Unternehmen verbundene Dritte oder sonstige Dritte, die ein Interesse in Bezug auf die im Zusammenhang mit dieser Veröffentlichung besprochenen Unternehmen verfolgen, erfolgen. Dies begründet laut Gesetz einen Interessenskonflikt, auf den wir hiermit ausdrücklich hinweisen. Dieser wird zunächst dadurch begründet, dass die Stock Market Media Ltd. im Interesse ihres Auftraggebers ihre Ausführungen vornehmen könnte. Die Stock Market Media Ltd. und/oder mit ihr verbundene Unternehmen haben mit der gegenständlichen Gesellschaft bzw. mit deren Aktionären eine kostenpflichtige Vereinbarung zur Erstellung der redaktionellen Besprechung getroffen. Dies begründet laut Gesetz einen Interessenskonflikt, auf den wir hiermit ausdrücklich hinweisen.

Hinweis zur Handhabe der internen Organisationspflichten:
Aufgrund der geringen Unternehmensgröße des Herausgebers, ist eine interne Kontrolle der Compliance Prozesse der an dieser Publikation mitwirkenden Mitarbeiter und sonstigen Beteiligten überschaubar.

Verantwortliche Aufsichtsbehörde:
Die Stock Market Media Ltd. hat ihre Tätigkeit gemäß § 86 WpHG bei der BaFin angezeigt.