Samsonite plant US-Zweitnotierung zur Stärkung der globalen Investorenbasis
Der Kofferhersteller will mit dem Listing die Liquidität steigern und neue Investorenkreise erschließen.

Der in Hongkong börsennotierte Kofferhersteller Samsonite strebt eine Zweitnotierung an einer US-Börse an. Das Unternehmen, das die bekannten Marken American Tourister und Tumi besitzt, will damit seine Präsenz bei internationalen Investoren ausbauen und die Handelsliquidität in den USA erhöhen. Die konkrete Umsetzung hängt jedoch von den globalen Marktbedingungen und weiteren Faktoren ab.
Bei der geplanten Zweitnotierung sollen American Depositary Shares ausgegeben werden, deren Anzahl maximal 9,97 Prozent der Gesamtaktien entspricht. Der Ausgabepreis wird höchstens 15 Prozent unter dem letzten Schlusskurs vor Unterzeichnung des Übernahmevertrags liegen. Zeitpunkt und genaue Ausgestaltung des Listings stehen noch nicht fest, zudem muss noch die Zustimmung der Aktionäre eingeholt werden.
Strategische Neuausrichtung
Mit der US-Notierung verfolgt Samsonite mehrere strategische Ziele. Die Aktien sollen für amerikanische und globale Investoren leichter zugänglich werden, was das gesamte Handelsvolumen steigern dürfte. Die Erlöse aus der potenziellen Emission will das Unternehmen vielseitig einsetzen: zur Deckung von Betriebskosten, für Investitionen, zur Schuldentilgung sowie zur Finanzierung möglicher Übernahmen.
Bereits 2024 hatte Samsonite eine Zweitnotierung angekündigt, wobei die USA als wahrscheinlichster Standort galten. Parallel dazu prüfte das Unternehmen Anfang 2024 auch einen Take-Private-Deal und führte Gespräche mit Beratern und Investoren. Die aktuelle Entscheidung für die US-Notierung erfolgt zu einem günstigen Zeitpunkt.
Günstiges Marktumfeld
Der US-Markt für Börsengänge zeigt sich derzeit vielversprechend. Ein Nachholbedarf bei Neuemissionen und eine starke Pipeline hochkarätiger Privatunternehmen wie Elon Musks SpaceX schaffen optimale Bedingungen. Analysten erwarten für 2025 ein potenziell wegweisendes Jahr am amerikanischen IPO-Markt, was Samsonites Pläne zusätzlich unterstützen könnte.
