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Sam Altman trifft Trump-Vertreter und Kongress in Washington

OpenAI-Chef Sam Altman warb in Washington für einen sanften KI-Regulierungsrahmen und traf hochrangige Politiker beider Parteien.

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Sam Altman trifft Trump-Vertreter und Kongress in Washington

OpenAI-CEO Sam Altman hat am Mittwoch in Washington, D.C. mehrere hochrangige Treffen absolviert. Er traf sich im Weißen Haus mit Mitgliedern der Trump-Administration, darunter Beamte, die an der neuen Durchführungsverordnung zu künstlicher Intelligenz beteiligt waren, die Präsident Donald Trump diese Woche unterzeichnet hatte.

Altman sprach zudem mit führenden Kongressmitgliedern beider Parteien. Dazu zählten der Sprecher des Repräsentantenhauses, Mike Johnson (Republikaner, Louisiana), sowie der demokratische Minderheitsführer Hakeem Jeffries (New York). Johnson beschrieb das Gespräch gegenüber dem Sender CNBC als „sehr gutes, produktives Treffen".

Regulierung mit „leichtem Touch"

Johnson erläuterte, man habe über die neuesten Entwicklungen im Bereich KI gesprochen. Thema war auch, wie ein regulatorischer Rahmen mit „leichtem Touch" aussehen könnte, um „einige der Schäden zu verhindern, die daraus entstehen könnten". Damit signalisiert die republikanische Führung eine grundsätzlich technologiefreundliche Haltung, die auf übermäßige Bürokratie verzichten will.

Parallel zu den Treffen veröffentlichte OpenAI am Mittwoch einen politischen Entwurf mit konkreten Empfehlungen für einen nationalen Sicherheitsrahmen für KI. Das Unternehmen fordert darin unter anderem:

  • Die Stärkung des Center for AI Standards and Innovation
  • Den Aufbau auf einem entstehenden Sicherheitskonsens aus Regulierungen auf Bundesstaatsebene
  • Die Erstellung eines umfassenderen Resilienzplans für Herausforderungen der öffentlichen Sicherheit und nationalen Sicherheit

Trumps Durchführungsverordnung als Ausgangspunkt

Präsident Trump hatte am Dienstag eine Durchführungsverordnung unterzeichnet, die KI-Unternehmen auffordert, der Regierung freiwillig bis zu 30 Tage vor Veröffentlichung Zugang zu ihren Modellen zu gewähren. Die Verordnung enthält bislang nur wenige spezifische Details. Führungskräfte führender KI-Unternehmen, darunter Altman selbst, äußerten in den sozialen Medien dennoch ihre Unterstützung für die Initiative.

Für Altman sind solche Besuche auf dem Capitol Hill keine Seltenheit. OpenAI hatte mit der Einführung seines Chatbots ChatGPT im Jahr 2022 den weltweiten KI-Boom ausgelöst, seitdem ist Altman ein häufiger Gast in Washington. Im März traf er sich mit Gesetzgebern, nachdem OpenAI einen umstrittenen Vertrag mit dem Pentagon unterzeichnet hatte. An Trumps Amtseinführung im vergangenen Jahr nahm er ebenfalls teil.

OpenAI bekennt sich zu politischer Transparenz

Am Montag hatte OpenAI bereits einen Blogbeitrag zur eigenen politischen Interessenvertretung veröffentlicht. Darin stellte das Unternehmen klar, nicht an Kandidaten oder Kampagnen gespendet zu haben. Zudem habe OpenAI keine eigenen, von Mitarbeitern finanzierten Political Action Committees (PACs) gegründet oder bestehende PACs finanziert, um „das öffentliche Narrativ rund um KI zu gestalten". Das Unternehmen versprach, sich künftig weiterhin „transparent" und im eigenen Namen für politische Belange einzusetzen.

Die Washingtoner Offensive von Altman verdeutlicht, wie zentral die politische Einflussnahme für OpenAI geworden ist. In einer Phase, in der die USA und Europa um die Führungsrolle bei KI-Regulierung ringen, positioniert sich das Unternehmen aktiv als konstruktiver Gesprächspartner – sowohl für Republikaner als auch für Demokraten.

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